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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Tlayudas – die mexikanische „Pizza“ aus Oaxaca

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Ich hatte noch ein paar Avocados übrig, die dringend gegessen werden mussten – was liegt da näher als etwas Mexikanisches zu kochen! Im Artikel „Mexikanisches Essen – vegetariana con excepciones“ habe ich euch ja schon von den Tlayudas erzählt. Sie werden auch die „Pizza Oaxacas“ genannt, da sie aus einem knusprigen Boden und verschiedenen Belägen bestehen. Der Boden besteht aber nicht aus Weizenmehl, sondern – wie könnte es in Mexiko auch anders sein – aus großen Maistortillas. Belegt werden sie mit einer Bohnenpaste, Käse, Tomaten und Avocados. Außerdem gehört traditionell noch Schweinefett darauf, das ich natürlich weggelassen habe (und auf das ich auch in Mexiko immer dankend verzichtet habe). Man kann die Tlayudas auch noch zusätzlich mit Fleisch oder Fisch belegen . Aber einfach so ist sie auch köstlich!

Tlayuda mit Käse

Für zwei Personen braucht ihr:

Für die großen Tortillas:
2 Tassen masa harina (mexikanisches Maismehl, normales europäisches funktioniert nicht, dazu mehr im Artikel zu den Champignons Quesadillas)
1 1/4 Tassen lauwarmes Wasser
1/4 TL Salz

Für den Belag:
1 knappe Tasse schwarze Bohnen
1/2 Zwiebel
100 g Mozarella (eigentlich Queso Oaxaca, aber den findet man hier nicht. Für die Quesadillas habe ich türkischen Zopfkäse verwendet, das könnte man auch hier verwenden, man muss ihn zuvor nur in Wasser einlegen, damit er etwas an Salz verliert)
50 g trockener Frischkäse (ich habe Ricotta Sardo verwendet)
2 kleine (oder 1 große) Avocados
1 Tomate

grüne oder rote Salsa (aus dem mexikanischen Supermarkt oder selbst gemacht. Das Rezept für die rote Salsa findet ihr im Artikel über die Quesadillas)

Für den Teig das Maismehl mit dem Wasser und dem Salz sehr gut verkneten und mindestens 1/2 Stunde in Frischhaltefolie ruhen lassen. große Tortilla wie in OaxacaWährenddessen kochen wir die schwarzen Bohen 25 Minuten im Dampftopf mit 1 1/2 Tassen Wasser, der halben in Stücke geschnittenen Zwiebel und etwas Salz. Der Mozarella wird in kleine Streifen gerissen, der Ricotta zerkrümelt und die Tomaten und die Avocados in Scheiben geschnitten. Sobald die halbe Stunde vorbei ist, formen wir aus dem Teig zwei knapp tennisballgroße Kugeln und rollen diese aus. Ich habe sie zuerst mit meiner Tortillera platt gedrückt, aber da sie zu klein für die großen Tortillas aus Oaxaca ist, musste ich dann noch mit dem Nudelholz ran. Am besten ihr legt einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel darunter (und eventuell auch darüber), damit sich die Tortilla danach in die Pfanne transportieren lässt. Es sollte ein runder, dünner Fladen von ca. 30 cm Durchmesser entstehen. Ich habe sehr unregelmäßige Ecken danach zurecht geschnitten, damit sie halbwegs rund aussieht. Dann erhitzen wir eine möglichst große, flache Pfanne gut (ich nehme immer meine spanische Plancha dafür) und legen den Tortillafladen darauf. Sobald sich die Ecken auf einer Seite etwas anheben (ca. 1 Min) drehen wir ihn um und backen ihn auf der anderen Seite fertig bis er leicht anbräunt. Anschließend in ein Geschirrtuch einschlagen.

Die gekochten Bohnen mixen wir mit einem Stabmixer zu einem feuchten, nicht zu flüssigen Brei und schmecken ihn mit Salz ab. Die Hälfte des Bohnenmus wird nun auf eine Tortilla gestrichen und darauf Ricotta, Mozarella, Tomatenscheiben und Avocado verteilt. Dann legen wir die Tortilla nochmals auf die Plancha/ Pfanne bis sie etwas knusprig wird. Buen provecho!

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