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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Kurztrip nach Mexiko: vegetarischer grüner Pozole

Vor einiger Zeit habe ich euch schon eine vegetarische Version des mexikanischen roten Pozoles vorgestellt, einer mexikanischen „Salatsuppe“ bei der am Tisch jede Menge Salateinlagen in die Suppe gegeben werden. Jetzt komme ich endlich mal dazu, auch die grüne Variante für euch zuzubereiten. Statt der Chilis verwendet man dafür Tomatillos, die keine grünen Tomaten sind, sondern aus der gleichen Familie wie die Physalis stammen. Leider findet man sie hier normalerweise nur aus der Dose. Lecker sind trotzdem beide Versionen, ich kann euch gar nicht sagen, welche ich lieber mag. Und beide schmeckten mir deutlich besser als die vegetarische Variante, die ich bei meinem letzten Besuch in Mexiko-Stadt gegessen habe. Bei dieser Variante fehlte das Fleisch kein bisschen!

Grüner vegetarischer Pozole

Für zwei Personen braucht ihr:

400g Tomatillos (ich: aus der Dose)
1 Zehe Knoblauch
1 frischer Chile, mittelscharf
500ml Gemüsebrühe, möglichst selbstgemacht
1,5 kleine Zwiebeln
5 Stängel frischer Koriander
ein paar Blätter Epazote (das für Mexiko vielleicht typischte Kraut, optional)
400g (eine halbe Dose) Mais für Pozole (Sorte: Cacahuazintle mit sehr großen Maiskörnern)
250g Champignons, geputzt und geviertelt
1/4 grüner Salatkopf (mit möglichst festen Blättern, z.B. Romana)
5 Radieschen
1,5 Avocados, Sorte Hass
1 Limette
Pflanzenöl
Mais-Tostadas (fritierte oder gebackene Maistortillas)

Die Tomatillos püriert ihr mit einem halben Liter Gemüsebrühe, einer halben Zwiebel, dem Koriander, dem Chili und dem Knoblauch im Mixer und bringt anschließend die Sauce in einem Topf zum Kochen. Nun rührt ihr den Mais unter und lasst den Eintopf 15 Minuten kochen. Falls die Sauce zu dickflüssig wird, gebt ihr noch etwas mehr Wasser daran. Frischen Epazote gebt ihr am besten erst am Schluss dazu, er verliert sonst schnell an Aroma. Getrockneten Epazote rührt ihr etwas früher unter.

In Öl bratet ihr die Champignons an und rührt sie gegen Ende der Kochzeit unter die Suppe.

Während die Suppe köchelt, wascht ihr den Salat und schneidet ihn in ca 1cm breite Streifen. Die Radieschen schneidet ihr in feine Scheiben, die Zwiebel hackt und die Limette halbiert ihr (um den Saft am Tisch über den Salat zu pressen). Die Avocado schneidet ihr in dünne Schnitze. All diese Zutaten legt ihr in Schüsselchen oder auf ein Schneidebrett.

Am Tisch gibt jeder die Zutaten nach Gusto in den Pozole. Dazu passen getoastete Maistortillas, sogenannte Tostadas. Buen provecho!

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mexikanische Enchiladas Verdes (vegetarisch)

Eine mexikanische Freundin hat aus Mexiko, genauer gesagt aus Malinalco, das 115 km südwestlich von Mexiko-Stadt liegt, Maistortillas mitgebracht. Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen, was daran so besonders ist, da ich ja Maistortillas auch selbst herstelle. Das ist so ein bisschen wie mit Brot: Maistortilla ist nicht gleich Maistortilla. Hier kann ich nur Maistortillas backen, die aus industriell hergestellter Masa harina gemacht werden. Sie sind trotzdem sehr lecker, aber geschmacklich kein Vergleich mit Maistortillas, die in einem Dorf aus selbst angebautem, in Kalk gekochtem und gemahlenem Mais hergestellt werden. Es war daher eine perfekte Gelegenheit meine letzten Vorräte von der Mexikoreise aufzubrauchen und eines meiner mexikanischen Lieblingsgerichte, Enchiladas Verdes zu kochen.

Kommt ihr auch immer aus dem Urlaub mit einem gefühlt doppelt so schweren Rucksack nach Hause, weil ihr alle lokalen Spezialitäten unbedingt mitnehmen müsst? Ich hatte daher das Glück diesmal frisch eingefrorene Tomatillos für die Enchiladas verwenden zu können. Ihr müsst euch beim Nachkochen wohl mit Tomatillos aus der Dose begnügen, da ich frische Tomatillos in Deutschland noch nie gesehen habe. Außer ihr versucht sie selbst anzubauen. Dieses Projekt habe ich auf nächstes Jahr verschoben…

Enchiladas Verdes
Tomatillos sind keine grünen Tomaten, sondern gehören zur Gattung der Physalis. Sie werden wie die in Deutschland erhältlichen Physalis von einer papierartigen Hülle, dem Blütenkelch umschlossen. Die Frucht selbst erinnert jedoch an eine grüne Tomate. In lateinamerikanischen Läden und im Internet kann man sie in der Dose kaufen. Sie sind zwar nicht ganz so geschmackvoll wie frische Tomatillos, aber trotzdem als Sauce ausgesprochen lecker!

Für vier Personen braucht ihr:
8-12 Maistortillas, je nach Größe (falls ihr sie selbst machen wollt, findet ihr hier das Rezept. Für die Enchiladas würde ich jedoch Masa Harina aus weißem Mais verwenden)
500g Tomatillos
1/4 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
5 frische Korianderstengel
etwas frische Pepperoni (Menge je nach Schärfe)
200g türkischer Zopfkäse oder Mozzarella (eigentlich Queso Oaxaca, aber den findet man hier nicht)
100g Crème fraîche
Salz
ein paar Zwiebelringe

Die Tomatillos, die Zwiebel, die Knoblauchzehe, den Koriander und die Pepperoni mixt ihr im Mixer zu einer Sauce und schmeckt sie mit Salz ab. Dies kocht ihr in einer Pfanne auf bis die Tomaten gekocht sind und die Sauce eine gute Konsistenz hat. Die Tortillas wärmt ihr in einer Pfanne auf und zieht sie kurz durch die Sauce. Wir ersetzen die traditionelle Füllung aus Hähnchen für die vegetarische Variante durch Käse. Falls ihr türkischen Zopfkäse verwendet, solltet ihr ihn zuvor etwas in Wasser einweichen, da er sehr salzig ist. Den Käse schmelzt ihr in einer Pfanne, legt ihn auf die Tortilla und klappt sie hälftig zusammen. Dann gebt ihr noch etwas Sauce und etwas Crème fraiche darauf. zum Schluss dekoriert ihr die Zwiebelringe darauf. Buen provecho!