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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Ein klitzekleines bisschen Luxus: Casarecce mit Champignons, Spargel und Trüffelbutter

10 Kommentare

Eigentlich war die Pasta mit Champignons und Spargel zu den eingelegten Spitzwegerichknospen vorgesehen, von denen Antje und Eva so geschwärmt hatten. Als ich das Glas nach drei Tagen öffnete, strömte mir zwar ein verlockender Duft entgegen, geschmacklich enttäuschten mich die Knospen mich aber ziemlich. Vielleicht sollte sie einfach noch ein, zwei Tage länger ziehen lassen? Die Pasta würde sicherlich auch so schmecken…wobei – da war doch noch was in meinem Gefrierschrank! Wenn schon keine falschen „Trüffel“, warum nicht ein bisschen aufhausig sein und ein Stückchen echte Trüffelbutter aus der Kälte holen? Nur so ein ganz klitzekleines – ich hatte ja kurz vor Ende der Saison noch in weißer Voraussicht ein bisschen schwarze Edeltrüffel von Eva und Paolo mit Butter gemischt, durchziehen lassen und in kleinen Stückchen eingefroren. Gedacht, getan und schon breitete sich ein verführerischer Duft in der Küche aus! Hach, da wird wohl nie eine Spitzwegerichknospe herankommen 😉 Und ich hätte ja nicht gedacht, dass die Butter das Aroma so potenziert, dass ein so kleines Stückchen ausreicht, um die gesamte Pasta zu aromatisieren…Da wird der Luxus dann doch schon wieder ganz bescheiden…

Pasta mit Spargel, Champignons und Trüffeln

Für zwei hungrige Geister braucht ihr:
Für die Pasta:
150g Weizenmehl Typ 550
50g Hartweizenmehl
2 Eier

Für die Sauce:
250g Spargel
100g braune Champignons
50ml Sahne
1 Schuss Weißwein
1 EL frischer Thymian
1 kleines Stückchen selbstgemachte Trüffelbutter (ungefähr 5-10g mit max. 1g schwarzem Edeltrüffel)
etwas Olivenöl
Salz und Pfeffer
frisch geriebener Parmesan zum Bestreuen

Für die Pasta verknetet ihr die Zutaten und verarbeitet den Teig nach den Angaben eurer Pastamaschine (ich: mit Casarecce-Aufsatz, alternativ: wallt ihn mit dem Nudelholz dünn aus und schneidet den Teig in Streifen).

Für die Sauce schält ihr den Spargel, erhitzt etwas Olivenöl in einer Pfanne, gebt den Spargel hinein und lasst ihn kurz anbraten. Dann löscht ihr mit einem Schluck Wasser ab, deckt die Pfanne zu und lasst den Spargel bissfest garen.

Währenddessen putzt ihr die Champignons und schneidet sie in kleine Würfel.

Die Sahne kocht ihr mit dem Thymian und einem Schuss Weißwein auf, lasst sie etwas einkochen und schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ab.

Die Champignons bratet ihr in einer Pfanne in etwas Olivenöl an. Den Spargel schneidet ihr in Stücke und gebt sie mit den Champignons unter die Sahnesauce.

Nun kocht ihr die Pasta in Salzwasser al dente, gießt sie ab und mischt sie mit der Sauce.

Zum Schluss lasst ihr die Trüffelbutter vorsichtig zerlaufen – ohne, dass sie zu heiß wird, sonst verfliegt das Aroma! – und rührt sie unter die Pasta. Nun nur noch etwas Parmesan darübergeben, zurücklehnen und genießen! Buon appetito!

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10 Kommentare zu “Ein klitzekleines bisschen Luxus: Casarecce mit Champignons, Spargel und Trüffelbutter

  1. Das tönt nach Genuss pur! 🙂
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  2. Finde ich auch. 🙂
    Schade, dass der Spitzwegerich dich nicht vom Hocker haut, aber vielleicht bin ich eine zu schlechte Trüffelkennerin…
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Mit Trüffeln bin ich ja bisher nur so halbwegs warm geworden, aber dein Teller hier schaut echt lecker aus, sogar direkt nach dem Mittagessen 🙂

  4. Also das Beste am Spitzwegerich in Öl ist das Öl, nicht der Spitzwegerich 😉 Ich hatte letztens einen überraschenden Blitzbesuchsgast bei mir – bekennender Trüffelfan und ansonsten sehr skeptisch bei allem Grünzeugs aus Wald und Wiese. Wir haben einfache Pasta gegessen – der Besuch mit Spitzwegerichöl, ich mit Öl und Knospen, beide mit Parmesan. Der Besuch war begeistert.
    Es ist beim Spitzwegerich wie bei allen Kräutern und Gewürzen, die man zum Aromatisieren von Öl verwendet: Das Öl schmeckt hinterher köstlich, die Kräuter und Gewürze eher fad.

  5. Mmmh, Trüffelbutter – ist selbstgemacht einfach am besten, gell? Deine Pasta sieht spitze aus, die Form gefällt mir sehr – und was heißt denn aufhausig ;-)? Lieben Gruß!

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