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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Lachsforelle mit Passe-Pierres, glacierten Petersilienwurzeln , Pastinakenpüree und Mojo verde

Heute morgen kamen wir von einem wunderbaren Pfingstwochenende in Budapest zurück (Bericht folgt), im Gepäck auch noch etwas Gemüse, das wir auf dem Markt am Lehel tér erstanden hatten. Der dortige Markt wird fast ausschließlich von Budapestern besucht und ist daher nicht so touristisch wie die zentrale Markthalle – aber für Genießer wie uns viel ergiebiger. Unzählige Stände verkaufen alles Gemüse und Obst, das in Ungarn gerade Saison hat – frisch und zu unschlagbaren Preisen.

Zum ersten Mal wurde mir dort wirklich klar, weshalb Petersilienwurzel so heißt: die Wurzeln hatten oben noch das Petersiliengrün daran, so frisch und zart, dass man wirklich beides gemeinsam verwenden konnte! Diese und die Karotten hatten wir nicht mehr geschafft vor Ort zu verarbeiten, so dass sie erst heute abend in den Kochtopf wanderten. Dazu passten wunderbar die Lachsforelle und die Passe-Pierres, denen ich am Fischstand nicht widerstehen konnte. Die Passe-pierres auch Salicorne oder Queller genannt, die an den Verlandungszonen der Küsten wachsen, sind eine wunderbar knackige und würzige Beilage. Eine absolute Empfehlung, falls ihr sie noch nie probiert habt!

Lachsforelle mit Passe Pierre, Petersilienwurzeln und mojo verde

Für zwei Personen braucht ihr:

2 Filets der Lachsforelle (ich habe sie selbst filetiert), in je drei Teile geschnitten
ein kleiner Bund junger Petersilienwurzeln mit Grün
3 junge Karotten
1 Pastinake
60g Passe Pierres
1 Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer
etwas Zucker
Olivenöl

Zuerst hacken wir für den mojo verde eine Handvoll Petersiliengrün (ich habe einfach das Grün der Petersilienwurzel verwendet, das etwas größer ist als normale glatte Petersile) mit einer Knoblauchzehe, einem Schuss Olivenöl und etwas Salz.

Dann schälen und schneiden wir die Pastinake in Stücke, dünsten sie mit ganz wenig Wasser zugedeckt in einem Topf weich und pürieren sie mit etwas Salz.

Währenddessen schälen wir die Petersilienwurzeln und die Karotten und halbieren sie der Länge nach. In etwas Olivenöl braten wir sie zugedeckt weich und drehen sie ein paar Mal um, damit sie nicht anbrennen. Wenn sie weich sind, streuen wir etwas Zucker darüber und lassen sie glacieren.

Kurz bevor die Petersilienwurzeln und Möhren weich sind, braten wir die Lachsfilets auf der Hautseite scharf an und geben sie für ein paar Minuten in den auf 120 Grad vorgeheizten Backofen bis sie nicht mehr glasig sind.

Zum Schluss braten wir kurz die Passe Pierres in etwas Olivenöl an und schmecken sie mit etwas Pfeffer ab (Salzen muss man sie nicht, da sie durch die Nähe zum Meer schon etwas salzig sind).

Auf einem Teller richten wir alles zusammen an und servieren es mit einem Stück Ciabatta oder Baguette. Lasst es euch schmecken!

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