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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Entführung in Tausend und eine Nacht: Linsen mit Mini-Bete, Granatapfel, Walnüssen und Schafskäse

Beim Schlendern über den Markt am Südstern hatte ich die hübschen Knollen entdeckt: Rote Bete im Baby-Format, die musste ich haben! Für ein schnödes Rote-Bete-Risotto waren sie natürlich viel zu schade, man sollte die hübsche Form doch entsprechend würdigen. Da erinnerte ich mich an eine deluxe Kombination bei Eva von Roter Bete mit Linsen. Viel mehr als die Kombination von Roter Bete mit Linsen habe ich zwar nicht übernommen, mit ein bisschen Granatapfel und Walnuss orientalisch angehaucht, waren sie aber auch ausgesprochen lecker. Linsen hatte ich viel zu lange nicht mehr gemacht, deshalb darbten noch jede Menge im Vorratsschrank! So ergab sich gleich noch ein schöner Beitrag für Susannes Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“. Und ich habe endlich wieder etwas Platz geschafft…

Linsen-Rote-Bete Salat mit Granatapfel und Walnuss

Für zwei Personen braucht ihr:

140g Belugalinsen
300g kleine Rote Bete
3 kleine Karotten
1 Zwiebel
15 g Butter
1/4 Granatapfel
eine Handvoll Walnusskerne
2 EL Vincotto (ähnlich wie alter Balsamico)
2 EL Balsamico
4 EL Olivenöl
1 Prise Zucker
Salz
Pfeffer
Thymian
80g Feta
1 EL Schmand
1 Frühlingszwiebel

Die Roten Bete wollte ich zur Feier des Tages mal im Ofen backen. Optimistisch und umweltbewusst bildete ich mir ein, ich könnte mir die Alufolie zum Umwickeln bzw. Abdecken der Roten Bete sparen und die kleinen Knöllchen würden auch so weich. Weit gefehlt, ohne Folien trockneten sie viel zu sehr aus und wollten nicht richtig weich werden. So wurden sie doch noch kurzerhand in den Schnellkochtopf verfrachtet. Geschmacklich war diese Kombination gar nicht schlecht 🙂 Falls ihr sie also im Backofen zubereiten möchtet, denkt an die Alufolie oder schneidet sie vor dem Backen in Scheiben!

Die Linsen lasst ihr in gut der doppelten Wassermenge mit etwas Salz köcheln bis sie bissfest sind.

Währenddessen schneidet ihr die Zwiebel in Ringe, bratet sie in etwas Butter an und lasst sie bei kleiner Flamme langsam karamelisieren bis sie goldbraun ist. Dann stellt ihr sie zur Seite.

Die Karotten schneidet ihr in ca. 1cm lange dünne Stifte und dünstet sie zugedeckt in etwas Olivenöl bis sie nur noch einen leichten Biss haben. Dann gebt ihr eine gute Prise Zucker dazu und lasst sie etwas karamelisieren.

Den Feta verrührt ihr mit dem Schmand und dem Thymian zu einer geschmeidigen Crème.

Die Kerne von einem Viertel Granatapfel puhlt ihr aus der Schale und stellt sie beiseite.

Die Walnusskerne hackt ihr grob, die Frühlingszwiebel schneidet ihr in Ringe.

Die Roten Bete lasst ihr etwas abkühlen, schält sie und schneidet sie in Scheiben.

Nun mischt ihr den Vincotto, den Balsamico und das Olivenöl zu einer Vinaigrette. Diese vermischt ihr mit den Linsen, den Zwiebeln und den Karotten und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Darauf dekoriert ihr die Roten Bete, die Granatapfelkerne, die Walnüsse, die Frühlingszwiebel und die Fetacrème. Dazu serviert ihr ein Fladenbrot, lehnt euch zurück und lasst euch in Tausend und eine Nacht entführen. Lasst es euch schmecken!


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Persisch inspirierte Fischröllchen und geräucherter Sadri Dudi Reis

Da uns mein erster Ausflug in die persische Küche so begeistert hatte und ich auch noch den iranischen Sadri Dudi Reis aus dem Probierpaket von Reishunger ausprobieren musste, begab ich mich auf die Suche nach einem weiteren persischen Rezept. Ein Fischrezept sollte es diesmal sein. Die Suche erwies sich schwieriger als gedacht, vielleicht sollte ich mir doch mal noch ein persisches Kochbuch zulegen? Schlussendlich fand ich dieses Rezept für einen gefüllten Barsch. Fisch gefüllt mit Trockenfrüchten, Nüssen und Granatapfelsirup, das klang sehr verlockend! Aber was in aller Welt sollten wir zu zweit mit einem großen Barsch anfangen, bei dem man den Bauch füllen kann? Die gleiche Füllung müsste man aber doch auch zum Füllen eines gerollten Fischfilets verwenden können! Gesagt, getan, heraus kam ein feines und außergewöhnliches Gericht, das es sicherlich nicht zum letzten Mal bei uns gab! Der Sadri Dudi Reis passte perfekt dazu, schmeckte uns sehr gut und ist wirklich außergewöhnlich durch sein Raucharoma!

persische Fischröllchen

Für zwei Personen braucht ihr:

400g Kabeljaufilet (oder anderes festes Fischfilet)
70g Trockenfrüchte (Pflaumen, Aprikosen und Rosinen zu gleichen Teilen), klein geschnitten
25g Walnuss (ich: Haselnuss), gemahlen
1 EL Granatapfelsirup

1/2 TL Safranblüten
20g Butter

100g Reis (wenn ihr keinen Sadri Dudi oder Sadri Reis habt, passt auch guter Basmati)

Die Trockenfrüchte, die Nüsse und den Granatapfelsirup mischt ihr gut und schmeckt mit etwas Salz und Pfeffer ab. Dann wascht und trocknet ihr das Fischfilet gut ab. In meinem Fall war es ein großes, langes Filet, das ich einmal längs halbierte. Dann streicht ihr die Füllung gleichmäßig auf das Fischfilet, rollt es auf und klemmt es mit Zahnstochern zu.

Den Safran zermahlt ihr im Mörser und löst ihn mit ein paar Esslöffeln Wasser auf.

Dann heizt ihr den Backofen auf 180 Grad Umluft vor.

Nun wascht ihr den Reis ab (bei dem geräucherten Reis habe ich mich nicht getraut ihn zu stark zu waschen, um das Raucharoma nicht auszuwaschen) und lasst ihn mit der 1,5 fachen leicht gesalzenen Wassermenge zugedeckt leicht köcheln bis das Wasser aufgesogen und der Reis weich ist.

Währenddessen zerlasst ihr die Butter in einem kleinen Topf und lasst das Safranwasser damit aufkochen.

Die Fischröllchen setzt ihr in eine Auflaufform, gebt die Safranbutter darüber und lasst den Fisch für ungefähr 15 Minuten im Ofen Backen bis die Kerntemperatur zwischen 50 und 55 Grad beträgt.

Dazu servierten wir einen Feldsalat mit Granatapfeldressing. Nusche djan! Guten Appetit!


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Kürbis mit Walnuss-Granatapfelsauce – vegetarischer Khorescht-e Fesendschan mit persischem Reis mit Tadigh-Kruste

Als ich in meinem Päckchen von Reishunger – die mir angeboten hatten ein Testpaket zu schicken – wirklich den gewünschten persischen Sadri Reis fand, erinnerte ich mich sofort an das leckere Rezept, dass Susanne von Magentratzerl vor einiger Zeit gepostet hatte. Bei ihr wurde das Gericht traditionell mit Hühnchen gekocht, aber sie vergaß nicht zu erwähnen, dass man auch eine vegetarische Variante mit Kürbis kochen könnte. Wie praktisch, dass in meinem Kühlschrank gerade noch ein halber Kürbis wartete (sogar noch regional vom Biobauern, denn sie haben genug Platz um sie einzulagern und verkaufen sie lieber den ganzen Winter über direkt auf dem Markt als schnell an den Großmarkt)! Den persischen Reis wollte ich natürlich möglichst original kochen und so wälzte ich zunächst mal jede Menge Rezepte bis ich mich für eine Variante entschied, in der Joghurt hinzugefügt wird, um eine besonders leckere Kruste – der sogenannte Tahdig – zu erhalten. Veganer lassen einfach dne Joghurt weg (oder ersetzen ihn durch Sojajoghurt) Das hat ziemlich gut funktioniert, das nächste Mal würde ich die Kruste aber noch etwas dunkler und knuspriger werden lassen! Der Reis war wunderbar locker und aromatisch und der Kürbis mit der Walnuss-Granatapfelsauce einfach nur zum reinlegen – auch wenn er wirklich kein perfektes Fotomodell ist. Die Sauce muss ziemlich lange kochen, lässt sich aber gut vorher zubereiten. Ich habe am Vortag die Granatapfel-Walnusssauce vorbereitet und heute nur noch den Kürbis gebraten und daruntergemischt. So lässt sich das Essen auch gut nach Feierabend noch zubereiten. Dazu habe ich eine Kräutermischung und Minzjoghurt serviert, die mit ihrer frischen Note wunderbar dazu passten.

Kürbis mit Walnuss-Granatapfelsauce

Für zwei hungrige Personen braucht ihr:
Für die Sauce:
150 gr Walnusskerne
1/2 TL Kurkuma (ich: frisch, fein gehackt)
1/4 TL Salz
Pfeffer aus der Mühle
ca 100 ml Granatapfelsirup (je nach Säuregehalt)

Für den Kürbis:
500g Kürbis (ich: Hokkaido)
1 EL Öl
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 TL Kurkuma
etwas Salz
Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL Zimt
1/4 tl Safranblüten (oder 1 Messerspitze Safranfäden)

Für den Reis:
1 Tasse iranischer Sadri Reis, alternativ guter Basmati (ca. 120g)
1-2 EL Öl
1 EL Joghurt
1 Messerspitze Safranfäden

Für die gemischten Kräuter:
2 EL Basilikum
2 EL Petersilie
optional: Schnittlauch (hatte ich nicht, gehört aber angeblich traditionellerweise rein)
1/4 fein gehackte Zwiebel

Für den Minzjoghurt:
100 ml Joghurt
1 EL frische, gehackte Minze
Salz und Pfeffer

Zunächst mahlt ihr für die Sauce die Walnusskerne fein. Dann erhitzt ihr einem großen Topf 300 ml Wasser. Die Walnüsse gebt ihr mitsamt den Gewürzen hinein und lasst sie bei geringer Hitze bedeckt ca 1 h kochen, bis das Nussöl austritt. Wenn die Sauce zu dick wird, fügt ihr noch etwas Wasser dazu. Nun gebt ihr den Granatapfelsirup dazu und lasst die Sauce eine weitere Stunde köcheln. Ich habe am Schluss einen Teil des Walnussöls abgeschöpft, das sich absetzt, damit die Sauce nicht so schwer wird, das bleibt aber ganz euch überlassen.

Nun schneidet ihr den Kürbis in grobe Stücke und hackt Zwiebel und Knoblauch fein. Den Safran bzw. die Safranblüten mörsert ihr und löst sie in 2-3 EL Wasser auf.

Jetzt erhitzt ihr das Öl in einer Pfanne und bratet die Zwiebeln und den Knoblauch mit dem Kurkuma an. Dann rührt ihr den Kürbis und die Gewürze unter, gebt noch 2-3 EL Wasser dazu und lasst alles zugedeckt bei geringer Hitze ca. 15 min garen bis der Kürbis weich ist.

Schließlich rührt ihr die Walnuss-Granatapfelsauce unter und lasst alles nochmals kurz durchziehen.

Für den persischen Reis wascht ihr den Reis gründlich, um die Stärke zu entfernen. In einem Topf bringt ihr einen halben Liter Salzwasser zum Kochen, gebt den Reis hinein und lasst ihn ungefähr 5 Minuten sprudelnd kochen bis er außen gar ist, aber innen noch einen harten Kern hat.

Den Reis gießt ihr in ein Sieb ab und schreckt ihn mit kaltem Wasser ab.

Nun mörsert ihr den Safran für den Reis und mischt ihn mit dem Öl und dem Joghurt. Die Hälfte der Safranmischung gebt ihr in einen Topf (beschichtet ist praktisch, damit er nicht anklebt), erhitzt sie und rührt dann zunächst eine Kelle Reis unter. Den restlichen Reis schichtet ihr pyramidenartig darauf und salzt schichtenweise noch ein bisschen nach. Dann stecht ihr mit dem Stil eines Holzkochlöffels 3-5 Löcher in den Reis und verteilt die restliche Safranmischung auf dem Reis.

Den Deckel des Topfes wickelt ihr in ein sauberes Geschirrtuch und setzt ihn auf den Topf setzen, so dass er gut schließt. Zuerst stellt ihr die Flamme auf mittlere Hitze bis sich Dampf im Topf entwickelt, dann stellt ihr ihn auf die kleinste Flamme und dämpft so den Reis in ungefähr 30 Minuten fertig. Währenddessen solltet ihr den Deckel nicht öffnen. Nach dreißig Minuten sollte der Reis wunderbar locker sein und am Boden sich eine knusprige Kruste gebildet haben.

Zum Servieren wird der Reis auf einen Teller gestürzt. Wenn man keinen beschichteten Topf hat, kann man die Kruste lösen, indem man den Topfboden kurz in kaltes Wasser taucht. Bei mir wollte er sich trotzdem nicht stürzen lassen und ich musste etwas nachhelfen um die Kruste zu lösen…

Während der Reis kocht, schneidet ihr für die Kräutermischung die Kräuter und die Zwiebel klein, mischt sie und stellt sie in einem Schüsselchen bereit.

Für den Minzjoghurt schneidet ihr die Minze fein und schmeckt den Joghurt mit Salz und Pfeffer ab.

Zum Anrichten bestreut ihr den Kürbis mit Granatapfelkernen und den Kräutern und serviert den Reis und den Joghurt dazu. نوش جان (das heißt scheinbar guten Appetit auf Farsi ;-))


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Rote Bete-Bohnen-Bouletten mit Granatapfel-Feldsalat

An Essen spare ich eigentlich grundsätzlich nicht, ein großer Teil meines monatlichen Einkommens geht dafür drauf. Das heißt jetzt nicht, dass wir täglich von Hummer und Trüffel leben, aber wir kaufen viel Bio, regional und allgemein Zutaten in guter Qualität ein und das hat natürlich meist seinen Preis. Als ich von Peters Blogevent „Satte zwei für weniger als Fünf“ las, das zum Ziel hat leckere, günstige Blogrezepte zusammenzutragen, hat es mich sofort gereizt daran teilzunehmen. Ich habe mir schon oft überlegt, wie viel Bio und überhaupt gute Zutaten man sich leisten kann, wenn man nicht so viel Geld zur Verfügung hat. Als ich noch Studentin war, habe ich mir Bio nur bei Milch und Eiern und ab und zu mal auf dem Markt oder im Discounter geleistet. Aber ich habe mir auch wenig Gedanken darüber gemacht, welche Gerichte und Zutaten so günstig sind, dass ich sie mir auch in Bioqualität hätte leisten können. Deshalb wollte ich bei diesem Event ein Gericht beitragen, dass auch in (großteils) Bioqualität noch innerhalb des gesteckten Rahmens bleibt. Wie passend, dass unser letztes Sonntagsessen in diese Kategorie fiel! Wenn ihr dagegen die Preise in meinem türkischen Supermarkt (in dem ich auch ab und zu ganz gerne einkaufe) zugrunde legt, würde die Rechnung natürlich noch viel niedriger ausfallen. Aber es geht auch so 🙂

Rote-Bete-Bohnen Bouletten mit Granatapfel-Feldsalat

Für zwei Personen braucht ihr:

Für die Bouletten:
100g getrocknete schwarze Bohnen (0,36€)
zwei frische rote Bete (0,65€)
1 Ei (0,45€)
je 1 EL frische Minze und Petersilie (0,30€)
3 EL Semmelbrösel (aus altem Brot selbstgemacht, 0,07€)
etwas Mehl (0,02€)
Olivenöl (0,14€)
Salz und Pfeffer (0,05€)

Für den Salat:
100g Feldsalat (1€)
1/2 Granatapfel (nicht bio, 0,25€)
Olivenöl (0,14€)
Granatapfelsirup aus dem türkischen Supermarkt (nicht bio, 0,10€)
alter Balsamico oder Vincotto (0,50€)
Salz und Pfeffer (0,05€)

insgesamt: 4,07€

Einen halben Tag vorher weicht ihr die Bohnen in Wasser ein.

Für die Bouletten schält ihr die roten Bete,raspelt sie und bratet sie unter regelmäßigem Rühren in etwas Olivenöl an bis sie weich sind und lasst sie abkühlen.

Die Bohnen bedeckt ihr mit Wasser und kocht sie weich, so dass sie aber noch Biss haben. Nun mixt ihr sie grob (ich habe sie nur mit der Gabel zerstoßen, das war aber etwas mühsam, da die Bohnen ja noch recht knackig waren, ein Stabmixer ist da vermutlich hilfreicher).

Dann vermischt ihr die Bohnen und die Roten Bete, gebt die gehackten Kräuter dazu und rührt das Ei, etwas Salz und Pfeffer und die Semmelbrösel darunter. Dann knetet ihr noch etwas Mehl darunter, so dass eine nicht zu klebrige Masse entsteht, die sich gut formen lässt. Diese formt ihr zur Kugeln, drückt sie flach und bratet die Bouletten in Olivenöl knusprig. Ich hatte den ersten Teil der Bouletten etwas länger braten lassen als den zweiten und fand die kürzer gebratene Variante deutlich saftiger. Eventuell wäre sogar frittieren einen Versuch wert!

Den Salat wascht und trocknet ihr. Für die Vinaigrette mischt ihr etwas Granatapfelsirup und Olivenöl im Verhältnis 1:2, rührt einen Tropfen Vincotto oder alten Balsamico darunter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Ich verrühre die Vinegrette immer mit meinem batteriebetriebenen Milchschäumer zu einer Emulsion, aber eine Gabel und Muskelkraft tut es auch. Aus dem Granatapfel entfernt ihr einige Kerne und gebt sie auf dem mit der Vinaigrette verrührten Feldsalat. Nun dekoriert ihr noch die Rote-Bete-Bohnen Bouletten darauf und lasst es euch schmecken!

Blogevent Satte ZWEI für weniger als 5


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Mit Steinpilzen gefüllte Zucchini mit Granatapfelsauce

Heute war Experimentiertag in meiner Küche. Mein Liebster hatte Zucchini gekauft – jaja, so ist das mit dem Vorsatz Saisongemüse zu kaufen…- und ich hatte große Lust sie zu füllen. Normalerweise fülle ich sie immer ganz schnöde mit Champignons, aber da ich diesmal keine zu Hause hatte, erinnerte ich mich an die leckeren gefrorenen Steinpilze, die noch im Gefrierschrank auf ihre Verwendung warteten. Außerdem wollte ich schon lange mal Zucchini mit Granatapfelsauce ausprobieren. Wir hatten diese Kombination im türkischen Restaurant Defne gegessen und für äußerst gelungen befunden. Ob der Granatapfel mit den Steinpilzen harmonieren würde, war ich mir zwar nicht so sicher, aber einen Versuch war es mir wert. Also noch schnell in meinen türkischen Lieblingssupermarkt und ran an die Töpfe! Außerdem musste ich unbedingt heute meine ersten Versuche mit meinem neuen Kamera-Objektiv unternehmen. Ich habe in meinem Food-o-graphie -Artikel schon davon geträumt, lange habe ich es nicht mehr ohne ausgehalten… 😉 Auch wenn das neue Objektiv um Weiten besser ist, ich muss jetzt zuerst mal ein bisschen damit üben…ein besseres Objektiv macht eben noch keine gute Fotographin…

Zutaten gefüllte Zucchini

Nochmal zur Kombination Granatapfelsauce und Steinpilze: ich fand sie ganz lecker, auch wenn sie mich nicht umgehauen hat, meine bessere Hälfte war weniger überzeugt. Jedes für sich ist auf jeden Fall sehr lecker, ich muss weiter überlegen, was noch zur Granatapfelsauce passen würde, Fleisch kommt bei mir ja nicht in Betracht…vielleicht habt ihr ja eine Idee?

Aber jetzt trotzdem zum Rezept (ob ihr es kombiniert oder getrennt nachkocht, könnt ihr dann ja selbst entscheiden, beide Komponenten für sich sind es auf jeden Fall wert!):

Für drei kleine gefüllte Zucchini:OLYMPUS DIGITAL CAMERA

3 kleine Zucchini
150g frische oder gefrorene Steinpilze
2 Zehen Knoblauch
eine kleine Handvoll gehackte Petersilie
Olivenöl
50g frisch geriebener Parmesan
Pfeffer und Salz

Für die Granatapfelsauce:

1 großer Granatapfel
Saft einer halben Zitrone
2 TL Zucker
1-2 TL Pfeilwurzelmehl zum Binden

Die Zucchini halbieren und bis auf einen Rand von ca. 0,5 cm aushöhlen. Die Hälften in eine Auflaufform setzen und im Ofen bei 180 Grad Umluft backen. Währenddessen schneiden wir das ausgehöhlte Innere der Zucchini und die Knoblauchzehen klein und geben nach kurzem Dünsten die kleingeschnittenen Steinpilze hinzu. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und wenn es weich ist die Petersilie hinzugeben und noch kurz mitbraten. Wenn die Zucchini nach ca. 20 Minuten relativ weich geworden sind, werden sie aus dem Ofen geholt, mit der zubereiteten Masse gefüllt und dem geriebenen Parmesan bedeckt.

Während die gefüllten Zucchini nochmals in den Ofen kommen bis der Käse goldgelb wird, widmen wir uns der Granatapfelsauce. Dafür pressen wir einen halben Granatapfel aus (ich habe die Kerne herausgelöst und in den Entsafter gegeben) und lösen aus der anderen Hälfte die Kerne aus und legen sie zur Seite. Nun geben wir den Zucker mit dem Granatapfelsaft und dem Zitronensaft in einen Topf oder eine Pfanne und lassen ihn etwas einkochen. Dann lösen wir das Pfeilwurzelmehl in etwas Sauce auf und geben es hinzu, um die Sauce etwas einzudicken. Pfeilwurzelmehl ist eine super Alternative zu Speisestärke, da es weniger Eigengeschmack und eine feinere Konsistenz hat. Zum Schluss rühren wir einen Teil der Granatapfelkerne in die Sauce, den Rest verwenden wir zur Deko. Dazu passt Brot oder auch Reis.