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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Mango und Vanillecrème – ein traumhaftes Paar!

Normalerweise sind wir ja nicht so die Dessertkünstler, meist müssen sich Gäste bei uns mit etwas Obst zum Nachtisch begnügen – wenn sie viel Glück haben in Form von Obstsalat. Diesmal hatten unsere Gäste besonders viel Glück, denn durch Zufall rannt ich an außergewöhnlich reifen Mangos in unserem türkischen Supermarkt vorbei. Und wenn es etwas gibt, bei dem ich ganz schlecht „nein“ sagen kann, sind es reife Mangos…So wanderten gleich zwei in meinen Einkaufskorb, eine zum Sofortessen und die andere…ja wofür denn? Wäre sie nicht perfekt für ein kleines Dessert, wir hatten schließlich Besuch zum Kässpätzleessen eingeladen (das Rezept für die Kässpätzle findet ihr hier)? Schon fing meine Phantasie an zu rotieren: Wie perfekt Mango zu Vanillecrème passt, hatte ich ja schon bei den Choux bemerkt – und dann könnte ich vielleicht ja noch die letzten Plätzchen von meiner Mama verwerten – für den extra Knuspereffekt sozusagen. Schön geschichtet, das könnte doch was Hübsches ergeben! Als Vanillecrème nahmen wir eine französische Crème Patissière, die Mango verwendete ich sowohl püriert als auch in Stückchen, damit es nicht zu langweilig wurde. Zusammen mit den zerkrümelten Plätzchen ergab sich ein relativ schnell gemachter Nachtisch, in den ich mich hätte Reinlegen können!

Mango-Vanillecrème-Dessert


Für 4 Personen braucht ihr:

Für die Crème patissière (Vanillecrème):
400g Frischmilch
4 Eigelb
55g Zucker
20g Maisstärke
20g Mehl
Mark einer Vanilleschote
40g Butter (ich: vergessen, war trotzdem gut :-))

1 Mango
ggf. etwas Zucker

2 Schoko-Mandelplätzchen (oder ähnliches)

Für die Crème patissiere rührt ihr das Eigelb und den Zucker zusammen, dann siebt ihr das Mehl, die Stärke und die Vanille hinein. Nun erwärmt ihr die Milch, gebt davon ein bisschen was in die Masse, damit sie flüssiger wird und rührt dann die Masse unter die Milch, so dass sie nicht klumpt. Unter Rühren lasst ihr sie auf niedriger Hitze eindicken. Zum Schluss rührt ihr die Butter unter und lasst die Creme mit einer Folie abgedeckt (damit sich keine Haut bildet) abkühlen.

Die Mango schält ihr, püriert die Hälfte und schmeckt das Püree falls nötig mit etwas Zucker ab. Die andere Mangohälfte schneidet ihr in kleine Würfel.

Die Plätzchen zerkrümelt ihr in kleine Stückchen.

Nun schichtet ihr in Gläser zuerst eine Schicht der Vanillecrème, dann eine Schicht der zerkrümelten Plätzchen, dann eine weitere Schicht Vanillecrème, dann eine Schicht Mangopüree, noch eine Schicht Vanillecrème und zum Abschluss die gewürfelten Mangostückchen.

Lasst es euch schmecken!


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Choux à la crème aux mangues – Kleine Windbeutel mit Vanillecrème und Mango

So kurz vor Schluss muss ich es doch auch noch endlich schaffen ein Mangorezept zu posten. Drei Tage läuft noch mein Blogevent und ich freue mich wie Bolle über jeden neuen Beitrag von euch! Ich gestehe, die Mango spielt hier nicht die Hauptrolle, aber die frische Mangosauce ergänzt wunderbar die Süße der Vanillecrème. Und ich gebe zu, die kleinen Verwandten der deutschen Windbeutel finde ich einfach eleganter als ihre deutschen Pendants. Sie sind einfacher herzustellen als ich je gedacht hätte und man kann sie außerdem wunderbar als Dessert vorbereiten. Durch den Karamell knuspern sie wunderbar, auch wenn sie nicht frisch aus dem Ofen kommen. Das Rezept für den Teig habe ich mir hier von Cornelia Poletto abgeschaut, Profiteroles sind es aber erst, wenn noch Schokoladensauce darübergekippt wird 😉

Choux à la crème - Kleine Windbeutel mit Vanillecreme

Für vier Personen (ungefähr 16-18 Choux) braucht ihr:

Für den Teig:
1/8 l Wasser
30 g Butter
Meersalz
75 g Mehl
2 Eier

Für die Crème patissière (Konditorcreme):
300g Frischmilch
3 Eigelb
45g Zucker
15g Maisstärke
15g Mehl
Mark einer Vanilleschote
30g Butter

Für die Mangosauce:
2 kleine oder 1 große Mango
etwas Puderzucker
(optional: etwas Vincotto oder alter Balsamico zum Garnieren)

Das Wasser, die Butter und eine Prise Meersalz lasst ihr in einem kleinen Topf aufkochen. Dann gebt ihr das Mehl auf einmal zu und rührt die Masse, bis sie sich als Kloß vom Topfboden löst. Bei mir hat sich nicht wie von Frau Poletto beschrieben eine weiße Schicht am Topfboden gebildet (das hängt vielleicht vom Topf ab), aber es hat trotzdem wunderbar funktioniert. Ich habe den Teig ein paarmal gewendet, damit er gut durchgebrannt ist. Den Teig füllt ihr in eine Schüssel und lasst ihn abkühlen, bis er lauwarm ist. Dann knetet ihr mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät die Eier nacheinander unter und heizt den Backofen auf 200 Grad (Heißluft: 180 Grad) vor.

Den Teig füllt ihr in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle (am besten 1 cm Ø) und spritzt ungefähr 16 walnussgroße Häufchen im Abstand von einigen Zentimetern auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Auf der zweiten Schiene von unten backt ihr die Windbeutel 20–30 Minuten. Wenn sie schön goldgelb sind, nehmt ihr sie heraus, stecht sie an, damit die heiße Luft entweichen kann, und lasst sie auf einem Rost abkühlen.

Für die Crème patissiere rührt ihr das Eigelb und den Zucker zusammen, dann siebt ihr das Mehl , die Stärke und die Vanille hinein. Dann erwärmt ihr die Milch, gebt davon ein bisschen was in die Masse, damit sie flüssiger wird und rührt dann die Masse unter die Milch, so dass sie nicht klumpt. Unter Rühren auf niedriger Hitze eindicken lassen. Zum Schluss rührt ihr die Butter unter und lasst die Creme mit einer Folie abgedeckt (damit sich keine Haut bildet) abkühlen.

Dann füllt ihr die Vanillecrème in einen Spritzbeutel mit feiner Lochtülle und spritzt sie in die Choux.

Die Choux setzt ihr auf ein Backpapier. Dann erhitzt ihr langsam Zucker in einem kleinen Topf und lasst ihn goldbraun werden (karamellisieren). Mit einem Esslöffel verteilt ihr zügig den Karamell in möglichst dünnen Fäden Choux und lasst ihn erkalten.

Für die Mangosauce püriert ihr zwei Drittel der Mango und verrührt sie nach Geschmack mit etwas Puderzucker. Die restliche Mango schneidet ihr in Stückchen. Zum Schlus richtet ihr die Choux mit der Mangosauce und den Mangostückchen an. Bon appétit!


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Für die süßen Schleckermäulchen: Marillenknödel

Knödel zählen bei mir schon seit Kindesbeinen zu meinen absoluten Leib- und Magenspeisen – egal in welcher Variante. Dummerweise hält meine bessere Hälfte von Knödeln leider gar nichts, viel zu grobschlächtig sind sie meinem feinen Franzosen…Inzwischen konnte ich ihn immerhin schon von den Vorzügen der Serviettenknödel überzeugen – sie sind ja auch nicht groß und rund…Pünktlich zur Aprikosensaison wollte ich mal wieder einen Versuch starten: Marillenknödel haben durch die Füllung schließlich auch eine ganz andere Konsistenz. Marillenknödel gibt es traditionell in zwei Varianten: mit Kartoffelteig oder mit Topfenteig. Bei uns zu Hause gab es Marillenknödel immer mit Kartoffelteig – ob das an der Südtiroler Herkunft meiner Mutter liegt? Müsste ich sie mal fragen…Bei den Bröseln habe ich mich von Kirsten von Sugar and Spice inspirieren lassen: die mit Haselnüssen gemischten Semmelbrösel sind superlecker! Und selbst mein kritischer Franzose war zunächst ganz begeistert. Nur mit der Idee einer süßen Hauptspeise konnte er sich überhaupt nicht anfreunden. Das nächste Mal gibt es also Marillenknödel zum Nachtisch.

Marillenknödel

Für ungefähr 10 Marillenknödel braucht ihr:

10 süße Aprikosen (ich: türkische)
500g mehlige Kartoffeln
1 Ei
50g Hartweizengrieß
40g Weizenmehl 550
etwas Salz

25g gemahlene Haselnüsse
50g Semmelbrösel
1-2 EL Zucker
1/2 TL Zimt
30g Butter

Die Kartoffeln dämpft ihr im Schnellkochtopf ungefähr 20 Minuten, schält sie und drückt sie durch eine Kartoffelpresse. Ihr lasst sie leicht abkühlen und knetet das Ei, das Mehl, den Hartweizengrieß und das Salz darunter, so dass ein geschmeidiger Teig entsteht.

Bei den Aprikosen entfernt ihr den Stein indem ihr mit dem Ende des Kochlöffels hindurchstecht und ihn damit herausdrückt. Falls die Aprikosen nicht so süß sind, könnt ihr einen halben Würfelzucker statt dessen in die Aprikosen legen. Da die türkischen Aprikosen sehr süß sind, habe ich darauf verzichtet.

Dann nehmt ihr ein etwas mehr als walnussgroßes Stück des Teiges, formt eine Kugel, drückt sie platt und umschließt die Aprikose komplett mit dem Teig. Wenn ihr alle Marillenknödel geformt habt, gebt ihr sie für 10-15 Minuten in siedendes, leicht gesalzenes Wasser.

Während die Knödel ziehen, zerlasst ihr die Butter, röstet darin die Semmelbrösel und die Haselnüsse mit dem Zucker und Zimt knusprig.

Die fertigen Knödel schöpft ihr aus dem Wasser, wälzt sie in den Bröseln oder gebt die Semmelbrösel darüber und könnt sie nach Lust und Laune auch noch mit etwas Puderzucker bestäuben. Guten Appetit!


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Erfrischende Erdbeer-Quark-Mousse

Die Quark-Mousse, die in verschiedenen Variationen schon bei Verena, Micha und Zorra durch die Blogs zog, stand schon länger auf meiner Nachkochliste. Nachdem ich ein halbes Kilo Erdbeeren zu Hause hatte, konnte ich mich dann aber doch nicht zurückhalten und meine Version ist deutlich erdbeeriger ausgefallen. Meinem Quarkskeptiker zuliebe habe ich auch den Quarkanteil etwas reduziert und natürlich alles nicht mit Gelatine, sondern Agar Agar gebunden. Dadurch ist die Quarkmousse nicht ganz so fest geworden, sie war aber sehr lecker und seeehr erdbeerig! Damit sie noch etwas frischer im Geschmack ist, habe ich außerdem ein bisschen Minze untergemischt. Absolut empfehlenswert!

Erdbeer Quark Mousse

Für vier kleine Gläser braucht ihr:
150g Erdbeeren + Erdbeeren zur Deko
150g Quark
100ml Schlagsahne
30g Zucker
Abrieb einer halben Zitrone
3 EL Zitronensaft
1 Stängel Minze, gehackt
4g Agar Agar (ich hatte 2,5g genommen, das war aber etwas wenig)

Die Erdbeeren püriert ihr mit dem Quark, dem Zucker, dem Zitronenabrieb und der Minze.

Die Sahne schlagt ihr steif.

Dann kocht ihr den Agar Agar im Zitronensaft und einem kleinen Schluck Wasser auf, zieht die Sahne unter den Erdbeerquark und rührt den Agar Agar unter.

Die Mousse verteilt ihr in vier Gläser und stellt sie kalt. Vor dem Servieren dekoriert ihr ein paar Erdbeeren darauf. Guten Appetit!


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schneller spanischer Karamellflan

Schon seit Längerem habe ich damit geliebäugelt mal einen Karamellflan als Nachtisch zuzubereiten, den ich in Mexiko und Spanien immer sehr gerne gegessen habe. Mich hat jedoch das Backen im Wasserbad davon abgehalten, das mir kompliziert und umständlich erschien. Gestern fand ich ein Rezept von Karlos Arguiñano, das an Unkompliziertheit kaum zu überbieten ist: der Flan wird im Dampftopf zubereitet ist und ist in wenigen Minuten fertig! Falls ihr also mal ein wirklich leckeres und schnelles Dessert braucht, kann ich euch diesen Flan nur empfehlen! Man kann ihn auch mit unterschiedlichen Zutaten wie Zitronenschale oder Orangenschale aromatisieren, ich habe gestern nur etwas Vanille dazugegeben. Es geht auch ganz ohne, denn der Karamell hat selbst ja schon ein sehr gutes Aroma!

spanischer Karamellflan

Für 10-12 kleine Flans braucht ihr:

1/2 Liter Milch
4 Eier
10 EL Zucker
etwas Vanille
etwas Wasser

Falls ihr den Flan mit Vanille, Zitronenschale oder Zimt aromatisieren wollt, solltet ihr als erstes die Milch mit dem gewünschten Aromaträger erwärmen (nicht kochen!) und wieder abkühlen lassen. Ich hatte gestern dazu keine Zeit mehr und habe die Vanille nur etwas untergerührt, man schmeckt sie dann jedoch deutlich weniger.

In einer Schüssel schlagt ihr die Eier mit 4 EL Zucker schaumig und rührt dann langsam die Milch unter. Für den Karamell gebt ihr 6 EL Zucker in eine Pfanne und schüttet 6 EL Wasser hinzu. Diese Mischung erhitzt ihr bis sie karamelisiert. Versucht nicht den Zucker umzurühren, sonst bleibt er nur am Löffel kleben. Der Karamell verflüssigt sich von selbst! Ihr müsst nur den richtigen Zeitpunkt abpassen. Der Karamell sollte schon schön braun sein, aber nicht anbrennen. Den fertigen Karamell verteilt ihr auf den Boden der Förmchen (ich habe Muffinförmchen aus Silikon verwendet, ihr könnt aber auch – wie Karlos Arguiñano eine größere runde Glasauflaufform verwenden).

Sobald der Karamell etwas abgekühlt ist, gebt ihr darauf die Eier-Milch-Mischung. Füllt die Förmchen gut voll, der Flan verliert etwas an Höhe beim Kochen und wird sonst sehr klein. In den Dampftopf schüttet ihr einen Daumen dick Wasser und stellt die Förmchen in das Einlegesieb.

Den Flan kocht ihr 4-5 Minuten im Dampftopf auf Stufe 2 (gezählt ab dem Moment in dem der Dampftopf voll erhitzt ist). Wenn ihr überprüfen wollt, ob der Flan schon fertig ist, könnt ihr mit einem Zahnstocher hineinstechen. Wenn keine Masse hängenbleibt, ist er fertig. Er wirkt frisch aus dem Topf noch sehr weich, er wird nach dem Abkühlen aber etwas fester. Die Förmchen stellt ihr in den Kühlschrank und kippt sie erst kurz vor dem Servieren auf den Teller. Der Karamell wird nach dem Abkühlen nicht mehr hart, ihr müsst nur mit dem Messer etwas am Rand des Förmchens entlangfahren, damit der Flan sich gut daraus löst. Buen provecho!