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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Sizilianische Caponata

Eine sizilianische Caponata stand schon lange auf meiner imaginären Kochliste. Auch wieder ein Gericht, das ich unbedingt noch kochen musste, bevor der Sommer unweigerlich zu Ende geht! Es gibt unzählige Rezepte für Caponatas, die ziemlich stark in den Zutaten variieren. Ich habe eine Variante ausgewählt, die neben den obligatorischen Auberginen auch Zucchini, Paprika und Fenchel enthält, dafür aber auf den Stangensellerie verzichtet. Durch die rote Paprika wird das Gericht auch etwas fotogener, auch wenn es wohl nie zu den perfekten Fotomodells zählen wird. Dafür überzeugen die inneren Werte aber sofort! Mit ihrem süßsauren Geschmack ist sie perfekt für einen schönen Spätsommerabend! Ihr solltet der Caponata aber etwas Zeit zum Durchziehen lassen, nur so haben die Aromen Zeit sich richtig zu entfalten! In vielen Rezepten werden die Auberginen frittiert, das war mir aber eindeutig zu fett. Ich wollte aber auch nicht, dass sie vom Dünsten in wenig Öl zu weich werden. Daher habe ich sie kurzentschlossen in den Backofen gesteckt und erst die letzten 20-25 Minuten mitköcheln lassen. Das fand ich eine sehr gute Lösung, da sie durch das Backen Feuchtigkeit verlieren und etwas fester bleiben. Die Zucchini und die Paprika habe ich hingegen normal angebraten, damit die Caponata nicht zu trocken wird.

Caponata

Für zwei Personen braucht ihr:

2 kleine oder 1 normale Aubergine
1 kleiner Zucchino
1 rote Paprika
1 kleine Fenchelknolle
2 mittelgroße Zwiebeln
300g Tomaten
1 EL Kapern
100g grüne Oliven (ich: schwarz)
2-3 EL Rosinen
15g Pinienkerne
50ml Essig
12g Zucker
zwei Stängel Minze
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Das Gemüse in Stücke schneiden, die Tomaten hacken und die Zwiebel in Ringe schneiden. Die Auberginenstücke mit etwas Olivenöl vermengen, in eine Auflaufform legen und im Ofen auf Heißluftgrillstufe backen bis sie gebräunt und weich sind.

Die Zwiebel weichdünsten, den Fenchel dazugeben und schmoren bis die Zwiebeln goldgelb gebräunt sind.

Die Paprika, Zucchini und Tomaten hinzufügen, mit Salz abschmecken und 10 Minuten braten lassen.

Dann Kapern, Oliven, Rosinen, Pinienkerne, Essig, Zucker und Minze unterrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. 25 Minuten auf kleiner Flamme köcheln bzw. ziehen lassen.

Am besten sollte die Caponata noch eine Stunde durchziehen bis sie lauwarm mit Weißbrot gegessen wird. Buon appetito!

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Fiori di zucchini ripieni – gefüllte Zucchiniblüten

Von gefüllten Zucchiniblüten träume ich schon seit langem – bisher hatte ich aber höchstens ein paar ganz traurige Exemplare im Bioladen entdeckt. Selbst auf dem Markt: Fehlanzeige. Bis gestern. Gerade gestern, als ich mir vorgenommen hatte nichts verderbliches zu kaufen, da wir anschließend noch ins Kino wollten. Da lagen sie am Stand der Wilden Gärtnerei in der Markthalle Neun. Wunderschöne Exemplare, die mich so anlachten, dass ich unmöglich vorbeigehen konnte. Und sie haben die Tortur sogar erstaunlich gut überlebt und kamen heute fein gefüllt auf den Tisch. Beim Rezept habe ich mich von dem GU Kochbuch „Die echte Italienische Küche“ inspirieren lassen. Basilikum und Parmesan hatte ich nicht mehr zu Hause, da wurde eben improvisiert. Fein war es und jetzt weiß ich ja wo ich Zucchiniblüten finden kann! Und das perfekte italienische Brot haben wir heute auch in der Markthalle Neun gefunden. Wenn ihr in Berlin wohnt, müsst ihr an dem neuen Stand unbedingt mal vorbeischauen, das Brot ist großartig!

Gefüllte Zucchiniblüten

Für 12 kleine Zucchiniblüten braucht ihr:
200g Zucchini
150g mehlige Kartoffeln
1 Ei
1 kleiner Bund Basilikum (ich: Thymian)
1 EL Majoran (ich: Oregano)
2 EL Parmesan (ich: Feta)
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Als Beilage:
200g Cocktailtomaten
Olivenöl
Salz und bunter Pfeffer

Zucchini und Kartoffeln im Schnellkochtopf weichkochen. Die Zucchini wird schneller weich, ihr müsst sie also früher herausnehmen. Beides püriert ihr anschließend. Sobald sie etwas abgekühlt sind, das Ei, den Feta und die gehackten Kräuter unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Blütenstempel der Zucchiniblüten herausschneiden und die Blüten vorsichtig mit der Zucchinimasse füllen. Eine Auslaufform mit einem EL Olivenöl einfetten, die gefüllten Zucchiniblüten hineinlegen, mit 2 EL Olivenöl bestreichen und für fünf Minuten in den Backofen schieben.

Die Cocktailtomaten kleinschneiden, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zucchiniblüten mit den Tomaten und Weißbrot servieren. Buon appetito!


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Orientalische vegetarische „Tajine“ mit Hirse

In Paris hatte ich vor einiger Zeit eine wunderbare vegetarische Tajine gegessen. Seitdem hatte ich Lust etwas Ähnliches nachzukochen, auch wenn ich leider keine Tajine besitze (es gibt doch noch Küchenutensilien, die ich noch nicht habe…). Die Sauce war auch ohne Tajine wunderbar intensiv, würzig und gleichzeitig leicht süßlich. Von meinem ersten Versuch war ich nicht besonders überzeugt, diesmal habe ich noch Trockenfrüchte dazugegeben, die normalerweise ja eher für die Fleischtajines verwendet werden. Sie passten aber wunderbar und haben dem Gericht eine schöne leicht süßliche Note verliehen. Als Beilage habe ich keinen Couscous, sondern Hirse verwendet. Es war das erste Mal, dass ich (Vollkorn-)Hirse ausprobiert habe und ich war von dem nussigen Geschmack total begeistert! Außerdem hat Hirse unglaublich viele Mineralstoffe und ist auch als regionales Getreide zu finden. Meine Hirse kam direkt aus Brandenburg. So wird aus der Tajine ein regionales und saisonales Gericht ;-).

Vegetarische "Tajine"
Für zwei Personen braucht ihr:
2 große rote Zwiebeln, in Streifen
2 Tomaten, klein gewürfelt
2 Zucchini, in Stücke geschnitten
1 Aubergine, in Stücke geschnitten
1 Paprika (ich: grün; rot wäre passender), in Stücke geschnitten
6 getrocknete Aprikosen, halbiert
6 getrocknete Pflaumen, halbiert
1,5 TL Raz el Hanout
180g Hirse

Die Zwiebeln auf niedriger Flamme andünsten bis sie süßlich schmecken. Dann das Raz el Hanout und die Tomaten dazugeben und langsam schmoren lassen. Wenn die Tomaten schon etwas zerkocht sind, das Gemüse hinzugeben und mitschmoren lassen. Wenn das Gemüse fast weich ist, die Trockenfrüchte hinzugeben und einige Minuten kochen lassen. Die Sauce sollte nun eine intensive, nicht zu flüssige Konsistenz haben.
Während die Tajine schmort, wascht ihr die Hirse heiß ab und lasst sie 10 min in der dreifachen Menge Salzwasser kochen und anschließend 10-15 min ziehen. Bon appétit!


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Mezze mit Ofenzucchini und Kräuterjoghurt

Nachdem ich euch gestern schon das Rezept für die weißen Bohnen mit Ofentomaten verraten habe, möchte ich euch heute den zweiten Teil unseres leckeren Abendessens vorstellen. Die beiden Gerichte ergänzen sich perfekt und sind auch schnell gemacht, da der Backofen die Hauptarbeit erledigt. Das Rezept habe ich auf dem schönen Blog Nesrin’s Küche gefunden, von dem ich mich immer gerne in das Reich der türkischen Küche entführen lasse. Ich habe das Rezept leicht abgeändert: die Zucchini bekommmen durch das Garen im Ofen einen intensiveren Geschmack und den Joghurt habe ich mit etwas Minze und Dill verfeinert. Ein wunderbares leichtes Sommeressen, das ich als dritten Beitrag bei Uwes Blogeevent „Wir kochen alle nur mit Wasser“ einreichen möchte. Es sind schon über 130 Rezepte, und damit 1300 Euro Spende an die Organisation Viva con Agua, zusammengekommen. Helft alle mit, damit die 200 Rezept und damit max. 2000 Euro Spenden erreicht werden!

Meze mit Ofenzucchini und Kräuterjoghurt


Als Vorspeise für vier Personen (oder halbe Hauptspeise für zwei) braucht ihr:

1,5-2 Zucchini
Olivenöl
1 fein gehackte (große) Knoblauchzehe
1 EL Minze und 1 EL Dill fein geschnitten
200g Joghurt
100g Feta, in Würfel geschnitten

Die Zucchini viertelt ihr, schneidet sie in Stücke, salzt sie etwas und backt sie 50 Minuten im Backofen bei 200 Grad.

Den Joghurt vermischt ihr mit den restlichen Zutaten. Wenn die Zucchini weich sind, mischt ihr den Feta darunter. Den Joghurt gebt ihr auf eine Servierplatte und richtet die Zucchini darauf an. Afiyet olsun!

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser


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leichte sommerliche Zucchini-Tomaten-Tarte mit Ziegenkäse

Jetzt ist die perfekte Zeit für Zucchini und Tomaten: sie kommen aus der Region und die Tomaten haben nach den wunderschönen Sommerwochen endlich richtig Geschmack! So schwebte mir eine sommerliche Tarte mit Ziegenkäse vor, bei der die Zucchini und Tomaten richtig schön zur Geltung kommen. Bei Micha von Grain de Sel fand ich ein wunderschönes Exemplar, das aber ohne Ziegenkäse auskam. Also habe ich noch ein bisschen an dem Rezept herumgetüfftelt und war von dem Ergebnis begeistert. Nur der Teig ohne Ei wurde durch den großen Anteil an Einkornvollkornmehl zu krümelig. Damit ihr nicht mit der Tortenschaufel kämpfen müsst, gebe ich euch das Rezept mit meinem normalen Quicheteig mit Ei…

Tarte mit Zucchini, Tomaten und Ziegenkäse

Für zwei Personen braucht ihr:

Für den Teig:
100g Weizenmehl 550
100g Einkornvollkornmehl
80g Butter
1 Ei (M)
6 EL Milch
eine große Prise Salz
etwas getrockneter Oregano und Thymian
etwas türkischer Pul Biber

Für den Belag:
1 große Zucchini (oder zwei normale)
8 große Cherrytomaten
70g Ziegenfrischkäse
etwas frischer Thymian, Oregano und Minze
1 TL Rosmarin

Für den Tarteteig knetet ihr alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig und stellt ihn mindestens eine halbe Stunde kalt.

Für den Belag schneidet ihr die Zucchini in knapp 5 mm dicke Scheiben, legt sie nebeneinander, streut etwas Salz darauf und wartet, dass etwas Flüssigkeit austritt. Falls ihr kleine Zucchini habt, die nicht sehr wässrig sind, könnt darauf eventuell auch verzichten. Die Tomaten schneidet ihr ebenfalls in dünne Scheiben und salzt sie etwas.

Den Ziegenfrischkäse mischt ihr mit den Kräutern.

Den Backofen heizt ihr auf 180 Grad Pizzastufe (oder 200 Grad Ober- und Unterhitze) vor.

Dann wallt ihr den Tarteteig dünn aus und legt ihn in eine Tarteform. Auf den Teig streicht ihr dünn den Ziegenfrischkäse. Die Zucchini tupft ihr mit einer Küchenrolle trocken und legt sie abwechselnd mit den Tomaten vom Rand her überlappend auf den Teig. Zum Schluss bestreut ihr sie mit dem Rosmarin und schiebt sie auf der untersten Schiene für 40 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Bon appétit!

Da die Tarte ein wunderbares Sommergericht ist, wird sie mein zweiter Beitrag für Uwes Event „Wir kochen alle nur mit Wasser“, damit die 2000 Euro Spenden auf jeden Fall zustande kommen!

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser