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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

2. Plötziade: Roggen-Einkorn-Mischbrot mit Leinsamen und Sesam

13 Kommentare

Kaum ist die erste Plötziade vorbei, zu der ich mein Baguette Epi beigesteuert hatte, steht schon die zweite vor der Tür. Diesmal wünscht sich Lutz vom Plötzblog anlässlich der Saat-Gut-Brot-Woche ein Brot aus alten oder ökologisch gezüchteten Sorten, die sich noch selbst fortpflanzen können. Damit unterstützt er sowohl die Sortenvielfalt als auch die Unabhängigkeit von den großen Konzernen, die ihr Geld mit Hybridsaatgut verdienen, das jedes Jahr neu gekauft werden muss.

Und da Stefanie von Hefe und Mehr gerade auch den Bread Baking Day ausrichtet und unter anderem nach alten Sorten sucht, reiche ich das Rezept auch ganz schnell noch bei ihr ein!

Rogggen-Einkorn-Mischbrot

Da ich gerne mit Einkorn und Emmer backe und die Aktion äußerst unterstützenswert finde, bin ich natürlich wieder gerne dabei. Ich habe mich diesmal für ein Mischbrot aus Roggen und Einkorn entschieden, das ich im Topf gebacken habe. Der Teig ist ziemlich weich und erfordert etwas Erfahrung, im Topf ist er aber leicht zu backen, da er nicht davonlaufen kann. Dafür ist das Brot wunderbar saftig geworden und auch nach fünf Tagen noch nicht trocken. Beim Geschmack dominiert der Einkorn mit seiner nussigen Note, es ist aber etwas kräftiger als ein reines Einkorn-(Weizen)-Brot. Auf jeden Fall ein Brot, das ich gerne wieder backen werde!

Für ein Topfbrot (4l Topf) braucht ihr:Roggen-Einkorn-Mischbrot

Für den Sauerteig:
200g Lichtkornroggen Typ 1150
200g Wasser
20g Anstellgut

Für das Brühstück:
50g Leinsamen und Sesam
100g mittleren Einkornschrot
300g kochendes Wasser (falls ihr nicht im Topf backt, eventuell etwas weniger)

Für den Hauptteig:
den Sauerteig
das Brühstück
200g Einkorn
200g Lichtkornroggen Typ 1150
100g Joghurt
2g Trockenhefe
14 Salz

Den Sauerteig lasst ihr bei Raumtemperatur 20 Stunden gehen.

Die Leinsamen, den Sesam und den Schrot übergießt ihr mit kochendem Wasser und lasst sie abgedeckt mindestens 3 Stunden quellen.

Für den Hauptteig knetet ihr alle Zutaten fünf Minuten in der Küchenmaschine auf Stufe 1. Der Teig ist recht weich und klebrig.

Den Teig lasst ihr abgedeckt 1,5 Stunden bei Raumtemperatur gehen.

Dann formt ihr ihn länglich und gebt ihn in ein Gärkörbchen, in dem ihr ihn mindestens 30 Minuten ruhen lasst.

Anschließend kippt ihr ihn in den gut bemehlten Topf und schneidet es mit drei Schlangenlinien längs ein. Dann stellt ihr den Topf mit geschlossenem Deckel in den ungeheizten Backofen. Nun heizt ihr diesen auf 220 Grad Brotbackstufe (oder 250 Grad Ober- und Unterhitze) auf. Nach 30 Minuten entfernt ihr den Deckel und lasst das Brot weitere 20 bis 30 Minuten auf 190 Grad Brotbackstufe (210 Grad Ober- und Unterhitze) fertigbacken. Lasst es euch schmecken!

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13 Kommentare zu “2. Plötziade: Roggen-Einkorn-Mischbrot mit Leinsamen und Sesam

  1. Schön geworden! Ich weiß nicht, ob ich noch ein Plötziade-Brot schaffe 😦 Hier gehts drunter und drüber mit den Terminen…

  2. schaut sehr fein aus, auch und bsonders die Schlangenlinien sind sehr apart…

  3. Sehr schön! Aber, und das *aber* meint nicht das schöne Brot, war die Vorgabe nicht, dass das Brot rein aus Urgetreide/alter Getreidesorte… sein muß?

    • Danke für den Hinweis, man sollte Blogbeiträge nicht unter Zeitdruck publizieren…Ich habe Lichtkornroggen verwendet, das explizit als ökologisch gezüchtete Sorte erlaubt war und habe das jetzt gleich auch bei den Zutaten ergänzt. Liebe Grüße Melanie

  4. Schick! Und ich glaube, Micha hat das richtig in Erinnerung… 😉
    Ich weiß auch noch nicht, ob ich noch ein Brot backe. Müsste erst spezielles Getreide bestellen und habe derzeit soo viel anderes um die Ohren…
    Schönen Sonntag * Liebe Grüße,
    Eva

    • Wie ich Micha gerade schon geschrieben habe, habe ich Lichtkornroggen verwendet. Zum Glück waren auch ökologisch gezüchtete Sorten erlaubt, das vereinfacht die Aufgabe ziemlich 😉 Liebe Grüße Melanie

  5. Was für ein hübsches Brot! Hier in Maine gibt es leider ökologisch gezüchteten Getreidesorten, und unser weisser Buchweizen ist ja ein „Pseudogetreide“ und kam daher nicht für die Plötziade infrage. Hast du den Einkorn selbst geschrotet?

  6. Das Brot sieht toll aus! Mit Lichtkornroggen habe ich noch nie gebacken. Ist er vom Aroma her anders als „normales“ Roggenmehl?

    • Mein 1150er Roggenmehl ist immer Lichtkorn, da ich ein anderes hier gar nicht bekomme, ich habe daher keinen direkten Vergleich…Mir ist aber bisher kein besonderer Geschmack aufgefallen.

  7. Mein erster Berliner Sauerteig steht schon im Kühlschrank, leider hat es zur Ploetziade nicht gereicht, wie ich aber an Deinen tollen Fotos sehe hast Du die Hauptstadt sehr gut vertreten! Was für ein gelungenes Brot…

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