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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Bärlauchpasta mit Löwenzahn

Simone feiert mit ihrem wunderschönen Blog S-Küche ihren ersten Blog-Geburtstag. Zur Feier des Tages wünscht sie sich regionale, saisonale Gerichte. Der April ist ja nicht gerade der dankbarste Monat, um regional zu kochen. Aber zumindest die ersten Frühlingsboten fangen an zu spriesen und man muss sie nur draußen einsammeln. Zwei davon habe ich in meinem Rezept verwendet: die Pasta selbst bekam durch etwas Bärlauchpesto eine schöne Farbe und ein herzhaftes Aroma. Das Pesto stammte bei mir zwar noch vom letzte Jahr (und ist nichtmal selbstgemacht, sonder von meiner Mutter), aber die neue Bärlauchsaison läuft ja schon auf Hochtouren…Der Löwenzahn wirkt sowohl äußerlich als auch mit seiner Bitternote wie die kleine Schwester der italienischen Puntarelle (die ja in älterem Stadtium ohne die Spitzen auch in den türkischen Supermärkten als Löwenzahn verkauft wird), was mich dazu verführt hat, ihn ähnlich zu verarbeiten. Eine gute Entscheidung! Löwenzahn wird in Zukunft sicherlich häufiger gesammelt und zu Pasta serviert!

Pasta mit Löwenzahn

Für zwei Personen braucht ihr:
Für die Pasta:
170g Mehl
50g Hartweizenmehl
2 Eier
1 EL Bärlauchpesto (alternativ: mit etws Öl pürierter Bärlauch)

Für die Sauce:
150-200g Löwenzahn
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
2 Sardellen
2 TL Strattù (sizilianisches Tomatenmark)
ein paar getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
100ml Weißwein
Rosinen
Mandeln (alternativ: Pinienkerne)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Parmesan

Für die Pasta verknetet ihr die Zutaten und verarbeitet sie in der Pastamaschine (ich: Casarecce-Pastaaufsatz der Kenwood).

Für die Sauce wascht ihr den Löwenzahn mehrmals gut und schneidet ihn in 2-3 cm lange Stücke. Falls noch Knospen darin versteckt sind, schneidet ihr sie vorsichtig heraus und legt sie beiseite. Ein 2-3 cm langes Stück der Wurzel schält ihr und hackt sie fein.

Dann schält und hackt ihr die Knoblauchzehe und die Zwiebeln und dünstet sie in Olivenöl an. Dann gebt ihr die kleingeschnittenen Sardellen dazu und lasst sie zerfallen. Die Löwenzahnknospen und die Wurzel lasst ihr kurz anbraten.

Nun gießt ihr mit dem Weißwein auf, rührt das Strattù und die getrockneten Tomaten unter und lasst es kurz einköcheln. Dann rührt ihr den Löwenzahn und Rosinen unter und lasst ihn kurz weichkochen.

Währenddessen röstet ihr die Manden oder Pinienkerne und kocht die Pasta in Salzwasser al dente und gießt sie ab.

Zum Schluss rührt ihr die Pasta unter die Löwenzahnsauce, lasst sie kurz ziehen und serviert sie mit den Mandeln und Parmesan. Buon appetito!

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)


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Spargelquiche mit Bärlauch und Lachs

Schon seit Wochen habe ich Lust auf eine Spargelquiche, aber zuerst gab es ja gefühlte Ewigkeiten noch keinen deutschen Spargel und dann hatte ich keine Zeit – ein bisschen zeitaufwendig ist sie ja schon. Heute standen dann endlich die Sterne günstig und ich konnte sogar ein halbes Kilo Beelitzer Spargel am Spargelstand für sagenhafte 1,50 Euro ergattern. Da bleib dann auch genug Geld für den frischen Biolachs übrig 😉 Ich hatte ich noch eine Menge Bärlauch übrig, der mit dem restlichen Radieschengrün ebenfalls unter die Quiche wanderte. Wie schon im Risotto, war ich von der Spargel-Bärlauch-Kombination äußerst angetan. In der angegebenen Menge dominiert er auch nicht zu stark, sondern gibt einen würzigen Hintergrund für den feinen Spargelgeschmack ab.

Spargelquiche mit Bärlauch und Lachs

Für eine Quiche braucht ihr:

Für den Teig:
100g Dinkelvollkornmehl
100g Dinkelmehl Typ 630
80g Butter
1 Ei
3 EL Milch
2 Prisen Salz

Für die Füllung:
500g weißen Spargel
100-150g frischer Bio-Lachs
35g gehackter Bärlauch
1/2 gehackter Bund Radieschengrün
4 Eier
200g saure Sahne
Salz und Pfeffer

Für den Teig knetet ihr alle Zutaten mit der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten Teig und stellt ihn mindestens eine halbe Stunde kalt.

Dann schält ihr den Spargel und lasst ihn in einer abgedeckten Pfanne mit 2 EL Wasser und etwas Salz bissfest dünsten. Die Saure Sahne schlagt ihr mit den Eiern gut schaumig, rührt den Bärlauch und das Radieschengrün unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.

Nun heizt ihr den Backofen auf 200 Grad Pizzastufe oder Ober- und Unterhitze vor, wallt den Teig aus und legt ihn in eine Tarteform. Falls ihr keine gute Unterhitze habt, müsst ihr den Teig eventuell zuerst blind backen, bei meinem Backofen wird er auch so knusprig. Auf den Teig legt ihr die Hälfte des Spargels, in die Zwischenräume den Lachs und gießt dann die Sauce darüber. Die zweite Hälfte des Spargels legt ihr darauf. Ihr könnt natürlich auch allen Spargel unter die Sauce legen, er bleibt dann etwas saftiger, sieht aber etwas weniger hübsch aus. Die Quiche schiebt ihr für ungefähr 40 Minuten in den Ofen bis sie goldgelb gebräunt ist und sich die Füllung leicht anhebt. Bon appétit!


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Pasta mit Artischocken und Radieschengrün-Bärlauch-Sauce

Ich habe lange überlegt, wie ich das Rezept nennen soll: Pasta mit Frühlingsallerei klingt aber nicht so verlockend und wird ihr absolut nicht gerecht 😉 Daher habe ich mich bei der Namensgebung dann doch an die zwei herausstechendsten Geschmackskomponenten gehalten. Beim Mischen der Sauce solltet ihr darauf achten, dass die Radieschengrün-Bärlauch-Sauce nicht zu dominant wird, um den feinen Artischockengeschmack nicht zu übertünchen. Ich habe die Kräuter zuerst nur vorsichtig dazugegeben und dann nochmal abgeschmeckt. So hat die Sauce einen wunderbaren Hintergrund für den Artischockengeschmack abgegeben ohne ihn zu übertünchen, aber ich kann euch leider keine ganz exakte Menge für das Rezept geben.

Pasta mit Artischocken und Radieschengrün-Bärlauch-Sauce

Für drei Personen braucht ihr:

Für die Pasta:
150g Weizenmehl Typ 550
100g Hartweizengrieß
50g Emmervollkornmehl
3 Eier

Für das Gemüse:
3 Artischocken (am besten kleine italienische)
2 Karotten
4 Radieschen (können auch etwas mehr sein, ich wollte zuerst mal ausprobieren wie sie gebraten schmecken: sehr lecker!)
100g frischer, junger Spinat
Salz und Pfeffer
Muskatnuss

Für die Sauce:
ca. 10 Blätter Bärlauch
ca. 15 Blätter Radieschengrün
etwas Olivenöl
2 EL Crème fraîche
Salz und Pfeffer

Für die Pasta knetet ihr die Zutaten zu einem glatten Teig und verarbeitet sie entweder in einer Pastamaschine (ich: Kenwood Pasta Fresca) oder mit dem Nudelholz und dem Messer.

Für die Sauce hackt ihr die Kräuter fein, rührt ein klein wenig Olivenöl und Salz unter und stellt sie zur Seite.

Dann schält und schneidet ihr die Artischocken wie hier dargestellt. Die äußeren Blätter könnt ihr später dünsten und mit Vinaigrette als Vorspeise vernaschen, damit ihr sie nicht wegschmeißen müsst. Bein Schälen dürft ihr nicht zu geizig sein, damit keine zähen Blätter mehr übrig bleiben!

Während ihr die Artischocken in etwas Olivenöl mit geschlossenem Deckel in einer Pfanne andünstet, schneidet ihr die Karotten in kleine Stücke und die Radieschen in Scheiben. Nach ungefähr fünf Minuten gebt ihr die Karotten dazu und lasst es weiterdünsten. Eventuell müsst ihr noch ein paar EL Wasser dazugeben, damit das Gemüse nicht anbrennnt. Dann wascht ihr den Spinat und schneidet ihn in breite Streifen. Nach weiteren fünf Minuten gebt ihr die Radieschen dazu und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Sobald das Gemüse weich ist, gebt ihr den Spinat und etwas geriebene Muskatnuss darauf und lasst ihn bei geschlossenem Deckel zusammenfallen. Die Zutaten für die Sauce habe ich kurz vor Ende der Garzeit in einem extra Topf aufgekocht, ihr könnt die Zutaten für die Sauce aber auch einfach unterrühren, sie vermischen sich dann nur etwas schwieriger. Zum Schluss kocht ihr die Pasta in Salzwasser ein paar Minuten bis sie al dente ist und mischt sie unter das Gemüse. Buon appetito!