mangoseele

Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


16 Kommentare

Arroz negro con calamares y vieras – schwarzer Reis mit Tintenfischen und Jakobsmuscheln

Nele von Küchendelikte organisiert gerade bei Zorras Kochtopf einen Blogevent spanische Küche. Was für ein schöner Anlass nochmal kulinarisch den Sommer aufleben zu lassen! Aber keine leichte Aufgabe, sich für ein Gericht zu entscheiden. Da fiel mein Blick auf das Tütchen Kalamartinte, das noch ein einsames Dasein in meinem Kühlschrank fristete und ich erinnerte mich an den wunderbaren Arroz negro, den ich vor vielen Jahren in Valencia gegessen habe. Auf dem Markt bekam ich am Samstag sogar frischen Kalamar, praktischerweise schon in Ringe geschnitten, so entfiel auch das lästige Säubern und der Reis war schnell auf dem Tisch. Und da mich die letzten fünf Jakobsmuscheln so anlachten, mussten sie auch noch mit und verwandelten den Arroz negro in ein echtes Feinschmeckeressen!

Arroz negro

Für zwei Personen braucht ihr:
1 gahackte Zwiebel
1 gehackte Knoblauchzehe
1 in kleine Würfel geschnittene Tomate
1/2 TL mildes Paprikapulver
ein paar Fäden Safran
500ml guter Fisch- oder Meeresfrüchtefonds (ich: Boullion de crustacés von Ariake, wirklich gut und ohne Zusatzstoffe, aber gibt es leider nur in Frankreich :-()
180g Paellareis (am besten der Sorte Bomba)
1 Tüte Kalamartinte
500g (wenn möglich frische) Tintenfischringe
1 EL gehackte Petersilie
1 rote Spitzpaprika, klein gewürfelt (optional, gehört eigentlich nicht in das original spanische Rezept, ist aber lecker)
5 Jakobsmuscheln (optional)
Olivenöl
Salz und Pfeffer

In etwas Olivenöl dünstet ihr die Zwiebeln und den Knoblauch an. Sobald sie glasig sind, gebt ihr das Paprikapulver, den Safran und die Tomate dazu. Dann rührt ihr die Tintenfischringe unter und lasst alles zugedeckt 10 Minuten köcheln.

Währenddessen bereitet ihr den Fonds zu (Falls ihr frischen selbst herstellt, natürlich als erstes, da es dann länger dauert).

Anschließend rührt ihr den Reis unter die Zwiebel-Tomatenmischung und lasst ihn auf niedriger Flamme 5 Minuten köcheln. Dann gebt ihr die Brühe und die Kalmartinte dazu und rührt gut um, damit sich die Tinte verteilt. Zugedeckt lasst ihr den Reis auf niedriger Flamme köcheln bis er weich ist und die Brühe aufgesogen. Nach ungefähr 10 Minuten gebt ihr die Paprika und die Petersilie dazu. Abgesehen davon solltet ihr den Reis möglichst nicht umrühren.

Sobald der Reis fertig ist, lasst ihr ihn ausgeschaltet und zugedeckt noch kurz durchziehen. Währenddessen bratet ihr die Jakobsmuscheln kurz in Olivenöl anbraten (ca. 1 Minute von jeder Seite) und auf dem Arroz negro servieren. Que aproveche!

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

Werbeanzeigen


19 Kommentare

San Felice Circeo, die Küste Latinas und Strozzapreti con gamberi e vongole

Unser Italienurlaub ist schon fast einen Monat her, es wird also Zeit, dass ich euch endlich ein paar Fotos und vor allem ein wunderbares Rezept präsentiere! Die Reise führte uns diesmal an die Küste der Provinz Latina zwischen Rom und Neapel. Wir hatten einen Haustausch im hübschen Örtchen San Felice Circeo gefunden. So luxuriös hatten wir bisher noch nie getauscht! Die Ferienwohnung grenzte direkt an den Nationalpark des Monte Circeo und bot einen traumhaften Blick über das Meer.

Blick vom Balkon in der Abendstimmung

Blick vom Balkon in der Abendstimmung

Angler am Meer

Angler am Meer

Außer dem Nationalpark, in dem sich wunderbar wandern lässt, grenzte die Wohnung an schicke Villen, die sich zwischen den Bäumen versteckten. Sogar einer der historischen Wachtürme wurde mit falschen Zinnen zur Luxusvilla ausgebaut. Denkmalschutz auf italienisch nimmt es wohl nicht so genau…

Villa in altem Wachturm

Villa in altem Wachturm

In 1,5 Kilometer Entfernung befand sich der wunderschöne, romantische Altstadtteil von San Felice Circeo. Hier gibt es ein paar Cafés und Restaurants, in denen man die schöne Atmosphäre genießen kann. Die Geschäfte und das sonstige Leben spielt sich jedoch hauptsächlich im 1,5 Kilometer entfernten neuen Stadtzentrum ab. Dort gab es unzählige Köstlichkeiten zu kaufen: Frischer Mozzarella die Buffala, selbstgemachte Steinpilzlasagne, Pasta und köstlichste Trüffelravioli (da musste ich an dich denken, Claudia). Ganz zu schweigen von den Dolce und der großartigen Eisdiele…Was für ein Glück, dass wir die drei Kilometer zu unserem Appartment meistens zu Fuß zurücklegten 🙂

Hauptplatz von San Felice Circeo

Hauptplatz von San Felice Circeo

Selbst ohne Auto waren die Busverbindungen gut genug, um die umliegenden Städtchen und Dörfer zu erkunden. Das nächstgrößere Städtchen Terracina hat einen sympatischen Altstadtkern mit einer bunten Mischung unterschiedlichster Epochen.

Altstadt von Terracina

Altstadt von Terracina

Dort fanden wir ein großartiges Restaurant, la Tana degle Artisti. Wir waren die einzigen Gäste und so konnten wir den Wirt in aller Ruhe zu den verwendeten Zutaten, der Zubereitung und allem Möglichen löchern. Er war sogar so nett, uns das Rezept für die Strozzapreti con gamberi e vongole zu verraten. Ich habe es gleich ein paar Tage später selbst nachgekocht. Es war sehr lecker, aber weder die Vongole noch die Gamberi waren so gut wie in Terracina. Am Ende des Mittagsessens stellten wir fest, dass unser Bargeld nicht mehr ganz reichte (obwohl das Essen durchaus günstig war), wir aber nicht mir Karte zahlen konnten. Statt uns schnell zum Geldautomaten gehen zu lassen, erließ uns der Wirt einfach ein paar Euro. Solch eine Gastfreundschaft habe ich selten in einem Restaurant erlebt, da bekommt Griechenland ja fast noch Konkurrenz 🙂

Strozzapreti con gamberi e vongole

Strozzapreti con gamberi e vongole in Terracina


Für zwei Personen braucht ihr:

300g Strozzapreti oder andere frische Pasta
500g Venusmuscheln
4 – 6 große Garnelen
200g Datteltomaten
1 Knoblauchzehe
100g Ruccola
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Wenn sie noch nicht ausgewaschen sind, die Venusmuscheln wässern bis sie sich leicht öffnen und der Sand ausgespült wird.

Die Knoblauchzehe dünstet ihr im Ganzen in etwas Olivenöl an bis sie von allen Seiten gebräunt ist. Dann entfernt ihr sie wieder. Nun gebt ihr die Venusmuscheln dazu, deckt den Topf zu und lasst sie dünsten bis sie sich öffnen. Nun gebt ihr die Garnelen dazu und lasst sie kurz mitbraten. Dann rührt ihr die halbierten Datteltomaten und die Hälfte des Ruccola darunter, schmeckt mir Salz und Pfeffer ab und lasst alles fünf Minuten köcheln.

Währenddessen kocht ihr die Nudeln in Salzwasser bissfest. Dann gießt ihr sie ab und rührt sie unter die Muscheln und Garnelen. Zugedeckt lasst ihr sie auf niedriger Flamme nochmals ein paar Minuten ziehen bis sie die Sauce gut aufgesogen haben. Zum Schluss gebt ihr den restlichen Ruccola darüber. Buon appetito!

Ein wunderschönes Dorf, 30 km von San Felice entfernt, ist Sperlonga. Wie ein Adlerhorst thront es auf dem Felsen über dem Meer. In der Hauptsaison ist es hier vermutlich recht überlaufen, aber im Oktober hatten sich kaum Touristen herverirrt, so dass wir die Gassen in aller Ruhe durchstreifen konnten.

Im Sommer scheinen manche Gäste wohl etwas zu freizügig zu sein. Ich hoffe nur, sie verstehen so viel Italienisch, dass sie es nicht als Aufforderung zum Nackbaden interpretieren…

PA088168

Wunderschön zum Erwandern ist auch das in der Nähe gelegene Städtchen Gaeta. Oberhalb der Altstadt führen schöne Wanderwege durch einen großen Park und ermöglichen einen traumhaften Blick auf die Stadt und das Meer.

Blick auf Gaeta

Blick auf Gaeta

Auch hier lauern unerwartete Überreste der Römerzeit:

Römische Säule in der Toilette einer Bar

Römische Säule in der Toilette einer Bar

Nördlich von San Felice Circeo liegt die zur Mussolinizeit angelegte Stadt Sabaudia. Unter Mussolini wurde das Sumpfgebiet trockengelegt und der kilometerlange Strand und die künstlichen lagunenähnlichen Seen geschaffen. Die Stadt versprüht eine recht eigenartige und etwas deprimierende Atmosphäre, der Stradn ist jedoch wirklich der schönste in der Umgebung. Kein Wunder, dass San Felice als Urlaubsort so begehrt ist. Man wohnt in der Nähe des hübschen Dörfches und fährt dann schnell die paar Kilometer an den traumhaften Sandstrand.

Anstatt wieder nach Hause zu fahren, hätten wir einfach auch in Terracina das Oktoberfest genießen können. Aber was in aller Welt sind das für typisch deutsche Speisen??

Oktoberfest in Italien

Oktoberfest in Italien

Die letzten zwei Tage nutzten wir für einen Abstecher nach Rom. Um den Touristenmassen etwas auszuweichen, genossen wir den Blick von oben…

Blick auf Rom

Blick auf Rom

…und erkundeten lieber das relativ untouristische Viertel Testaccio. Dort fand ein kleiner Biomarkt neben dem Zentrum für alternative Ökonomie statt. Welch ein schöner Zufall, um mich noch mit italienischen Leckereien einzudecken!

Biomarkt in Testaccio

Biomarkt in Testaccio


4 Kommentare

Koche Samba mit mir : Bobó de Camarão

Claudia von Dinner um Acht lädt ein zum Samba kochen. Zusammen mit der Frankfurter Buchmesse hat sie ein Blogevent zum diesjährigen Gastland gestartet und sucht brasilianische Kreationen. Sofort fielen mir die zwei braslilianischen Freunde meiner italienischen Mitbewohnerin in Barcelona ein, die uns damals köstlichst bekocht hatten: mit einer Moqueca und einem Bobó de Camarão. Ach war das eine schöne Zeit: Barcelona im Sommer, Strand und Sonne und unsere nette, bunte gemischte Hausgemeinschaft, die wunderbares Essen aus unterschiedlichsten Ländern auftischte. Die zwei handschriftlich notierten Rezepte sind zwar irgendwann bei einem meiner Umzüge verschwunden, aber die brasilianische Blogosphäre half mir mit verschiedenen Rezepten das Rezept nach meiner Erinnerung zu rekonstruieren.

Bobó de Camarão

Der Bobó de Camarão vereint viele typische Zutaten der brasilianischen Küche aus Bahia. Die Bahianische Küche prägen besonders die afrikanischen Einflüsse, die von den Sklaven mitgebracht wurden. Häufig werden Palmöl, Kokosmilch, Maniok und Koriander verwendet, die alle im Bobó de Camarão Verwendung finden. Hier in Deutschland sind die notwendigen Zutaten etwas schwieriger zu finden, das Problem beginnt schon bei den Garnelen. Ich habe gefrorene Bio-Garnelen verwendet, da frische schwer aufzutreiben sind und ich konventionelle auch wegen der Rodung der Mangrovenwälder meide. Umso frischer die Garnelen sind, umso besser wird aber natürlich auch der Bobó…wenn ich doch nur noch in Barcelona wäre… 😉 Auch frischen Maniok konnte ich heute nicht finden und habe mich deshalb mit gefrorenem beholfen. Geschmacklich kommt er aber an frischen Maniok nicht heran. Unverzichtbar für den Geschmack ist das rote Palmöl. Da Palmöl wegen der Rodung von Regenwald für die Plantagen sehr umstritten ist, solltet ihr möglichst ein Bioprodukt verwenden, bei dem auf Nachhaltigkeit geachtet wird. So, jetzt aber ran an die Kochlöffel!

Für drei Personen braucht ihr:
300g geschälte Garnelen (wenn ihr ungeschälte findet, könnt ihr den Fond aus den Garnelenschalen kochen)
180g Maniokwurzel
3 mittelgroße Tomaten, geschält und gewürfelt
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 grüne Paprika
1/4-1/2 Pepperoni
500ml Garnelen- oder Fischfond
100 ml Kokosmilch
eine Handvoll gehackter frischer Koriander
etwas Olivenöl (oder Pflanzenöl) zum Anbraten
Saft einer halben Zitrone
Salz
1,5 EL Palmöl

Die Maniokwurzel schält und halbiert ihr und dünstet sie im Schnellkochtopf (ca. 5 Minuten) oder einem Dünsteinsatz (ca. 20 Minuten) weich. Dann entfernt ihr die harten Fasern in der Mitte und püriert den Maniok mit dem Fischfond im Mixer.

Die Garnelen beträufelt ihr mit dem Zitronensaft und lasst sie etwas marinieren. Dann bratet ihr sie kurz in Olivenöl an und stellt sie dann zur Seite. In der gleichen Pfanne bratet ihr anschließend die Zwiebeln und den Knoblauch an, gebt die Tomaten, die Pepperoni und die Paprika dazu und gießt das Ganze mit der Maniok-Fischfond-Mischung auf. Die Sauce lasst ihr ungefähr 10 Minuten einköcheln.

Zum Schluss rührt ihr die Kokosmilch, das Palmöl, den Koriander und die Garnelen darunter und serviert den Bobó sofort heiß. Dazu passt Reis, der Bobó de Camarão ist aber auch ohne Beilage sehr lecker. Bom apetite!


Cook it with Samba!


2 Kommentare

Oktopus Giouvetsi – griechischer Eintopf mit reisförmigen Nudeln

Ich habe euch ja schon in meinem Artikel über Schinoussa erzählt, dass extra für uns ein Oktopus Giouvetsi in der Taverne Meltemi gekocht wurde. Ich hatte zuvor gelesen, dass dies ein inseltypisches Essen sei. Auf Nachfrage boten sie direkt an, es für uns am nächsten Tag zu kochen, obwohl es nicht auf der Karte stand. Unglaublich freundlich, oder? Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, verwendeten sie aber nicht die typischen Reisnudeln. Daher wollte ich es unbedingt zu Hause nochmals mit den Kritharaki-Nudeln nachkochen.

Oktopus Giouvetsi

Giouvetsi wird am häufigsten mit Lamm oder auch anderen Fleischsorten gekocht. Im Blog „Der Geschmack von Kreta“ stieß ich auf ein schönes Rezept dafür und ließ mich außerdem von einigen Rezepten für Oktopus Giouvetsi auf griechischen Seiten inspirieren.

Für zwei Personen braucht ihr:

500g Oktopus (meiner war ein gefrorener, vorgekochter und geschnittener)
6 kleine (oder 3 große) Tomaten
200g Kritharaki (Orzo) Nudeln (gibt es teuer z.B. bei Karstadt und billig beim türkischen Supermarkt)
100 ml nicht zu trockener Rotwein
Olivenöl
Wasser
Salz und Pfeffer
1/2 TL getrockneter Oregano
1/2 TL getrockneter Thymian
1 Lorbeerblatt
1 Zimtstange
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe hackt ihr fein und püriert die Tomaten im Mixer. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe bratet ihr dann in Olivenöl an. Spart nicht am Olivenöl, die Griechen geben eine halbe Tasse Olivenöl daran, so viel muss es nicht sein, aber etwas Geschmack sollte es geben. Nun gebt ihr den Oktopus dazu, lasst ihn kurz anbraten und fügt dann die Tomaten, den Rotwein und die doppelte Menge Wasser hinzu. Das Ganze würzt ihr mit den Gewürzen und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.

Dann lasst ihr den Eintopf auf dem Herd oder im Ofen bei 200 Grad (ich auf dem Herd) langsam schmoren bis der Oktopus gar ist. Bei mir hat das wieder ewig gedauert (fast zwei Stunden), ich vermute das liegt an dem vorgekochten Oktopus. Normalerweise sollten eine bis eineinhalb Stunden ausreichen. Wenn die Sauce zu sehr eindickt, gebt weiteres Wasser dazu. Wenn der Oktopus weich ist, gebt ihr die Nudeln dazu und lasst in der Sauce weichkochen. Gegebenenfalls gebt ihr noch etwas heißes Wasser dazu, wenn die gesamte Flüssigkeit vor Ende der Garzeit aufgesogen ist. Rührt mehrmals um, damit die Nudeln nicht am Boden ankleben. Kali orexi!


4 Kommentare

Sultans Freude: scharfer Oktopus

Jetzt habe ich es doch noch auf den letzten Drücker geschafft, für den von Ninive ausgerichteten Blogevent „Aus Sultans Küchen“ auf Aka Kochtopf einen Beitrag zu zaubern. Nachdem mein türkisches Leibgericht „Imam Bayildi“ verständlicherweise schon von Kochbuch für Max und Moritz gekocht worden ist, musste ich mir was Neues ausdenken. In meinem türkischen Lieblingsrestaurant Defne in Berlin gibt es ein grandioses Gericht, das scharfer Oktopus heißt, für das ich aber nirgends ein Rezept finden konnte. Daher habe ich hier versucht es aus meiner Erinnerung mit all meiner Fantasie nachzukochen. Und ich muss sagen, es kam ziemlich gut an das Original heran und ich bin mir sicher, der Sultan wäre vom Geschmack der Soße entzückt gewesen! Nur den Oktopus hätte ich noch etwas länger kochen lassen können, um damit er noch etwas zarter wird, aber nach eineinhalb Stunden war mein Hunger einfach zu stark. Eines habe ich auf jeden Fall gelernt: entweder lässt man Oktopus nur kurz oder ewig kochen, dazwischen wird er zäh wie Gummi!

scharfer Oktopus

Für zwei Personen braucht ihr:

400g gekochten, in Scheiben oder Stückchen geschnittenen Oktopus (ich habe einen tiefgekühlten, schon gekochten und geschnittenen gekauft, sonst müsstet ihr ihn noch dünsten, wie von Chili und Ciabatta hier beschrieben)
400g gestückelte Tomaten (aus der Dose oder frisch)
150 ml trockener Weißwein
150g Champignons, geviertelt
2 türkische grüne Paprika, in Stücke geschnitten
eine Handvoll schwarze Oliven in Scheiben
1 EL Kapern
1 große gewürfelte Zwiebel
2 gehackte Knoblauchzehen
eine Handvoll Petersilie
100g Feta
Kirmizi Biber (türkisches scharfes Paprikagewürz), als Ersatz Chili
1 1/2 TL süßes Paprikapulver
Salz
Olivenöl

In einer ofenfesten Casserole bratet ihr in etwas Olivenöl die Zwiebel und den Knoblauch einige Minuten an und gebt dann die grünen Paprika dazu. Scharfer OktopusNach 2-3 Minuten fügt ihr die Tomaten und den Weißwein hinzu und schmeckt die Soße mit dem Kirmizi Biber, dem Paprikapulver und etwas Salz ab. Dann kommt der Oktopus dazu und wird auf niedriger Flamme ungefähr zwei Stunden bei regelmäßigem Umrühren köcheln gelassen. Falls die Soße zu sehr eindickt, müsst ihr etwas Wasser dazugeben. Ich habe zuerst etwas Panik bekommen, da der Oktopus nach einiger Zeit zäh wie Schuhsohle wurde, das gibt sich aber wieder, wenn man ihn nur lange genug köcheln lässt. Nach eineinhalb Stunden, war der größte Teil des Oktopus butterweich, nur einige Stückchen, die vermutlich an einer ungünstigen Stelle gelegen sind, waren noch etwas hart. Ich gehe davon aus, dass nach spätestens zwei Stunden, dieses Problem definitiv behoben wäre. Ungefähr eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit gebt ihr die Champignons, die Oliven, die Kapern und die Petersilie dazu. Ganz zum Schluss legt ihr den zerstückelten Feta darauf und schiebt den Topf noch einige Minuten in den vorgeheizten Backofen. Afiyet olsun!