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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Ein Abstecher nach Südvietnam: Kürbis-Zitronengras-Curry und pfannengerührter Pak Choi

8 Kommentare

Meine Kochkunst ist relativ stark auf die Länder begrenzt, die ich schon mal bereist habe oder zu denen ich über Freunde und Bekannte einen Zugang habe. Die Asiatische Küche war daher bisher bei mir völlig unterrepräsentiert. Dabei mag ich sie eigentlich sehr gerne. Höchste Zeit also dies zu ändern! Der Verlag Gräfe und Unzer unterstütze mich bei meinem Vorhaben und stellte mir zwei Kochbücher als Rezensionsexemplare zur Verfügung: „Vietnam – Küche und Kultur“ und „Thaiküche“. Beide gefallen mir sehr gut, da sie nicht nur Rezepte beinhalten, sondern viel Hintergrundwissen zu Land, Leuten und Esskultur bereitstellen. Bei dem Vietnam Kochbuch gefällt mir besonders, dass die Kapitel nach den unterschiedlichen Landesteilen aufgeteilt sind. So bekommt man gleich ein Gefühl für die Besonderheiten der Regionen. Auch wenn das keine echte Reise ersetzt, kann man sich durch die Fotos und Texte entführen lassen und hat danach das Gefühl kulinarisch nicht mehr ganz so im Nebel zu stochern und auch jede Menge über das Land gelernt zu haben. Mich sprachen in beiden Büchern so viele Gerichte sofort an, dass ich mich nur schwer entscheiden konnte. Im Endeffekt blieb ich an einem Rezept aus dem Vietamesischen Kochbuch hängen: Ein Süßkartoffelcurry mit Zitronengras, bei dem man die Süßkartoffeln laut Beschreibung auch durch Kürbis ersetzen kann. Kürbis hatte ich gerade noch zu Hause, das passte doch perfekt! Beim Besuch im asiatischen Supermarkt lachte mich der Pak-Choi dann noch so an, dass ich spontan auch noch den pfannengerührten Pak Choi dazu servierte. Beides hat uns wunderbar geschmeckt, selbst mein harter Kritiker, der sonst kein großer Kokosmilch Fan ist, war begeistert! Aus dem Kochbuch wird mit Sicherheit noch viel nachgekocht!

Kürbis-Zitronengras-Curry und pfannengerührter Pak Choi

Kürbis-Zitronengrascurry

Für zwei Personen braucht ihr:
400g Hokkaidokürbis (entkernt)
200ml Kokosmilch (Dose)
1 Bund langblättriger Koriander
Salz
3-4 Stängel Zitronengras
1/8 Limette
5g Kurkumawurzel (ersatzweise 1/2 TL Kurkumapulver)
20g Galgantwurzel
1-2 scharfe Chilischoten
1/2 TL Salz
6 violette Schalotten
2-3 Knoblauchzehen
1 EL Öl
1 TL Garnelenpaste

Dazu: 150g Basmati oder Jasminreis, gewaschen und in der doppelten Menge Wasser gegart.

Für die Zitronengras-Curry-Paste viertelt ihr das Zitronengras ohne die äußeren Blätter und schneidet es so fein wie möglich. Die Limette wascht ihr und hackt sie grob. Den Kurkuma und den Galgant schält ihr und hackt ihn grob. Die Chilis entkernt ihr. Dann zerkleinert ihr alles mit Salz im Blitzhacker (ich habe keinen Blitzhacker und daher meinen Stabmixer verwendet, musste dabei aber etwas Wasser zugeben, damit er gut mixte). Die Schalotten und den Knoblauch schält ihr und hackt sie fein. Das Öl erhitzt ihr in einem kleinen Topf, bratet die Garnelenpaste, die Schalotten und den Knoblauch darin 1-2 Minuten an und lasst es abkühlen. Dann mischt ihr die Gewürze unter. Von der Currypaste könnt ihr auch gleich mehr herstellen, sie hält sich im Kühlschrank einige Tage und gefroren einige Monate.

Nun schneidet ihr den Kürbis in 2-3 cm große Würfel. Dann erhitzt ihr 3-4 EL Kokosmilch in einem Topf, gebt den Kürbis dazu und lasst ihn zugedeckt bei schwacher Hitze 10 Minuten dünsten. Jetzt gebt ihr die Zitronengras-Curry-Paste dazu und bratet sie unter Rühren mit dem Kürbis. Dann gießt ihr mit der restlichen Kokosmilch auf und gart den Kürbis in 5 Minuten fertig. In der Zwischenzeit wascht ihr den Koriander und zupft die Blätter ab. Zum Schluss schmeckt ihr das Curry mit Salz ab und serviert es mit Koriander.

Pfannengerührter Pak Choi
Für zwei Personen braucht ihr:
300g Pak Choi
5 violette Schalotten
1 milde große Chilischote
1 EL Sesamöl, 3 EL Öl
2 EL Sesamsamen (schwarz und hell)
2 EL Austernsauce
Salz

Während der Kürbis köchelt, könnt ihr den Pak Choi zubereiten. Dafür wascht ihr den Pak Choi und schneidet die Blätter in breite Streifen und würfelt die Stiele klein. Die Schalotten schält ihr und schneidet sie in Streifen. Den Chili schneidet ihr in Ringe.

Nun erhitzt ihr die Öle in einer großen Pfanne oder einem Wok und bratet die Schalotten und Kohlstängel darin unter Rühren zwei Minuten an. Danach bratet ihr die Kohlblätter, den Chili und den Sesam kurz mit. Dann gebt ihr 2 EL Wasser und 2 EL Austernsauce dazu und lasst den Pak Choi 2 Minuten fertig garen. Zum Schluss schmeckt ihr mit Salz ab.

Chúc ngon miệng! (Guten Appetit auf Vietnamesisch)

8 thoughts on “Ein Abstecher nach Südvietnam: Kürbis-Zitronengras-Curry und pfannengerührter Pak Choi

  1. Das geht mir auch so mit der Länderküche. Deshalb ist bei uns Südamerika stark unterrepräsentiert und ich habe – kaum zu glauben – erst vor gut einem Jahr Guacamole für mich entdeckt (dafür kommt die jetzt auch auf Burger🙂 ). Ich liebe die beiden Vietnam-Kochbücher von Luke Nguyen „Songs of Sapa“ und „Indochine“ (weiß leider nicht, wie die auf deutsch heißen). Die Rezepte sind sehr authentisch, manchmal etwas kompliziert (auch aufgrund der Zutaten), die Bilder ein Traum und die Geschichten dazu sehr persönlich. Ansonten ist Vietnam unbedingt eine Reise wert. Durch Kochbücher kann man sich aber auch so mal schnell hinträumen…
    Gruß Diana

  2. Ah, das Curry klingt köstlich. Mal sehen, ja, bis auf frischen Koriander hätte ich glatt alle Zutaten im Haus. Aber da Herr H. darauf bestanden hat, das wir ab sofort nach „Plan“ kochen, habe ich erst am Montag Zeit zum Nachkochen.😉
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Oh, das Curry lacht mich an, sehr sogar. In das Vietnam-Buch werde ich also ganz bestimmt mal einen langen Blick hineinwerfen – vielen Dank für die Inspiration!

  4. super, ich hab explizit nach dem Gericht gesucht weil ich das Buch grad nicht zur Verfügung habe. Es gehört schon seit Jahren zu meinen Lieblingsgerichten aus dem Buch. Allerdings mach ich die Currypaste nicht mehr immer selbst sondern kaufe sie.

    • Das freut mich, dass du das gesuchte Rezept gefunden hast! Die selbstgemachte Currypaste ist schon besonders fein, auch wenn die gekauften natürlich auch nicht schlecht sind. Liebe Grüße Melanie

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