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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Entdeckt die essbare Stadt! Hopfentriebe und Spargel an Tomatenbulgur

Die wilden Gemüse sind los: aus allen möglichen Blogs sprießen sie dieses Jahr. Besonders angelacht haben mich die Hopfentriebe, beispielsweise bei Eva, Peggy oder beim Rote Bete Blog Aber wo in aller Welt sollte ich die hier finden? Vielleicht weiß hat ja jemand auf Mundraub einen Tipp hinterlassen? Wenn ihr die Seite noch nicht kennt, solltet ihr unbedingt mal einen Blick darauf werfen! Hier kann jeder eintragen, wo es Essbares auf öffentlichem Grund zu finden gibt. Und siehe da: am Rande des Plänterwalds sollte es jede Menge Hopfen geben. Also nichts wie los, auf das Fahrrad. Auf dem Weg wollte ich schnell noch ein paar Holunderblüten am Kanal ernten. Und stellt euch vor: in der Nähe der Holunderbäume rankten sich auch Hopfentriebe hinauf. Da konnte ich mir den Weg in den Plänterwald ja gleich sparen…Da mich in der Markthalle wunderschöner Spargel anlachte, lag Evas Rezept auf der Hand. Ich habe mich davon inspirieren lassen, aber dann doch eher nach Lust und Laune und Vorratslage abgewandelt. Deshalb gab es bei uns auch statt der Perlgraupen Bulgur dazu.

Hopfentriebe und Spargel an Tomatenbulgur

Für zwei hungrige Gesellen braucht ihr:

Für den Spargel:
8 relative dünne Spargelstangen
etwas Olivenöl
Salz
1 Prise Zucker

Für die Hopfentriebe:
ungefähr 200g Hopfentriebe
etwas Olivenöl
Salz

Für den Tomatenbulgur:
200g Kirschtomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 kleine Tassen Bulgur
knapp 2,5 kleine Tassen Spargelwasser (von den ausgekochten Spargelresten)
1/2 TL gemahlener Koriander
etwas Piment d’Espelette
1 TL StrattuHopfentriebe
Olivenöl
1 TL Bärlauchpesto oder ein paar Bärlauchblätter in feine Streifen geschnitten

Als erstes schält ihr den Spargel und schneidet die holzigen Enden ab. Die Schalen und Enden gebt ihr in einen Topf mit ungefähr 400ml Wasser und kocht sie gut aus.

Währenddessen schneidet ihr die Zwiebel und die Knoblauchzehe möglichst klein und würfelt die Tomaten.

In etwas Olivenöl dünstet ihr die Zwiebeln und den Knoblauch an, gebt dann den Bulgur hinzu und lasst ihn kurz anschwitzen. Dann rührt ihr die Tomaten, das Strattu und die Gewürze unter, gießt es mit dem Spargelwasser auf und schmeckt mit Salz ab. Abgedeckt lasst ihr den Bulgur ungefähr 15 Minuten köcheln bis er weich ist.

Wenn der Bulgur ungefähr fünf Minuten kocht, erhitzt ihr in einer großen Pfanne etwas Olivenöl, gebt die Spargelstangen, etwas Salz und eine Prise Zucker hinein und lasst sie bei geschlossenem Deckel auf niedriger Hitze braten. Dabei dreht ihr sie immer mal wieder um, damit sie gleichmäßig weich werden und auf keiner Seite zu stark bräunen.

In einer zweiten Pfanne erhitzt ihr ebenfalls etwas Olivenöl, gebt die Hopfentriebe mit etwas Salz dazu und lasst sie ebenfalls abgedeckt weichdünsten. Dabei rührt ihr ab und zu um und gebt gegebenenfalls einen Schluck Wasser dazu, falls es zu trocken wird.

Nun müsst ihr nur noch alles schön anrichten und genießen! Wir waren vom Geschmack der Hopfentriebe begeistert. Ihr solltet aber darauf achten, dass ihr nur die dünnen, zarten Spitzen der Triebe verwendet (die obersten 10-20 cm, je nach Dicke der Triebe), da sie sonst recht rau und unangenehm auf der Zunge sind. Die Hopfentriebe harmonierten perfekt mit dem Spargel ergänzten sich gut mit der Frische des Tomatenbulgur. Lasst es euch schmecken!

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