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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Entdeckt die essbare Stadt! Hopfentriebe und Spargel an Tomatenbulgur

18 Kommentare

Die wilden Gemüse sind los: aus allen möglichen Blogs sprießen sie dieses Jahr. Besonders angelacht haben mich die Hopfentriebe, beispielsweise bei Eva, Peggy oder beim Rote Bete Blog Aber wo in aller Welt sollte ich die hier finden? Vielleicht weiß hat ja jemand auf Mundraub einen Tipp hinterlassen? Wenn ihr die Seite noch nicht kennt, solltet ihr unbedingt mal einen Blick darauf werfen! Hier kann jeder eintragen, wo es Essbares auf öffentlichem Grund zu finden gibt. Und siehe da: am Rande des Plänterwalds sollte es jede Menge Hopfen geben. Also nichts wie los, auf das Fahrrad. Auf dem Weg wollte ich schnell noch ein paar Holunderblüten am Kanal ernten. Und stellt euch vor: in der Nähe der Holunderbäume rankten sich auch Hopfentriebe hinauf. Da konnte ich mir den Weg in den Plänterwald ja gleich sparen…Da mich in der Markthalle wunderschöner Spargel anlachte, lag Evas Rezept auf der Hand. Ich habe mich davon inspirieren lassen, aber dann doch eher nach Lust und Laune und Vorratslage abgewandelt. Deshalb gab es bei uns auch statt der Perlgraupen Bulgur dazu.

Hopfentriebe und Spargel an Tomatenbulgur

Für zwei hungrige Gesellen braucht ihr:

Für den Spargel:
8 relative dünne Spargelstangen
etwas Olivenöl
Salz
1 Prise Zucker

Für die Hopfentriebe:
ungefähr 200g Hopfentriebe
etwas Olivenöl
Salz

Für den Tomatenbulgur:
200g Kirschtomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1,5 kleine Tassen Bulgur
knapp 2,5 kleine Tassen Spargelwasser (von den ausgekochten Spargelresten)
1/2 TL gemahlener Koriander
etwas Piment d’Espelette
1 TL StrattuHopfentriebe
Olivenöl
1 TL Bärlauchpesto oder ein paar Bärlauchblätter in feine Streifen geschnitten

Als erstes schält ihr den Spargel und schneidet die holzigen Enden ab. Die Schalen und Enden gebt ihr in einen Topf mit ungefähr 400ml Wasser und kocht sie gut aus.

Währenddessen schneidet ihr die Zwiebel und die Knoblauchzehe möglichst klein und würfelt die Tomaten.

In etwas Olivenöl dünstet ihr die Zwiebeln und den Knoblauch an, gebt dann den Bulgur hinzu und lasst ihn kurz anschwitzen. Dann rührt ihr die Tomaten, das Strattu und die Gewürze unter, gießt es mit dem Spargelwasser auf und schmeckt mit Salz ab. Abgedeckt lasst ihr den Bulgur ungefähr 15 Minuten köcheln bis er weich ist.

Wenn der Bulgur ungefähr fünf Minuten kocht, erhitzt ihr in einer großen Pfanne etwas Olivenöl, gebt die Spargelstangen, etwas Salz und eine Prise Zucker hinein und lasst sie bei geschlossenem Deckel auf niedriger Hitze braten. Dabei dreht ihr sie immer mal wieder um, damit sie gleichmäßig weich werden und auf keiner Seite zu stark bräunen.

In einer zweiten Pfanne erhitzt ihr ebenfalls etwas Olivenöl, gebt die Hopfentriebe mit etwas Salz dazu und lasst sie ebenfalls abgedeckt weichdünsten. Dabei rührt ihr ab und zu um und gebt gegebenenfalls einen Schluck Wasser dazu, falls es zu trocken wird.

Nun müsst ihr nur noch alles schön anrichten und genießen! Wir waren vom Geschmack der Hopfentriebe begeistert. Ihr solltet aber darauf achten, dass ihr nur die dünnen, zarten Spitzen der Triebe verwendet (die obersten 10-20 cm, je nach Dicke der Triebe), da sie sonst recht rau und unangenehm auf der Zunge sind. Die Hopfentriebe harmonierten perfekt mit dem Spargel ergänzten sich gut mit der Frische des Tomatenbulgur. Lasst es euch schmecken!

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18 Kommentare zu “Entdeckt die essbare Stadt! Hopfentriebe und Spargel an Tomatenbulgur

  1. Das Rezept kam mir doch gleich bekannt vor 🙂 Hatte mich bei Eva auch schon angelacht und neugierig gemacht! Hopfentriebe sind hier leider gar nicht so leicht aufzutreiben, wie mir ist… Mitte Monat aber fahre ich an einen Wildkräutermarkt, da könnte ich fündig 🙂 *vorfreu*

    • Das dachte ich auch und musste dann feststellen, dass die scheinbar überall wachsen. Vielleicht bist du auch überrascht, wenn du mal die Augen danach offen hälst! Viel Erfolg! Lg Melanie

  2. Zum Hollertrieben ernten müsste man in die Hollertau fahren. Das Gericht sieht gut aus.

  3. Sieht sehr dezent, lecker und fein aus! Gut gemacht, ich nehme mir da gerne mal einen Teller davon.
    Die würde ich an Deiner Stelle bei der Olga einstellen, die macht doch grade eine Spargelaktion zum Einjährigen…

  4. Toll! Ich weiß, wo der wilde Hopfen bei uns wächst, ich muss nur bis zum Wald hoch! Irgendwie verpasse ich dieses Jahr beinahe alles, die Natur ist so weit voraus…, da muss ich schnell morgen mal nachschauen!
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  5. Der Bulgur dazu gefällt mir ausnehmend gut! 🙂
    Und Holunderblüten? Die sind doch noch gar nicht so weit, oder? Normalerweise kommen sie erst Ende Mai, also wird man dieses Jahr noch mindestens 2 Wochen warten müssen…
    Liebe Grüße,
    Eva

    • Komme grad aus der Küche, wo ich den ersten Holundersirup angesetzt habe, waren aber noch nicht leicht zu finden, die Dolden. Für eine Flasche als Geburtstagsgeschenk reicht es.

      • Hier blühen sie auch vor allem ganz oben an den Bäumen, wo zwar die Sonne hinkommt, aber ich nicht 😉

      • War das Roy Black mit „Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere!“?
        Meine Mutter hat Erdbeeren in Kästen gepflanzt, die gaaaaanz oben auf riesigen Holzstapeln stehen. Da sing ich das jetzt auch immer. Wir sind die einzigen, die zum Erdbeeren pflücken auf die Leiter klettern müssen. *seufz*

    • Hier fangen die ersten Holunderblüten schon zu blühen an, auch wenn die Hauptblüten noch ein paar Tage brauchen wird. Aber Berlin ist eben auch nicht der hohe Norden 🙂 Liebe Grüße Melanie

  6. Klasse! Beim Spaziergang an der Donau habe ich gestern jede Menge wilde Hopfentriebe gesehen. Da muss ich wohl nochmal hin! Ich hoffe, die sind noch „jung“ genug.

  7. Pingback: Spargel mit Hopfentrieben und Avocadocreme … | boulancheriechen

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