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Französischer Spargelendspurt: bretonische Galettes mit Spargel und Lachsmousse

9 Kommentare

Als die französische Frau eines lieben Kollegen mein Rezept für bretonische Galettes auf dem Blog fand, meldete sie sich sofort mit einem Tipp bei mir: in der Bretagne würde man nur Wasser und keine Milch im Teig verwenden, damit er schön knusprig wird. Da hatte sie natürlich genau die Schwachstelle getroffen: mit der Knusprigkeit war ich bisher noch nicht richtig zufrieden gewesen…Ich ersetzte also die Milch durch Wasser und war gespannt! Und siehe da – ihr müsst nur die Fotos vergleichen – die Galettes wurden um Längen knuspriger und bekamen auch eine viel hübschere goldbraune Farbe. Jetzt muss ich nur noch lernen den Teig gleichmäßiger zu verteilen…
Für die Füllung habe ich eine einfache Lachsmousse zubereitet und diese mit grünem Spargel kombiniert. Die Mischung war ausgesprochen köstlich – also beeilt euch, bevor die Spargelsaison endgültig vorbei ist!

Galettes mit Lachsmousse und Spargel

Für 2-3 Personen (ca. 5-6 Galettes) braucht ihr:

Für den Teig:
250g farine de blé noir bzw. farine de sarrasin (Buchweizenmehl)
1 Teelöffel Meersalz
1 Ei
ca. 490 ml Wasser

Für die Füllung:
200g Räucherlachs
100g Sauerrahm
etwas Dill
Pfeffer (ggf. Salz)
500g Spargel

Für den Teig gebt ihr die trockenen Zutaten und das Ei in eine große Rührschüssel und fügt progressiv die gesalzene Flüssigkeit unter stetigem Rühren mit dem Schneebesen hinzu. Es sollte ein relativ flüssiger Pfannkuchenteig entstehen. Das fehlende Gluten im Buchweizen erschwert das Binden des Teiges. Wichtig ist daher eine lange Teigruhe, am besten 24 Stunden im Kühlschrank, daher bereitet ihr den Teig am besten am Vortag zu.

Für die Füllung mixt ihr den Lachs mit dem Sauerrahm und etwas Dill und schmeckt mit dem Pfeffer und ggf. etwas Salz ab.

Den Spargel schält ihr, dünstet ihn mit ganz wenig Wasser und etwas Salz zugedeckt in einer Pfanne bissfest und schneidet ihn dann in kleine Stücke. Nur die Spitzen lasst ihr für die Dekoration etwas länger.

Die Galettes werden auf der Crêpesplatte, einer Plancha oder in einer Pfanne nur mit minimalem Fetteinsatz gebacken. Ich habe meine Plancha leicht mit einem Küchenpapier mit etwas Sonnenblumenöl eingerieben (Butter wäre vermutlich originaler, aber ich hatte Angst, dass sie zu schnell braun wird). Mit einer Schöpfkelle gebt ihr den Teig auf die Plancha oder in die Pfanne und verteilt ihn durch Kreisen der Pfanne oder mit einem Crêpes-Spatel dünn. Sobald die Galette auf einer Seite gebräunt ist, dreht ihr sie um und lasst sie auch dort etwas bräunen.

Nun dreht ihr die Galette nochmal um, so dass die schöne Seite nach unten liegt, füllt sie in der Mitte mit der Lachsmousse und den Spargelstückchen und schlagt die Seiten von allen vier Seiten ein. Damit sie knusprig bleiben, solltet ihr sie sofort mit einem kühlen Glas Cidre servieren. Wenn ihr mehrere Galettes gleichzeitig servieren wollt, füllt ihr sie erst zum Schluss und wärmt sie zuvor nochmal kurz auf. Bon appétit!

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9 Kommentare zu “Französischer Spargelendspurt: bretonische Galettes mit Spargel und Lachsmousse

  1. Vielleicht lege ich mir doch noch eine Plancha zu… meine Edelstahl-Pfanne braucht doch etwas mehr Fett als für so zarte Gebilde angebracht. Und ich liebe Pfannkuchen aller Art… besonders mit Spargel. Sehr fein!

  2. Galette, noch nie gemacht. Sehen aber äußerst köstlich aus! 🙂
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Ein tolles Rezept, und der Teller schaut echt einladend aus, da hätte ich jetzt gerne ein paar Happen davon 🙂 Ja, mit solchen Tipps aus erster Hand ist man stets gut bedient. Ich werde mir das jedenfalls merken, meine Omeletten bereite ich nämlich jeweils auch mit Milch zu – bin gespannt, ob der Effekt der selbe sein wird!

  4. Tolles Rezept! Ich liebe Crepes und Galettes.
    Hier in Maine gibt es übrigens eine besondere Art von Buchweizenpfannkuchen, Ployes, eine Tradition der französisch-kanadischen Acadiens (Maine hat eine französischsprachige Minderheit). Sie werden aus milderem, weissem Buchweizen (eine Albinosorte) gemacht, erinnern aber in der Konsistenz mehr an Pfannkuchen als an Galettes.

  5. Köstlich, liebe Melanie! Ich gestehe, dass ich weiche Galette eigentlich ganz gern mag (und ich kenne sie eigentlich auch nur so). Aber Deine Knusper-Variante sieht so verführerisch aus, dass ich das auch mal probieren werde. Lieben Gruß!

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