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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Schnell, einfach und lecker: Süßkartoffelpüree mit Radicchio

Das heutige Rezept war absoluter Zufall. Wir hatten vom gestrigen Radicchio-Risotto noch einen halben Kopf Radicchio übrig. Beim Nachgrübeln was in aller Welt ich mit der zweiten Hälfte anfangen könnte, fielen mir die Süßkartoffeln ein, die meine bessere Hälfte aus dem Bioladen mitgebracht hatte. Süßkartoffeln mit Radicchio, das könnte doch ganz gut passen? Die Kombination aus süß und bitter, am besten mit cremigem Püree und knackig gebratenem Radicchio, das könnte doch was werden. Meine Intuition täuschte mich nicht, beides passte perfekt zusammen und balancierte die Süße der Süßkartoffel und die Bitterkeit des Radicchios perfekt aus. Selbst Monsieur G., der Bitterem im Allgemeinen und Radicchio im Besonderen etwas kritischer gegenübersteht, war begeistert. Zudem geht es sensationell schnell und einfach und ist obendrein auch noch vegan (was mir erst beim Aufschreiben aufgefallen ist ;-)). Da steht doch dem Nachkochen wirklich nichts mehr im Wege!

Süßkartoffelpüree mit Radicchio

Für zwei Personen braucht ihr:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1 halber Radicchio
1 Orange
ein knapper EL alter Balsamico (ich: Vincotto, 8 Jahre gelagert)
(falls der Balsamico recht säuerlich ist) etwas Zucker
Pfeffer und Salz
Olivenöl

Die Süßkartoffeln dämpft ihr in einem Dampfkochtopf weich (je nach Dicke ca. 15 min).

Währenddessen bereitet ihr den Radicchio zu.

Dazu schneidet ihr den Radicchio in feine Streifen.

Die Orange schält ihr mit dem Messer so, dass auch die weiße Haut entfernt wird und schneidet die Orangenfilets aus den Trennhäuten. Den Saft fangt ihr dabei auf und presst ihn auch mit der Hand aus den übrig gebliebenen Trennhäuten.

In etwas Olivenöl bratet ihr den Radicchio an und löscht ihn mit knapp einem EL altem Balsamico und dem Orangensaft ab (falls er recht säuerlich ist, gebt ihr noch etwas Zucker dazu, beim 8 Jahre gelagerten Vincotto konnte ich mir das sparen). Ihr lasst den Radiccio unter gelegentlichem Rühren kurz dünsten, so dass er gerade noch knackig ist.

Sobald sie weich sind, schält ihr die Süßkartoffeln, zerteilt sie grob und mixt sie mit dem Pürierstab zu Püree. Dieses schmeckt ihr mit Salz und Pfeffer ab.

Das Süßkartoffelpüree serviert ihr mit dem Radicchio. Jetzt müsst ihr euch nur noch zurücklehnen und genießen!

Lasst es euch schmecken!

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Gemüsepüree mit Rotweinschalotten nach Ottolenghi

Momentan kocht sich gefühlt alle Welt durch das neue Buch von Ottolenghi. Eines der Rezepte das ihr ganz unbedingt ausprobieren müsst, ist das Rezept „Stampfgemüse mit Rotweinschalotten“ – auch wenn sie bei der Übersetzung wohl kaum einen Titel hätten finden können, der weniger sexy ist…Stampfgemüse hört sich in meinen Ohren viel zu platt an…Ich gestehe auch, ich habe das Gemüse in Ermangelung eines Kartoffelstampfers durch meine Kartoffelpresse gequetscht. Wofür brauche ich normalerweise einen Kartoffelstampfer, mit Stampfkartoffeln kann ich mich schließlich auch nach 15 Jahren in Berlin noch nicht anfreunden…Aber egal wie ihr es nennt oder macht, rennt schnell los und kauft euch einen der letzten regionalen Kürbisse bevor es zu spät ist!

Gemüsepüree mit Rotweinschalotten

Für zwei Personen braucht ihr:

Für das Gemüsepüree:
40g Puy Linsen
1/4 Knollensellerie, geschält und gewürfelt (150g)
2 kleine Karotten, geschält und gewürfelt (150g)
1/4 Hokkaido-Kürbis, geschält und gewürfelt (150g)
1 Süßkartoffel, geschält und gewürfelt (300g)
35g Butter, gewürfelt (ich: etwas weniger, falls vegan einfach weglassen)
1 EL Ahornsirup (ich: etwas weniger)
3/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
etwas Raz-el-Hanout (optional, meine Ergänzung)
Pfeffer

Für die Rotweinschalotten:
1 EL Olivenöl
300g Schalotten, geschält
200ml Rotwein
100 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht)
1 Lorbeerblatt
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
2 Thymianzweige
1/2 EL Zucker
15g Butter (falls vegan durch Margarine oder etwas Stärke ersetzen)
Salz

Für die Rotweinschalotten erhitzt ihr das Öl in einem Topf, bratet ihr die Schalotten darin etwa fünf Minuten unter gelegentlichem Rühren an. Dann gießt ihr den Wein und die Brühe dazu und rührt das Lorbeerblatt, die Pfefferkörner, den Thymian, den Zucker sowie etwas Salz unter. Die Schalotten lasst ihr zugedeckt auf kleiner Flamme eine Stunde schmoren.

Dann nehmt ihr den Deckel ab, erhöht die Temperatur und lasst die Sauce etwa 8 Minuten einkochen bis sie auf die Hälfte reduziert ist. Nun hebt ihr die Schalotten mit der Schaumkelle heraus und stellt sie warm. Unter die Sauce rührt ihr die Butter, schmeckt die Sauce ab und stellt sie ebenfalls bis zum Servieren warm.

Während die Schalotten schmoren, bringt ihr die Linsen in einem Topf Wasser zum Kochen und lasst sie etwa 25 Minuten garen bis sie weich, aber noch bissfest sind. Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass sie in Salzwasser nicht gar werden, ich gebe immer Salz dazu und hatte noch nie Probleme und sie schmecken einfach besser…Sobald sie bissfest sind, gießt ihr sie ab und stellt sie beiseite.

Für das Gemüsepüree gebt ihr das geschnittene Gemüse in einen Topf, gebt einen Schluck Wasser und etwas Salz dazu, deckt den Topf zu und lasst das Gemüse bei geringer Hitze in ungefähr 20-25 Minuten weichdünsten. Schaut immer mal wieder nach, ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist, damit es nicht anbrennt und rührt ab und zu um. Ottolenghi kocht das Gemüse in jeder Menge Salzwasser, das er danach abgießt. Das ist mir für Geschmack und Vitamine viel zu schade!

Das Gemüse drückt ihr anschließend durch eine Kartoffelpresse oder zerstampft es mit einem Kartoffelstampfer. Nun gebt ihr die Butter, den Ahornsirup, den Kreuzkümmel und das Raz el Hanout sowie die gegarten Linsen dazu und rührt alles gut unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Das Gemüsepüree richtet ihr mit den Schalotten und der Sauce an. Lasst es euch schmecken!