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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Geburtstagskuchen – Himbeer–Quarksahne-Biskuitrolle

Das Jahr endet für mich immer mit einem Geburtstagsfeuerwerk, ein schwacher Trost dafür, dass zu dieser Zeit immer (fast) alle Welt ausgeflogen ist und keine Zeit für einen Geburtstagskaffee hat. Zumindest muss man seinen Geburtstagskuchen dann nur mit wenigen Menschen teilen, das hat ja auch wieder einen Vorteil! Dieses Jahr hatten wir nur relativ wenig Zeit etwas zu backen, so musste ein Rezept her, das zwar einem Geburtstag angemessen ist, aber nicht allzu lang dauert und vor allem nicht über Nacht durchziehen muss. Und nach Weihnachten muss es ja auch nicht gleich die allerheftigste Torte sein. Eine frisch-fruchtige Himbeer-Biskuitrolle passte mir daher perfekt. Und da sie so leicht schmeckt, kann man gleich noch ein Stückchen mehr vertilgen :-). Das Rezept ist eine Abwandlung dieses GU Rezeptes, das durch die Sahne fluffiger wird. Durch Stefanies Hinweise habe ich es auch endlich mal geschafft die Creme mit Agar Agar perfekt zu gelieren!

Himbeerbiskuitrolle

Für eine Biskuitrolle braucht ihr:

Für den Teig:
4 Eier
100 g Zucker
70 g Mehl Typ 405
40 g Speisestärke
Zucker zum Stürzen

Für die Himbeer-Quark-Sahne-Creme:
500 g Himbeeren
250g g Quark ((Magerstufe)
200ml Sahne
100g Zucker
1 Tütchen Agartine
2 EL Zitronensaft,
etwas klein geriebenes, selbstgemachtes Orangeat, Mandarinenschnitze und Schokolade zur Dekoration

Den Backofen heizt ihr auf 200° (Umluft 180°) vor und legt das Backblech mit Backpapier aus.

Für den Biskuitteig trennt ihr die Eier und rührt die Eigelbe mit 4 EL heißem Wasser und 70 g Zucker schaumig.

Die Eiweiße und 30 g Zucker schlagt ihr steif und gebt den Eischnee auf die Eigelbcreme. Dann siebt ihr das Mehl und die Stärke darüber und hebt alles vorsichtig unter.

Den Teig streicht ihr auf das Backpapier und backt ihn im Backofen 12-15 Min.

Den Biskuit stüzt ihr auf ein mit Zucker bestreutes Tuch, bestreicht das Backpapier mit Wasser und löst es ab. Den Biskuit rollt ihr mit Hilfe des Tuchs auf und lasst ihn auskühlen.

Die Hälfte der Himbeeren stellt ihr beiseite. Die restlichen Himbeeren püriert ihr und streicht sie durch ein Sieb.

Das Himbeerpüree (bis auf einen kleinen Rest für die Dekoration) kocht ihr mit der Agartine sprudelnd auf und lasst es zwei Minuten köcheln. Dann rührt ihr Stück für Stück den Quark und dann den Zitronensaft unter und lasst die Masse auf 35 Grad abkühlen (Vorsicht: ab ca. 30 Grad geliert der Agar Agar, aber wenn das Püree noch zu heiß ist, schmilzt sofort die geschlagene Sahne). Währenddessen schlagt ihr die Sahne steif und hebt sie vorsichtig unter, sobald die Himbeer-Quark-Masse 35 Grad erreicht hat.

Sobald die Quarkcreme eingedickt, aber noch nicht ganz fest ist, rollt ihr die Biskuitrolle auseinander und bestreicht sie mit 2/3 der Quarkcreme. Darauf legt ihr die restlichen Himbeeren. Dann rollt ihr die Biskuitrolle auf und bestreicht sie außen mit der restlichen Creme. Zum Schluss könnt ihr sie mit etwas Himbeerpüree, Orangeatstaub, Mandarinen und Schokolade dekorieren. Lasst sie euch schmecken!

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Mandel-Makronen mit Rosmarin

Weihnachten steht fast vor der Tür und ich muss davor dringend noch meine letzten Plätzchenrezepte verbloggen, sonst erinnere ich mich nächstes Jahr nicht mehr an die genauen Zutaten – das wäre doch ärgerlich.. Der geschmackliche Clou an diesen Makronen ist die leichte Rosmarin und Orangennote. Und da die Konsistenz nach zwei Wochen Lagern in der Plätzchendose (mit einem feuchten Tuch) deutlich gewonnen hat und sie jetzt außen leicht knusprig und innen wunderbar mürb geworden sind, haben sie sehr gute Chancen auch nächstes Jahr auf unserem Plätzchenteller zu landen.

Mandelmakronen mit Rosmarin

Ihr braucht dafür:
2 Eiweiß
125g Puderzucker
300g gemahlene Mandeln (ungeschält)
etwas Vanille
25g selbstgemachtes Orangeat (alternativ: Orangenschale), im Mixer pulverisiert
Nadeln von drei ungefähr 6cm langen Rosmarinzweigen, fein gehackt (ich habe sie gemeinsam mit den Mandeln im Foodprozessor gemahlen)
1 Prise Salz
Haselnusskerne zum Dekorieren

Das Eiweiß schlagt ihr mit einer Prise Salz steif und lasst nach und nach den Puderzucker einrießeln. Dann hebt ihr die gemahlenen Mandeln, das Orangeat, die Vanille und den Rosmarin unter.

Die Masse formt ihr zu kleinen Kugeln, setzt darauf je eine Haselnuss und lasst sie im Backofen bei 180 Grad Umluft ungefähr 10-15 Minuten backen bis sie leicht braun aber nicht zu trocken werden. Lasst sie euch schmecken!


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Schoko-Orangen-Plätzchen

Die diesjährige Weihnachtsbäckerei ist fertig und zumindest diese Sorte muss ich euch unbedingt noch vorstellen. Ich wollte noch eine Sorte backen, die schnell hergestellt, aber trotzdem nicht zu langweilig ist. Irgendwie war mir nach etwas Fruchtigem zu Mute und hübsch sollten sie auch noch sein. Da kam mir die Idee mit einem hellen und einem dunklen ineinander gerollten Teig zu arbeiten. Und da Orange und Schokolade bzw. Kakao immer ein perfektes Paar bilden, entstanden diese leckeren Plätzchen. Meine bessere Hälfte war begeistert: fruchtig und nicht zu schwer, perfekt um gleich ein paar mehr zu essen! Und da sie einfach gerollt und dann in Scheiben geschnitten werden, sind sie perfekt für faule Bäckerinnen wie mich!

Orangen-Schoko-Plätzchen

Für ungefähr zwei Bleche braucht ihr:

Für den hellen Teig:
125g Weizenmehl Typ 550
60g Butter
50g Zucker
1 Eigelb
geriebene Schale einer Orange
4 EL Orangensaft
etwas Vanille

Für den dunklen Teig:
125g Weizenmehl Typ 550
3 EL (ungesüßtes) Kakaopulver
65g Butter
50g Zucker
1 Eigelb
1 TL Lebkuchengewürz
6 EL Orangensaft

Für beide Teige knetet ihr die Zutaten zu je einem glatten Teig und stellt ihn mindestens 30 Minuten kalt. Dann wallt ihr beide zu einem ungefähr gleich großen (ca. 20-25×10-15 cm) Rechteck aus, legt beide Rechtecke übereinander, rollt sie von der längeren Seite zu einer dicken Rolle ein und rollt sie so lange bis sie einen Durchmesser von ungefähr 3cm hat. Dann legt ihr sie nochmals für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank, damit sie sich gut schneiden lässt.

Jetzt heizt ihr den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vor. Die Teigrolle schneidet ihr in ungefähr 5mm dicke Scheiben und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Die Plätzchen backt ihr nur ungefähr 10 Minuten, damit sie nicht hart und trocken werden. Lasst sie euch schmecken!


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Florentiner mit selbstgemachtem Orangeat

Zu den Klassikern, die bei uns jedes Jahr nicht fehlen dürfen, gehören die Florentiner. Auch wenn sie so mopsig sind, dass man nur kleine Mengen davon verdrücken kann, liebe ich den knusprigen Mandel-Karamell-Schokoladengeschmack sehr. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal das Orangeat und Zitronat nach dem Rezept von Herrn Grün selbst hergestellt – was wirklich um Längen leckerer ist! Ich nasche es sogar pur immer wieder ganz gerne – und wer würde das von konventionellem Orangeat schon behaupten? Genau genommen ist es zwar kein echtes Orangeat, da dieses aus Bitterorangen hergestellt wird, aber wirklich sehr aromatisch! Ebenfalls eine Premiere war die Dreiecksform, die jede Menge Arbeit erspart. Bisher hatte ich immer aufwendig runde Florentiner geformt, die dann beim Backen auseinander liefen und wieder in Form geschoben werden mussten…Im Weihnachtsplätzchenheft unserer BloggerkollegInnen fand ich ein Florentinerrezept von Micha, bei dem die Mandelmasse einfach auf dem Backblech ausgestrichen, im Stück mit Kuvertüre bestrichen und dann nur noch in Form geschnitten wird. Hübsch sehen sie so ebenfalls aus und die Arbeit ist nur noch ein Bruchteil! Großartig, Danke Micha!

Mandel-Florentiner

Für ein (kleineres) Blech Florentiner braucht ihr:

150 ml Sahne
50 g Butter
125 g Zucker
50 g Honig
60 g gehackte Mandeln
200 g Mandelblättchen
25g Orangeat und Zitronat, am besten selbstgemacht
125 g Halbbitter-Kuvertüre

Die Sahne erhitzt ihr langsam mit der Butter, dem Zucker und dem Honig. Die Masse lasst ihr einige Zeit unter Rühren einköcheln, bis sie schön dick wird. Dann nehmt ihr den Topf vom Herd und zieht die gehackten Mandeln, die Mandelblättchen sowie Orangeat und Zitronat unter.

Nun heizt ihr den Backofen auf 210 Grad Ober- und Unterhitze vor. Die Masse streicht ihr dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Da es bei mir nicht ganz voll wurde, habe ich die Seite, die nicht am Rand abschloss, mit Alufolie eingegrenzt, damit die Masse beim Erhitzen im Ofen nicht auslaufen kann. Ein Backrahmen würde da natürlich auch gute Dienste leisten.

Die Florentinerplatte lasst ihr ca. 13 Minuten goldgelb backen und auf dem Blech auskühlen. Dann erhitzt ihr die Kuvertüre im Wasserbad, kippt das Florentinerplatte auf eine glatte Fläche und bestreicht die Rückseite. Wenn die Kuvertüre ausgehärtet ist, schneidet ihr die Florentiner in die gewünschte Form. Ich habe mich für Dreiecke entschieden. Lasst es euch schmecken!


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Der Advent kann kommen: Mohn-Orangen-Plätzchen

Auch wenn ich noch überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung bin, die Adventszeit steht schon fast vor der Tür. Und zur Adventszeit finde ich gehören Plätzchen einfach dazu. Irgendwie muss man sich ja diese graue Jahreszeit erträglicher machen! Und da man bei diesem Wetter keinen Hund vor die Tür schickt, kann man das Wochenende auch beruhigt in der Küche verbringen.

Die Mohn-Orangen-Plätzchen sind momentan meine allerliebste Sorte. Ich habe sie letztes Jahr auf der Brigitte-Seite entdeckt. Die Mischung aus Mohn, Nüssen und dem frischen Orangenaroma ist einfach perfekt! Vielleicht fehlt euch ja noch ein Rezept für dieses Jahr?

Mohn-Orangen-Plätzchen

Für ein großes Blech braucht ihr:

Für den Teig:
250g Butter
150g Puderzucker
2 Prise Salz
2 Eier
500g Mehl
2 TL Backpulver
100g gemahlener Mohn
100g Zucker
85ml Milch
Mehl zum Ausrollen

Für die Füllung:
4 Bio-Saftorangen
200g gemahlene Mandeln
200g gemahlene Gramm Walnüsse
200g Zucker
4 EL Orangenlikör (ich: Rum)
Zutaten für die Glasur:
150 Gramm Puderzucker
ca. 2-3 EL Orangensaft
1 EL Orangenlikör (ich:etwas Rum)

Mohn, Zucker und Milch lasst ihr zusammen aufkochen bis eine klebrige, weiche Masse entsteht. Dann schlagt ihr die weiche Butter, den Zucker, das Salz und die Eier mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer cremig. Nun gebt ihr das Mehl, das Backpulver und die abgekühlte Mohnmischung dazu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Den Teig wickelt ihr in Frischhaltefolie und stellt ihn für mindestens 30 Minuten kalt.

In der Zwischenzeit bereitet ihr die Füllung zu. Dafür reibt ihr die Schalen der Orangen ab, presst die Orangen aus und messt 10 EL Saft ab (den restlichen Saft für die Glasur beiseite stellen). Die Mandeln, Walnüsse, den Orangensaft und -schale, den Zucker und den Rum verrührt ihr. Dann heizt ihr den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze oder 160 Grad Umluft vor.

Den Teig teilt ihr in zwei Portionen. Eine Portion rollt ihr mit wenig Mehl auf feinem Backpapier zu einem Rechteck aus und legt es auf ein Backblech. Die Füllung verstreicht ihr gleichmäßig darauf. Die zweite Portion rollt ihr in gleicher Größe aus und legt sie auf die Füllung (ich habe den recht weichen Teig wieder auf einem Backpapier ausgewallt, hatte dann aber etwas Schwierigkeiten es exakt auf das andere Rechteck zu legen). Dann im Ofen etwa 20 Minuten backen.

Für die Glasur verrüht ihr den Puderzucker mit etwa 3 EL Orangensaft und Rum zu einem glatten Guss und bestreicht die warmen Plätzchen damit. Etwas abkühlen lassen und in Rauten oder Dreiecke schneiden.

Lasst es euch schmecken!