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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen


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Nutzt die restliche Spargelzeit! Spaghetti mit Spargel-Pistazien-Pesto

So langsam muss ich mich beeilen! Die Spargelsaison geht bald zu Ende und ich habe noch einen ganzen Haufen Spargelrezepte, die ich euch noch vorstellen möchte…Die Zeit rennt mir momentan einfach davon…Dieses war das erste Rezept, das mich aus dem Buch „Vegetarian Dinner Party“ von Claudia Peppel angelacht hat. Auf die ausführliche Rezension müsst ihr noch ein bisschen warten bis ich noch ein paar mehr Rezepte nachgekocht habe. Aber dieser erste Versuch war zumindest schon mal vielversprechend: Schnell, originell und lecker! Ich habe nur eine Sache verändert: Ich habe die Spargelmenge verdoppelt und die Hälfte davon in Stückchen unter das Pesto gemischt. Dadurch war es noch etwas frischer und knackiger. Die Pestomenge erschien uns recht viel, da würde ich nächstes Mal vielleicht etwas an den Pistazien sparen, ich habe es dementsprechend angepasst.

Spaghetti mit Spargel-Pistazien-Pesto


Für zwei Personen braucht ihr:

250g Spaghetti (Original: Spaghettini)
500g grüner Spargel
1 Schalotte
1 EL Butter
1 TL Rohrzucker (ich: 1 Prise)
Salz und schwarzer Pfeffer
Schale einer Biozitrone
75g geriebener Parmesan (ich: ca. 50g)
50g geschälte Pistazien (Original: 75g)
1,5 EL Olivenöl

Den Spargel wascht und schält ihr und schneidet die Hälfte in drei cm lange Stücke. .

Dann würfelt ihr die Schalotte klein und dünstet sie in einer großen Pfanne in der Butter an. Nun gebt ihr die Spargelstücke und die Spargelstangen dazu, löscht mit 150ml heißem Wasser ab und gebt etwas Salz, Pfeffer und die abgeriebene Zitronenschale dazu. Zugedeckt lasst ihr den Spargel ca. 7 Minuten köcheln bis er bissfest ist.

Jetzt gebt ihr die Spaghetti in gesalzenes, kochendes Wasser und kocht sie al dente.

Die Spargelstangen stellt ihr beiseite, die Spargelstücke mixt ihr mit der Flüssigkeit, den Pistazien, 2/3 des Parmesans und dem Olivenöl zu einer Paste und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.

Die restlichen Spargelstangen schneidet ihr in kleine Stücke.

Die Spaghetti gießt ihr ab, vermengt sie im Topf mit dem Pesto und rührt die Spargelstückchen unter. Buon appetito!

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


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Nussige Verführung: Spaghetti mit Sommertrüffeln

Irgendwie hat diese Trüffelsucht kein Ende: nach den Wintertrüffeln kamen die Bianchetti-Trüffeln und inzwischen hat die Sommertrüffelsaison begonnen. Und seit Eva & Paolo ihren Stand in der Markthalle Neun haben, komme ich kaum mehr aus der Halle heraus ohne zumindest ein kleines Trüffelchen in der Tasche zu haben (und nein, ich werde für diese Werbung nicht bezahlt ;-)). Zumindest sind sie hier wirklich erschwinglich und haben uns finanziell bisher nicht ruiniert. Ich muss nur hoffen, dass sie nie die teuren weißen Alba Trüffeln anschleppen 😉

Spaghetti mit Sommertrüffeln

Sommertrüffeln gelten ja als die weniger edlen Trüffeln, die auch deutlich günstiger sind als die schwarzen Perigord Trüffeln oder gar die weißen Alba-Trüffeln. Sie sind weniger intensiv als die schwarzen Trüffeln und haben ein nussiges Aroma. Man braucht etwas mehr davon, aber dann sind sie auch wirklich nicht zu verachten! Eva empfahl mir, die Trüffeln mit etwas Olivenöl und einem winzigen Stück Knoblauch fein zu mixen und dann zu Pasta zu servieren. Da sie uns gleich auch noch sehr leckere Spaghetti aus einer kleinen italienischen Manufaktur verkauften, sparte ich mir bei dem schönen Wetter die Pastaherstellung. Für ganz Faule verkaufen Eva und Paolo das Pesto auch schon fertig gemixt 🙂

Für zwei Personen braucht ihr:
250g Spaghetti
35-40g Sommertrüffel
ca 3 EL Olivenöl
ein sehr kleines Stück einer Knoblauchzehe (nicht zu viel, damit es feine Aroma der Trüffeln nicht dominiert)
Salz und Pfeffer
Parmesan

Die Sommertrüffeln reibt ihr – bis auf ein paar dünne Scheiben zur Dekoration – auf einer Reibe sehr fein, vermischt sie mit dem Olivenöl und dem geriebenen Knoblauch (oder ihr mixt alles mit dem Stabmixer) und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Dann kocht ihr die Spaghetti in Salzwasser al dente, gießt sie ab (ohne sie zu trocken zu schütteln) und mischt das Trüffelpesto darunter. Durch die Wärme der Pasta entfaltet sich das Trüffelaroma noch besser. Zum Servieren reibt ihr etwas Parmesan darüber. Buon appetito!


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Jetzt auch in Berlin auf der Bistrokarte: Fregola Sarda mit Artischocken und Erbsen

Die bunten Fregola scheinen das Zeug zum Blogbuster zu haben: Kaum erschienen sie das erste Mal im schweizer Bistro von Robert, wurden sie schon von Eva nachgekocht und für so gut beschieden, dass ich mich auch nicht mehr zurückhalten konnte. Und zu Recht: die hübschen sardischen Kügelchen vertragen sich bestens mit dem frühlingsfrischen Gemüse. Ich hatte ein ähnliches Problem wie Eva: richtig schöne Artischocken waren leider nicht aufzutreiben, daher habe ich nur eine gekauft und dafür das Ganze mit ein paar Zuckerschoten und Kirschtomaten aufgehübscht. Da fehlt dann auch der Speck kein bisschen! Jetzt sind nur leider meine Fregola aus…

Fregola Sarda mit Artischocken, Erbsen und Zuckerschoten

Für zwei Personen braucht ihr:
250g Fregola Sarda
500ml Gemüsebrühe
1-3 Artischocken (ich: 1)
250g Erbsenschoten
75g Zuckerschoten
150g Kirschtomaten
2 Lauchzwiebeln
2 frische Knoblauchzehen
1 Stückchen Pepperoni (je nach Schärfe und Vorliebe)
10-15 Blätter Minze
70g Feta
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Zuerst puhlt ihr die Erbsen aus den Schoten und gebt sie in ein Schüsselchen.
Dann schneidet ihr alle harten Blätter der Artischocke außen weg, kappt die Spitze und entfernt ggf. inn das Stroh, so dass nur das Artischockenherz übrig bleibt. (Die äußeren Blätter könnt ihr als Vorspeise im Schnellkochtopf dämpfen). Das bzw. die Artischockenherzen schneidet ihr in schmale Streifen.

Bei den Zuckerschoten schneidet ihr den Ansatz ab und teilt sie in drei bis vier Stücke.

Die Kirschtomaten viertelt ihr, die Lauchzwiebeln schneidet ihr in Ringe und die Knoblauchzehen und die Pepperoni hackt ihr fein. Die Minze schneidet ihr in feine Streifen und den Feta in kleine Würfel.

Nun gebt ihr die Fregola in einen Topf mit der kochenenden Gemüsebrühe und lasst sie kochen bis sie al dente sind. Die Flüssigkeit müsste am Schluss fast aufgesogen sein.

Währenddessen erhitzt ihr etwas Olivenöl in einer Pfanne, gebt die Lauchzwiebeln, den Knoblauch und Peperoni hinein und schwitzt sie an. Dann gebt ihr die Artischocke dazu, gießt ein paar EL Gemüsebrühe auf und lasst sie zugedeckt dünsten bis sie fast weich ist. Nach einigen Minuten gebt ihr die Erbsen dazu und kurz bevor die Artischocken weich sind die Zuckerschoten. Kurz vor Schluss kommen die Kirschtomaten dazu und werden kurz angeschwitzt.

Nun rührt ihr die Fregola Sarda und die Minze unter das Gemüse, hebt den Feta unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Buon appetito!


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Bärlauchpasta mit Löwenzahn

Simone feiert mit ihrem wunderschönen Blog S-Küche ihren ersten Blog-Geburtstag. Zur Feier des Tages wünscht sie sich regionale, saisonale Gerichte. Der April ist ja nicht gerade der dankbarste Monat, um regional zu kochen. Aber zumindest die ersten Frühlingsboten fangen an zu spriesen und man muss sie nur draußen einsammeln. Zwei davon habe ich in meinem Rezept verwendet: die Pasta selbst bekam durch etwas Bärlauchpesto eine schöne Farbe und ein herzhaftes Aroma. Das Pesto stammte bei mir zwar noch vom letzte Jahr (und ist nichtmal selbstgemacht, sonder von meiner Mutter), aber die neue Bärlauchsaison läuft ja schon auf Hochtouren…Der Löwenzahn wirkt sowohl äußerlich als auch mit seiner Bitternote wie die kleine Schwester der italienischen Puntarelle (die ja in älterem Stadtium ohne die Spitzen auch in den türkischen Supermärkten als Löwenzahn verkauft wird), was mich dazu verführt hat, ihn ähnlich zu verarbeiten. Eine gute Entscheidung! Löwenzahn wird in Zukunft sicherlich häufiger gesammelt und zu Pasta serviert!

Pasta mit Löwenzahn

Für zwei Personen braucht ihr:
Für die Pasta:
170g Mehl
50g Hartweizenmehl
2 Eier
1 EL Bärlauchpesto (alternativ: mit etws Öl pürierter Bärlauch)

Für die Sauce:
150-200g Löwenzahn
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
2 Sardellen
2 TL Strattù (sizilianisches Tomatenmark)
ein paar getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
100ml Weißwein
Rosinen
Mandeln (alternativ: Pinienkerne)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Parmesan

Für die Pasta verknetet ihr die Zutaten und verarbeitet sie in der Pastamaschine (ich: Casarecce-Pastaaufsatz der Kenwood).

Für die Sauce wascht ihr den Löwenzahn mehrmals gut und schneidet ihn in 2-3 cm lange Stücke. Falls noch Knospen darin versteckt sind, schneidet ihr sie vorsichtig heraus und legt sie beiseite. Ein 2-3 cm langes Stück der Wurzel schält ihr und hackt sie fein.

Dann schält und hackt ihr die Knoblauchzehe und die Zwiebeln und dünstet sie in Olivenöl an. Dann gebt ihr die kleingeschnittenen Sardellen dazu und lasst sie zerfallen. Die Löwenzahnknospen und die Wurzel lasst ihr kurz anbraten.

Nun gießt ihr mit dem Weißwein auf, rührt das Strattù und die getrockneten Tomaten unter und lasst es kurz einköcheln. Dann rührt ihr den Löwenzahn und Rosinen unter und lasst ihn kurz weichkochen.

Währenddessen röstet ihr die Manden oder Pinienkerne und kocht die Pasta in Salzwasser al dente und gießt sie ab.

Zum Schluss rührt ihr die Pasta unter die Löwenzahnsauce, lasst sie kurz ziehen und serviert sie mit den Mandeln und Parmesan. Buon appetito!

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)


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Trüffelsuche mit Happyend: Trüffelpolenta mit Pastinakenfüllung

Als Claudia von Food with a view zum Trüffel-Blogevent aufrief, war das für mich die Gelegenheit mich auf die Suche zu machen. Schließlich hatte ich in Italien Blut geleckt. So ein leckeres Trüffelchen müsste doch auch in Deutschland aufzutreiben sein. So einfach gestaltete sich die Suche in Berlin dann aber doch nicht, und so griff ich im Endeffekt zur Notlösung Internet. Die Perigord-Trüffel waren deutlich außerhalb meiner Preisklasse, also mussten die Tuber uncinatum reichen. Kurz darauf kam das Päckchen bei mir an. Gespannt öffnete ich es und…war zutiefst entäuscht: ein stark verschimmeltes, modrig riechendes Etwas schaute mich an…Der Verkäufer versprach mir sofort einen Ersatz zu schicken, die Post nach Berlin sei immer wieder das Problem, da die Zustellung so lange dauere…ja, Berlin ist wohl doch ein Dorf…Der Ersatz sah schon besser aus, duftete auch, aber der Geschmack – soweit er überhaupt vorhanden war – enttäuschte uns doch sehr. Ob es nur an unserem Exemplar oder an der Sorte lag? Am nächsten Tag fanden wir durch Zufall die gleichen Trüffel auf der Karte eines – eigentlich ziemlich guten – italienischen Restaurants. Also gaben wir ihm noch eine Chance! Wieder Fehlanzeige. Tuber uncinatum kommt bei mir wohl nicht mehr auf den Tisch!

Für Claudias Blogevent begnügte ich mich daher mit den Trüffel der Armen, den Herbsttrompeten, die zum Glück deutlich geschmackvoller waren…

Bis ich vor zweieinhalb Wochen mal wieder in der Markthalle Neun vorbeischaute. An einem neuen italienischen Stand, sah ich sie plötzlich: ein paar schöne, kleine Trüffelknollen. Und das zu einem bezahlbaren Preis! Das können ja eigentlich wieder nur die gleichen geschmacklosen Tuber sein, dachte ich mir, fragte dann aber doch nach, da sie irgendwie anders aussahen: Tuber melanosporum war die Antwort, die italienischen Variante der Perigord Trüffel. Paolos Vater sammelt sie auf dem eigenen Grundstück in den Abruzzen. Da konnte ich mich dann doch nicht zurückhalten und musste den Trüffeln noch eine Chance geben!

Trüffelpolenta mit Pastinakenfüllung

Den Trüffel gab es ganz klassisch zu Pasta – und was soll ich sagen – so genau habe ich schon lange keinen Topf mehr ausgeleckt! Die Woche darauf konnte ich nicht anders als nochmals vorbeizuschauen, diesmal wanderte der Großteil in eine Trüffelbutter, man muss die Saison ja noch irgendwie verlängern! Den Rest hatte ich leider viel zu heiß in ein Risotto gerührt – und er hatte allen Geschmack verloren 😦 Wieder was gelernt: Auch schwarze Trüffeln sollte man keinen Temperaturen über 60 Grad aussetzen!

Auch Claudia hatte ich inzwischen mit dem unwiderstehlichen Angebot gelockt, und so ging es – diesmal gemeinsam – die dritte Woche in Folge zur Markthalle 🙂 Paolos Frau Eva versorgte mich noch mit jeder Menge Rezepten und so kam ich auf die Idee es mit einer Polenta zu versuchen. Damit sie nicht zu trocken wird, füllte ich sie mit etwas Pastinakenpüree, einer sehr gelungenen Kombination wie wir fanden!

Die Perigordsaison ist jetzt so gut wie vorbei, aber es kommen ja jetzt die Märztrüffel, dann die Sommertrüffel, dann die Herbsttrüffel… 😉 Nein, nein, ich bin gar nicht süchtig…

Für eine Trüffelpolenta braucht ihr:
125g Maisgrieß (keine Instantpolenta)
875ml Wasser
50g Parmesan, frisch gerieben
1/2 EL Salz
6g schwarzer Trüffel (tuber melanosporum)
10g Trüffelbutter (mit ca. 2g schwarzer Trüffel)
1 Pastinake
Salz und Pfeffer
Olivenöl
4 Karotten

150g Postelein
Rotweinessig
Vincotto
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Für die Polenta bringt ihr 875 ml Wasser zum Kochen und fügt das Salz dazu. Das Maismehl lasst ihr in dünnem Strahl durch die Finger in den Topf rieseln und rührt währenddessen gut um. Nun rührt ihr die Polenta zunächst 2 Minuten kräftig, dann bedeckt ihr den Topf mit einem Deckel. Die Polenta sollte brodeln, aber nicht sprudelnd kochen. Nach 10 Minuten rührt ihr eine Minute kräftig um , dann schließt ihr wieder für 10 Minuten. So verfahrt ihr weiter bis die Polenta 40 Minuten gekocht hat. (Alternativ könnt ihr sie auch die gesamten 40 Minuten rühren).

Während die Polenta kocht, schält ihr die Pastinake und die Karotten. Die Pastinake schneidet ihr ihn Stücke, lasst sie mit einem Schluck Wasser und etwas Salz zugedeckt weich kochen und püriert sie anschließend und schmeckt mit Pfeffer ab.

Die Karotten dünstet ihr in etwas Olivenöl an, salzt sie leicht und dünstet sie auf niedriger Flamme zugedeckt weich.

Nach weiteren fünf Minuten sollte die Polenta ihre Grobkörnigkeit verloren haben. Bevor ihr sie vom Herd nehmt, rührt ihr sie nochmals kräftig um und löst sie vom Boden und dem Rand des Topfes.

Den Trüffel reibt ihr fein. Sobald die Polenta auf 60 Grad abgekühlt ist, hebt ihr den Großteil des Trüffels und den geriebenen Parmesan unter. Nun gebt ihr den Großteil der Polenta in eine Schüssel, die ihr zuvor mit kaltem Wasser ausgespült habt. In die Mitte formt ihr eine Vertiefung, in die ihr das Pastinakenpüree gebt. Mit der restlichen Polenta bedeckt ihr es.

Die Trüffelbutter erhitzt ihr vorsichtig und rührt die restlichen Trüffelraspeln unter.

Für den Salat rührt ihr aus dem Weinessig, dem Vincotto und dem Olivenöl eine Vinegrette, die ihr mit Salz und Pfeffer abschmeckt und unter den Salat hebt.

Nach 10 bis 15 Minuten stürzt ihr die Polenta auf einen Teller, so dass sie eine Kuppel bildet. Die Trüffelbutter verteilt ihr darauf. Dazu serviert ihr die Karotten und den Salat. Buon appetito!