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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Sauerkraut-Tarte mit Lachs

Bei Marie von Echtes Essen sah ich vor kurzem eine Sauerkraut-Tarte. Damit war die Entscheidung gefallen, was ich mit dem Sauerkraut, das noch im Kühschrank auf Verwendung wartete, anstellen könnte. Das Rezept habe ich etwas abgewandelt. Den Teig und die Eierfüllung habe ich von meinem Zwiebelkuchen geklaut und außerdem habe ich noch etwas Stremellachs untergerührt, das der Tarte einen leckeren, zusätzlichen Aromaschub gab. Zum Abschluss der kulinarischen Winterzeit noch richtig schönes Soulfood, das sofort noch bei Dorothée von Bushcooks Kitchen eingereicht wird!

Sauerkraut-Tarte mit Lachs

Für eine Sauerkraut-Tarte braucht ihr:
Für den Hefeteig:
250g Mehl
1,5 g Trockenhefe
150 ml Wasser
1 EL Olivenöl

Für die Füllung:
500g Frischkostsauerkraut
1/2 Apfel, klein gewürfelt
4 Eier (M)
200 ml Saure Sahne
100 g Stremellachs
etwas Butter
Salz und Pfeffer

Die Zutaten für den Teig am Morgen zusammenkneten. Kurz bei Zimmertemperatur anspringen lassen und dann bis zum Abend in den Kühlschrank stellen.

Abends das Sauerkraut in etwas Butter in einer Pfanne dünsten lassen, nach einigen Minuten den Apfel unterrühren, bis es weich ist.

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze oder Pizzastufe vorheizen.

Den Teig auswallen und in eine Tarteform legen, so dass er bis zum Rand die Form ausfüllt.

Das Sauerkraut etwas auskühlen lassen. Die Eier trennen. Dann Sauerrahm und Eigelb und den kleingeschnittenen Lachs unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Eiweiß mit etwas Salz steif schlagen und unterheben.

Die Sauerkrautmasse auf dem Teig verteilen und ungefähr 40 Minuten backen bis die Sauerkraut-Tarte schön goldgelb und in der Mitte nicht mehr flüssig ist. Lasst es euch schmecken!

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Rösti-Törtchen mit Sekt-Sauerkraut und geräucherter Forelle

Beim Besuch von Verwandten wurde ich an den Brauch erinnert, an Neujahr Sauerkraut zu essen damit das Geld – und das Glück – nicht ausgeht. Beides kann man schließlich immer brauchen! Passenderweise verehrte mir meine Mutter eine frisch geräucherte Forelle, die sie von ihrem Nachbarn geschenkt bekommen hat. Und wie ich aus dem Elsass noch in guter Erinnerung habe, passen Sauerkraut und geräucherter Fisch schließlich perfekt zusammen. Zur Feier des Tages darf an Neujahr selbst Sauerkraut durchaus etwas schicker sein – wie praktisch, dass von gestern abend noch Sekt übrig war! Zusammen mit den Kartoffelröstis, dem Himbeercoulis und dem Apfelmus ergab sich eine perfekt austarierte Kombination, die selbst Sauerkrautskeptikern schmecken müsste. Das Knusprige der Rösti ergänzte sich perfekt mit der weichen Konistenz des Sauerkrauts. So edel kommt Sauerkraut selten daher…

Rösti-Törtchen mit Sauerkraut und geräucherter Forelle

Für zwei hungrige Personen braucht ihr:
Für das Sauerkraut:
500g gutes (Bio-)Frischkostsauerkraut, gut abgetropft
1 klein gehackte Zwiebel
1/2 EL Honig
2 EL Cranberries
100ml (Riesling-)Sekt
etwas Kümmel
Olivenöl

Für das Apfelmus:
1 süß-säuerlicher Apfel (ich: Sorte Topaz)
1/2 EL Zucker
10g Butter
ein Schuss Weißwein
ein paar Tropfen Limette
1/2 Anisstern
1 Nelke

Für den Himbeercoulis:
3 EL gefrorene Himbeeren (aufgetaut)
1 Prise Salz
etwas Langer Pfeffer

Für die Rösti:
500g mehlige Kartoffeln
Salz

Dazu:
1 geräucherte Forelle, filetiert
etwas gemischter Salat (ich: Feldsalat, Rauke und Radicchio)

Die Zwiebel dünstet ihr in etwas Olivenöl glasig und lasst anschließend den Honig damit karamelisieren. Nun gebt ihr das Sauerkraut dazu, gießt den Sekt auf, rührt den Kümmel und die Cranberries unter und lasst das Sauerkraut ungefähr 20 Minuten zugedeckt dünsten. Wenn der Sekt verdunstet ist, gebt ihr noch etwas Wasser dazu, damit es nicht zu trocken wird und nicht anbrennt.

Nun schält ihr den Apfel und schneidet ihn in Stücke. Den Zucker lasst ihr mit der Butter karamelisieren. Sobald der Zucker flüssig und leicht bräunlich ist, gebt ihr die Apfelstücke und die Gewürze dazu, gießt es mit dem Wein auf und gebt den Limettensaft dazu. Zugedeckt lasst ihr den Apfel köcheln bis er weich ist und püriert ihn zum Schluss.

Die Himbeeren püriert ihr durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Dann schmeckt ihr sie mit etwas Langem Pfeffer und einer klitzekleinen Prise Salz ab.

Für die Rösti schält ihr die Kartoffeln, reibt sie grob und mischt sie mit einer Prise Salz. In reichlich Olivenöl backt ihr kleine runde (ca. 8cm) ungefähr 5 mm dicke Fladen aus.

Nun müsst ihr nur noch hübsch schichten und dekorieren. Auf ein bisschen Salat legt ihr die untere Rösti. Darauf kommt eine Lage Sauerkraut, darauf wieder eine Rösti und dann wieder eine Lage Sauerkraut. Den Abschluss bildet ein Stück geräucherte Forelle. Darum herum dekoriert ihr das Apfelmus und den Himbeercoulis. Euch allen ein frohes Neues Jahr und lasst es euch schmecken!


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Schupfnudeln mit Apfelsauerkraut

Immer wenn es laut Saisonkalender überhaupt kein Saisongemüse mehr gibt, kommt bei uns mindestens einmal im Jahr Sauerkraut auf den Tisch. Die traditionelle Zubereitung mit Speck kommt natürlich nicht in Frage und Schinkenersatz ist nicht so mein Ding, deshalb haben wir uns heute für eine süßsaure Variante entschieden. Traditionell isst man in Süddeutschland gerne Krautschupfnudeln, die mit Speck zubereitet werden. Mit Apfelsauerkraut schmecken sie aber mindestens genauso gut! Das Schupfnudelrezept habe ich von meiner Mutter. Schupfnudeln waren eines der Lieblingsessen meiner Kindheit (auch wenn es sie damals normalerweise mit Fleisch gab) und bis heute zählen sie zu meinen absoluten Favoriten, auch wenn sie bei mir (fast) nie so gut werden wie meiner Mutter!

Schupfnudeln mit Apfelsauerkraut

Für zwei Personen braucht ihr:
500g mehlige Kartoffeln
1 kleines Ei
100-120g Weizenmehl Typ 550
Salz
Olivenöl oder Butter zum Anbraten
500g frisches Sauerkraut (etwas weniger reicht auch)
1 Apfel
2 TL Apfelgelee
1 gehäufter TL Zucker
einige Wachholderbeeren
ein guter Schuss Weißwein
etwas Butter

Für die Schupfnudeln kocht ihr die Kartoffeln in der Schale im Dampfkochtopf Schupfnudeln15-20 Minuten weich. Die warmen Kartoffeln werden geschält und sofort durch die Kartoffelpresse gedrückt. Sobald sie nicht mehr heiß sind, gebt ihr das Ei dazu (falls die Kartoffeln nicht sehr trocken sind, gebt nur das Eigelb dazu, sonst wird der Teig zu weich). Dann gebt ihr soviel Mehl dazu, dass ein Teig entsteht, der nicht mehr an den Fingern klebt.

Den Teig formt ihr zu einer länglichen Rolle, die flach gedrückt ungefähr 5cm breit ist. Diese schneidet ihr in Streifen von einem halben bis einem Zentimeter. Daraus lassen sich schnell die Schupfnudeln formen.

Sobald die Schupfnudeln geformt sind, gebt ihr sie in einen großen Topf gesalzenes siedendes (nicht kochendes!) Wasser. Nach kurzer Zeit steigen die Schupfnudeln an die Wasseroberfläche auf. Ihr lasst sie noch kurz durchziehen, schöpft sie dann aus dem Wasser und lasst sie auf einem Küchenpapier abtropfen.

Während sie abtrocknen, kümmert ihr euch um das Sauerkraut. Zuerst schneidet ihr den Schupfnudeln mit ApfelsauerkrautApfel in Scheiben. Ihr erhitzt etwas Butter in einer Pfanne, gebt den Zucker und das Apfelgelee dazu und lasst die Apfelscheiben etwas karamelisieren. Dann gebt ihr das Sauerkraut, die Wachholderbeeren, den Weißwein und etwas Wasser dazu und lasst es zugedeckt dünsten bis es weich ist.

Kurz bevor das Sauerkraut fertig ist, bratet ihr die Schupfnudeln von beiden Seiten in Olivenöl oder Butter an, bis sie goldgelb und knusprig sind. Guten Appetit!