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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Fast komplementäre Farben: Lila(graue) Gnocchi mit Kürbiscreme

4 Kommentare

Auf einem Biomarkt in Rom hatte ich einen wunderbaren Stand mit verschiedensten Soßen und Pasten entdeckt. Eine der Soßen, die nicht direkt in meine Tasche, dafür aber auf meine imaginäre Nachkochliste wanderten, war die Crema di Zucca, eine Kürbiscreme. Zu Hause warteten noch ein paar Kartoffeln einer liablauen Sorte, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere (vielleicht war es Blauer Schwede?). Ich dachte zumindest sie seien richtig lila und hatte ein Essen in wunderschönen Komplementärfarben vor Augen: lila Gnocchi auf einer orangen Kürbissauce. Mit dem Schälen kam die Ernüchterung: die Kartoffeln waren nur leicht blasslila, eigentlich eher grau…Von hübscher Farbe keine Spur…Dafür schmeckte die Kürbiscreme so gut, dass mein heimischer Gastrokritiker meinte, ich müsse sie trotzdem unbedingt auf den Blog stellen, schließlich sei es einer der besten Gerichte, die ich in letzer Zeit gekocht hätte. Na dann, wie soll man da noch widersprechen 😉 Die Kürbiskerne, durch die ich spontan die in Italien verwendeten Walnüsse ausgetauscht hatte, verliehen zusammen mit dem Käse einen wunderbar herzhaften Geschmack. Und wenn ihr es nachkochen wollt, nehmt lieber richtig tiefblaue Kartoffeln wie die zum Beispiel die Sorte Vitelotte, damit auch die Optik stimmt…Zu Pasta müsste die Sauce übrigens sicherlich auch sehr gut passen!

Lila (graue) Gnocchi mit Kürbiscreme

Für zwei Personen braucht ihr:
Für die Gnocchi:
500g Kartoffeln (blaue Sorte, am besten Vitelotte)
ca. 100g Mehl
Salz

Für die Kürbiscreme:
ca. 400g Hokkaidokürbis (mit Kernen gewogen)
1 sehr kleine Zwiebel
40g Parmesan (ich: Grana Padano)
30g (getrocknete) Kürbiskerne
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Für die Gnocchi kocht ihr die Kartoffeln im Schnellkochtopf oder in Wasser, schält sie und püriert sie in der Kartoffelpresse. Sobald sie etwas ausgekühlt sind, knetet ihr soviel Mehl und etwas Salz hinein, dass ein glatter Teig entsteht, der nicht mehr an den Fingern klebt.

Diesen drittelt ihr und formt ihn in lange daumendicke Schlangen, die ihr in ungefähr zwei Zentimeter breite Stücke schneidet und mit der Gabel leicht eindrückt, so dass sie das typische Gnocchimuster bekommen.

Die Kürbiskerne röstet ihr kurz in einer Pfanne bis sie anfangen leicht zu bräuen und zu duften und stellt sie dann zur Seite.

Für die Kürbiscreme hackt ihr die Zwiebeln und schneidet den Kürbis in Stücke. Die Zwiebeln dünstet ihr in einem guten Schuss Olivenöl glasig, gebt den Kürbis hinzu und gießt etwas Wasser (ca. 100ml) an. Zugedeckt lasst ihr den Kürbis weichkochen. Dann gebt ihr den geriebenen Parmesan und die Hälfte der Kürbiskerne dazu und püriert alles mit dem Stabmixer. Mit Salz und Pfeffer schmeckt ihr ab. Falls die Sauce zu dick ist, könnt ihr noch etwas Wasser dazugeben, falls sie zu flüssg ist, lasst ihr sie noch etwas einkochen.

Die Gnocchi lasst ihr in leicht kochendem Salzwasser garziehen bis sie obenschwimmen, schöpft sie ab und mischt sie mit der Kürbiscreme. Dann dekoriert ihr die restlichen Kürbiskerne darauf und streut etwas Parmesan darüber. Buon appetito!

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4 Kommentare zu “Fast komplementäre Farben: Lila(graue) Gnocchi mit Kürbiscreme

  1. Mit echt blauen Kartoffeln wär’s sicher spektakulär zum Anschauen…. wobei ich finde es ist ein seltsames Essvergnügen, die farbigen Kartoffeln, hier kamen sie nicht so gut an.

  2. Eine sehr interessante Farbkomposition. Mein einziger Versuch lila kartoffeln auf den Tisch des Hauses zu bringen scheiterte am heftigen Protest und Essensverweigerung des Liebsten.

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