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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Jetzt auch in Berlin auf der Bistrokarte: Fregola Sarda mit Artischocken und Erbsen

Die bunten Fregola scheinen das Zeug zum Blogbuster zu haben: Kaum erschienen sie das erste Mal im schweizer Bistro von Robert, wurden sie schon von Eva nachgekocht und für so gut beschieden, dass ich mich auch nicht mehr zurückhalten konnte. Und zu Recht: die hübschen sardischen Kügelchen vertragen sich bestens mit dem frühlingsfrischen Gemüse. Ich hatte ein ähnliches Problem wie Eva: richtig schöne Artischocken waren leider nicht aufzutreiben, daher habe ich nur eine gekauft und dafür das Ganze mit ein paar Zuckerschoten und Kirschtomaten aufgehübscht. Da fehlt dann auch der Speck kein bisschen! Jetzt sind nur leider meine Fregola aus…

Fregola Sarda mit Artischocken, Erbsen und Zuckerschoten

Für zwei Personen braucht ihr:
250g Fregola Sarda
500ml Gemüsebrühe
1-3 Artischocken (ich: 1)
250g Erbsenschoten
75g Zuckerschoten
150g Kirschtomaten
2 Lauchzwiebeln
2 frische Knoblauchzehen
1 Stückchen Pepperoni (je nach Schärfe und Vorliebe)
10-15 Blätter Minze
70g Feta
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Zuerst puhlt ihr die Erbsen aus den Schoten und gebt sie in ein Schüsselchen.
Dann schneidet ihr alle harten Blätter der Artischocke außen weg, kappt die Spitze und entfernt ggf. inn das Stroh, so dass nur das Artischockenherz übrig bleibt. (Die äußeren Blätter könnt ihr als Vorspeise im Schnellkochtopf dämpfen). Das bzw. die Artischockenherzen schneidet ihr in schmale Streifen.

Bei den Zuckerschoten schneidet ihr den Ansatz ab und teilt sie in drei bis vier Stücke.

Die Kirschtomaten viertelt ihr, die Lauchzwiebeln schneidet ihr in Ringe und die Knoblauchzehen und die Pepperoni hackt ihr fein. Die Minze schneidet ihr in feine Streifen und den Feta in kleine Würfel.

Nun gebt ihr die Fregola in einen Topf mit der kochenenden Gemüsebrühe und lasst sie kochen bis sie al dente sind. Die Flüssigkeit müsste am Schluss fast aufgesogen sein.

Währenddessen erhitzt ihr etwas Olivenöl in einer Pfanne, gebt die Lauchzwiebeln, den Knoblauch und Peperoni hinein und schwitzt sie an. Dann gebt ihr die Artischocke dazu, gießt ein paar EL Gemüsebrühe auf und lasst sie zugedeckt dünsten bis sie fast weich ist. Nach einigen Minuten gebt ihr die Erbsen dazu und kurz bevor die Artischocken weich sind die Zuckerschoten. Kurz vor Schluss kommen die Kirschtomaten dazu und werden kurz angeschwitzt.

Nun rührt ihr die Fregola Sarda und die Minze unter das Gemüse, hebt den Feta unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Buon appetito!

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Carciofi al forno – überbackene Artischocken

Seit gestern abend sind wir wieder aus unserem Italienurlaub zurück und versuchen uns an die herbstliche Kälte zu gewöhnen. Wunderschön und immer noch sommerlich war es in Latium – sobald die Fotos sortiert sind, bekommt ihr noch einen ausführlichen Bericht. Wir haben die 10 Tage so geschlemmt: überall lauterten kulinatische Köstlichkeiten! An den knackigen Artischocken in einem kleinen Gemüseladen in Terracina konnte ich einfach nicht vorbeigehen, so frische habe ich in Deutschland noch nie gesehen. Und das Rezept, das ich hier gefunden habe, war ausgesprochen lecker. Ihr müsst mir nur die Fotoqualität verzeihen, da die Wände in der Ferienwohnung gelb gestrichen waren, konnte ich nur indirekt über die Decke blitzen…
Carciofi al Forno - überbackene Artischocken

Als Vorspeise für zwei bis vier Personen braucht ihr:

4 kleine italienische Artischocken
75 g Pecorino-Käse (ich: halb Parmigiano Reggiano und ein trockener italienischer Schafskäse)
1 große Zehe Knoblauch
Petersilie
2 EL Semmelbrösel
Saft einer halben Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Ihr entfernt die äußeren, dunkleren, harten Artischockenblätter, schneidet das obere Drittel der Artischocke ab, halbiert sie und legt sie bis alle geschält sind in Zitronenwasser. Sind die Artischocken frisch und jung, kann man auch die Stile verwenden. Dazu schält man sie gut, so dass nur das weiße Innere übrig bleibt.

In etwas Olivenöl bratet ihr die Artischockenhälften (und ggf. die Stile) an und gießt etwas gesalzenes Zitronenwasser darüber, so dass sie gerade knapp bedeckt sind. Darin lasst ihr sie zugedeckt weichkochen.

Während die Artischocken kochen, reibt ihr den Käse und hackt die Petersilie und den Knoblauch.

Dann legt ihr die Artischocken mit der geschnittenen Seite nach unten in eine mit Olivenöl eingefettete Backform (die Stiele gegebenenfalls dazu), salzt und pfeffert sie und bestreut sie mit der Mischung aus Käse, Petersilie und Knoblauch.

Darüber streut ihr die Semmelbrösel und überbackt sie ungefähr 15 Minuten im Backofen (die Temperatur kann ich euch leider nicht sagen, da ich in der Ferienwohnung einen Gasofen hatte, ich vermute ungefähr 180-200 Grad). Buon appetito!


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Pasta mit Artischocken und Radieschengrün-Bärlauch-Sauce

Ich habe lange überlegt, wie ich das Rezept nennen soll: Pasta mit Frühlingsallerei klingt aber nicht so verlockend und wird ihr absolut nicht gerecht 😉 Daher habe ich mich bei der Namensgebung dann doch an die zwei herausstechendsten Geschmackskomponenten gehalten. Beim Mischen der Sauce solltet ihr darauf achten, dass die Radieschengrün-Bärlauch-Sauce nicht zu dominant wird, um den feinen Artischockengeschmack nicht zu übertünchen. Ich habe die Kräuter zuerst nur vorsichtig dazugegeben und dann nochmal abgeschmeckt. So hat die Sauce einen wunderbaren Hintergrund für den Artischockengeschmack abgegeben ohne ihn zu übertünchen, aber ich kann euch leider keine ganz exakte Menge für das Rezept geben.

Pasta mit Artischocken und Radieschengrün-Bärlauch-Sauce

Für drei Personen braucht ihr:

Für die Pasta:
150g Weizenmehl Typ 550
100g Hartweizengrieß
50g Emmervollkornmehl
3 Eier

Für das Gemüse:
3 Artischocken (am besten kleine italienische)
2 Karotten
4 Radieschen (können auch etwas mehr sein, ich wollte zuerst mal ausprobieren wie sie gebraten schmecken: sehr lecker!)
100g frischer, junger Spinat
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Für die Sauce:
ca. 10 Blätter Bärlauch
ca. 15 Blätter Radieschengrün
etwas Olivenöl
2 EL Crème fraîche
Salz und Pfeffer

Für die Pasta knetet ihr die Zutaten zu einem glatten Teig und verarbeitet sie entweder in einer Pastamaschine (ich: Kenwood Pasta Fresca) oder mit dem Nudelholz und dem Messer.

Für die Sauce hackt ihr die Kräuter fein, rührt ein klein wenig Olivenöl und Salz unter und stellt sie zur Seite.

Dann schält und schneidet ihr die Artischocken wie hier dargestellt. Die äußeren Blätter könnt ihr später dünsten und mit Vinaigrette als Vorspeise vernaschen, damit ihr sie nicht wegschmeißen müsst. Bein Schälen dürft ihr nicht zu geizig sein, damit keine zähen Blätter mehr übrig bleiben!

Während ihr die Artischocken in etwas Olivenöl mit geschlossenem Deckel in einer Pfanne andünstet, schneidet ihr die Karotten in kleine Stücke und die Radieschen in Scheiben. Nach ungefähr fünf Minuten gebt ihr die Karotten dazu und lasst es weiterdünsten. Eventuell müsst ihr noch ein paar EL Wasser dazugeben, damit das Gemüse nicht anbrennnt. Dann wascht ihr den Spinat und schneidet ihn in breite Streifen. Nach weiteren fünf Minuten gebt ihr die Radieschen dazu und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Sobald das Gemüse weich ist, gebt ihr den Spinat und etwas geriebene Muskatnuss darauf und lasst ihn bei geschlossenem Deckel zusammenfallen. Die Zutaten für die Sauce habe ich kurz vor Ende der Garzeit in einem extra Topf aufgekocht, ihr könnt die Zutaten für die Sauce aber auch einfach unterrühren, sie vermischen sich dann nur etwas schwieriger. Zum Schluss kocht ihr die Pasta in Salzwasser ein paar Minuten bis sie al dente ist und mischt sie unter das Gemüse. Buon appetito!


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Frühling lässt sein blaues Band…grünes Frühlingsrisotto!

Meine Frühlingsgelüste werden jeden Tag stärker und ich leide inzwischen ganz schön, wenn ich die ganzen großartigen Spargelrezepte auf allen Blogs sehe und mich dann im Laden doch nur wieder die traurigen Köpfchen der ausgetrockneten griechischen Spargel ansehen…Ich habe dann mit großem Murren und Knurren im Bioladen doch nur ein bisschen Rote Bete mitgenommen. Nix gegen Rote Bete, aber nach einem so langen Winter kann ich sie wirklich nicht mehr sehen…Also noch rein in den Biosupermarkt und: wieder kein Spargel…aber: wenigstens ein paar wirklich ganz ansehnliche Artischocken. Dazu habe ich noch alles aufgekauft was irgendwie nach Frühling aussah und zu einem wirklich sehr köstlichen Risotto verarbeitet. Das Ergebnis hat mich dann doch wieder versöhnt, ich kann noch ein paar Tage auf den Spargel warten…
Frühlingsrisotto mit Artischocken u.a.

Für zwei Personen braucht ihr:

1 1/2 kleine Tassen Risottoreis
2 Artischocken (ich hatte mittelgroße spanische, kleine italienische wären natürlich noch besser)
2 große Frühlingszwiebeln
1 winziger Bund roter Mangold
1 kleiner Kohlrabi mit Blättern
eine Handvoll Erbsen (meine waren tiefgekühlt, ich gebe es zu…)
etwas frische Minze, gehackt
100ml trockener Weißwein
ca. 1l Gemüsebrühe
50g geriebener Pecorino
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Zuerst schält und schneidet ihr die Artischocken wie hier dargestellt. Die äußeren Blätter könnt ihr später dünsten und mit Vinaigrette als Vorspeise vernaschen, damit ihr sie nicht wegschmeißen müsst. Bein Schälen dürft ihr nicht zu geizig sein, damit keine zähen Blätter mehr übrig bleiben! Dann schneidet ihr die Frühlingsziebeln in kleine Würfel und den Mangold und den Kohlrabi in kleine Stücke. Wusstet ihr schon, dass beim Kohlrabi die meisten Vitamine in den Blättern sitzen und sie sehr schmackhaft sind? Schmeißt sie daher nicht weg, sondern schneidet sie ebenfalls in dünne Streifen.

Dann bratet ihr die Artischocken ungefähr fünf Minuten in etwas Olivenöl an und leget sie beiseite. Dann dünstet ihr die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig, fügt dann den Reis hinzu und rührt ihn bis er glasig wird. Nun gießt ihr ihn mit dem Weißwein auf und lasst die Flüssigkeit einkochen. Anschließend fügt ihr die Artschocken wieder dazu, gießt ungefähr ein Drittel der Gemüsebrühe auf und lasst es einige Minuten köcheln. Dann gebt ihr den Kohlrabi und etwas später auch den Mangold und die Kohlrabiblätter dazu und rührt immer wieder um. Wenn die Flüssigkeit eingekocht ist gießt ihr etwas neue Flüssigkeit an, bis der Reis nur noch einen kleinen harten Kern hat. Kurz vor Ende der Garzeit gebt ihr die Erbsen und die Minze hinzu. Dann nehmt ihr das Risotto vom Herd, rührt den Pecorino unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Buon appetito!


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Artischocken-Risotto

Risotto in allen Formen gehört zu meinen absoluten Lieblingsgerichten: einfach und schnell gekocht, in unzähligen Varianten verfügbar und immer köstlich! Für das Artischocken-Risotto benötigt ihr nur die Artischockenherzen, die abgeschnittenen Blätter könnt ihr separat im Dampftopf weichgaren und den weichen Teil der Blätter mit etwas Vinegrette als einfache Vorspeise genießen. So vermeidet ihr es die halbe Artischocke wegzuschmeißen. Ich war heute trotzdem etwas zu sparsam und es fanden sich noch einige recht zähe Blättchen im Risotto. Es ist etwas nervig, wenn man mehr mit Aussortieren als mit Essen beschäftigt ist… Seid also mutiger und lasst wirklich nur das zarte Herz übrig!

Artischockenrisotto

Für zwei Personen benötigt ihr:
1 1/2 Tassen Risottoreis (z.B. Sorte Arborio)
3 mittlere Artischocken (oder dementsprechend mehr kleine)
1/2 Zwiebel
ca. 1 Liter Gemüsebrühe
100ml Weißwein
Olivenöl
Salz und Pfeffer
50g frisch geriebener Parmesan

Zuerst schält und schneidet ihr die Artischocken wir hier dargestellt, so dass nur das zarte Herz übrig bleibt. Dann erhitzt ihr etwas Öl in einem Topf und dünstet die Zwiebel an. Nach ungefähr einer Minute gebt ihr die Artischockenscheiben dazu und lasst sie einige Minuten anbraten. Dann mischt ihr den Reis darunter. Sobald er glasig wird, gießt ihr den Wein an und lasst die Flüssigkeit einkochen. Dann gebt ihr etwas Gemüsebrühe dazu und lasst sie unter Rühren einkochen. Wenn ihr faul seid, gebt ruhig ein Drittel bis die Hälfte der Brühe gleich am Anfang dazu und lasst alles in Ruhe einköcheln, ich habe in Italien festgestellt, dass es die Italiener mit dem ständigen Aufgießen und Rühren auch nicht so genau nehmen…Danach gießt ihr immer wieder etwas Brühe nach und lasst sie unter Rühren einkochen, damit der Reis schön sämig wird. Wenn der Reis nur noch einen kleinen festen Kern hat, müssten auch die Artischocken weich sein. Dann hebt ihr nur noch den Parmesan unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Buon appetito!