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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Ottolenghi 2.0: Buchweizenpolenta mit Kürbis

13 Kommentare

„Hmm, dann MÜSSEN wir wohl den Kürbis verwenden…“ Begeisterung sieht anders aus als das Gesicht meiner besseren Hälfte als ich verkündete, dass der Kürbis vom Markt noch auf Verarbeitung wartet. Ich verschwieg wohlweißlich, dass ich plante den Kürbis mit Polenta zuzubereiten, denn zu seinen Lieblingsspeisen zählt sie meistens nicht. Und das Rezept von Ottolenghi hatte ich auch schon einmal zubereitet und es war – vor allem im Vergleich zu anderen Ottolenghi-Rezepten – nur auf verhaltene Begeisterung gestoßen. Ich selbst hatte es auch noch etwas trocken in Erinnerung, dem wollte ich diesmal durch ein paar Änderungen vorbeugen. Die Tempurazitrone war mir wieder etwas zu viel Aufwand nach einem Arbeitstag, aber der marinierte Kürbis war ein guter Ersatz für den Frischekick. Zu meiner großen Überraschung war mein kritischer Gourmet äußerst begeistert und schleckte den Topf bis auf den letzten Rest auf. Durch den marinierten rohen Kürbis und das Kürbispüree war es überhaupt nicht mehr trocken und hatte eine tolle knackige Komponente. Da die Buchweizenpolenta schon länger meinen Vorratsschrank bevölkert, reiche ich das Rezept bei Susannes Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ ein.

Buchweizenpolenta mit Kürbis

Für zwei Personen braucht ihr:

600g Butternutkürbis (ich: Hokkaido)
100 ml Gemüsebrühe
3 kleine Oreganozweige
2 Messerspitzen gemahlener Piment
3 Kardamonkapseln, leicht zerdrückt
2 Lorbeerblätter
3 Thymianzweige
Zesten von einer Bio-Orange
2 Knoblauchzehen, ungeschält zerdrückt
Salz und Pfeffer
Olivenöl
ein paar Blätter frische Minze, gehackt
etwas Zitronensaft

80g Buchweizenpolenta (Polenta Taragna)
ca. 350 ml Gemüsebrühe
ca. 50 ml Milch
3 kleine Stängel Oregano, Blättchen abgezupft und gehackt
1TL frische Thymianblättchen
Zesten von einer halben Biozitrone
20g Butter
3 EL frisch geriebenen Parmesan

Den Kürbis entkernt ihr und schneidet ca. 100g mit dem Spaghettischäler oder dem Messer in dünne Juliennestreifen. Diese mischt ihr nach eurem Geschmack mit etwas Olivenöl, der Minze und etwas Zitronensaft und lasst sie marinieren.

Den restlichen Kürbis schneidet ihr in ca. 5 cm lange und 1,5 cm dicke Spalten. Die Kürbisspalten mischt ihr mit 1 EL Olivenöl, dem Oregano, dem Piment, dem Kardamom, den Knoblauchzehen, den Lorbeerblättern, dem Thymian, der Orangenschale, dem Pfeffer und der Gemüsebrühe. In einer Auflaufform schiebt ihr den Kürbis bei 200 Grad für 40-50 Minuten in den Backofen und wendet ihn ab und zu.

In einem Topf kocht ihr die Milch mit der Gemüsebrühe, den Kräutern und der Zitronenschale auf und salzt und pfeffert sie. Dann rührt ihr bei niedriger Temperatur die Buchweizenpolenta einund lasst sie unter regelmäßigem Rühren 35-40 Minuten köcheln. Falls nötig, gebt ihr noch etwas heißes Wasser zu. Zum Ende der Garzeit rührt ihr die Butter und den Parmesan unter und legt einen Deckel darauf, damit sich keine Haut bildet.

Wenn der Kürbis weich ist, püriert ihr ungefähr ein Viertel mit dem Stabmixer.

Auf der Polenta richtet ihr zuerst das Kürbispüree, dann die Kürbisspalten und oben darauf die rohen, marinierten Kürbisstreifen an.
Lasst es euch schmecken!

frei nach: Yotam Ottolenghi, Vegetarische Köstlichkeiten

13 thoughts on “Ottolenghi 2.0: Buchweizenpolenta mit Kürbis

  1. wow das sieht toll aus, muss ich probieren! Wo kriegt man denn Buchweizenpolenta her?

    • Buchweizenpolenta gibt es in Italien oder hier im Internet (vielleicht auch in richtig gut sortierten italienischen Geschäften?). Aber du kannst auch Buchweizenmehl, Kascha oder Buchweizengrütze mit Polenta mischen. Liebe Grüße Melanie

  2. Mit dem Rezept liebäugel ich auch schon seit Jahren…oder so lange halt, wie der Ottolenghi bei mir eingezogen ist. Ich muss dringend auf die Suche nach Buchweizenpolenta gehen! Lg, Miriam

  3. Buchweizenpolenta ist mir auch noch nicht untergekommen, ich muss mal auf die Suche gehen. Ich denke, die würde ich mögen.
    ….und ja, Kürbis bleibt bei uns auch gerne mal ürbig🙂
    Danke für’s Mitmachen🙂

  4. Auf der Seite steckt in meinem Buch auch noch ein Marker…😉
    Liebe Grüße,
    Eva

  5. Sehr verführerisch, zumal ich alle Komponenten mag. Ich guck gleich mal das Rezept im Buch nach und schreibe mir deine Änderungen dazu.
    LG, Karin

  6. Buchweizenpolenta? Danach muss ich definitiv mal Ausschau halten! Im Gegensatz zu deiner besseren Hälfte bin ich nämlich ein grosser, grosser Fan! Aber sag mal, was hat es denn mit der Tempurazitrone auf sich?😉 Klingt spannend!

    • Die Tempurazitrone ist eine Zitronenscheibe in Tempurateig frittiert. Klingt total spannend, aber ist schon ein bisschen Aufwand für eine Zitronenscheibe…Aber irgendwann probiere ich sie sicher auch mal aus! Liebe Grüße Melanie

  7. Pingback: Schatzsuche im Vorratsschrank – Zusammenfassung von Runde 6 | magentratzerl

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