mangoseele

Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Mein erster Frittierversuch: rotes Risotto mit Spargel und Vanille

12 Kommentare

Eva kam mir diesmal zuvor mit dem Nachkochen, aber ich musste schließlich auch zuerst meine Frittierphobie überwinden. Nicht, dass es für die Phobie irgendeinen Grund gegeben hätte – vielleicht mal abgesehen von meinem etwas missglückten Frittierversuch als ich fünfzehnjährig unbedingt spanische Churros machen wollte…aber Vorurteile sind schließlich nicht rational und so musste es erst Tanja Grandits Spargelrezept geben – und vielleicht auch Evas Überzeugungsversuche – damit ich mich doch mal ans Frittieren wagte. Und es war gar nicht so schlimm – genau gesagt, überhaupt nicht. Es wird also wohl noch häufiger frittiert werden im Hause Mangoseele (und wurde schon, siehe die leckeren Holunderblüten im Bierteig).

Risotto aus rotem Camarguereis mit Spargel und Vanille

Das Rezept von Tanja Grandits war wieder ein voller Erfolg, auch wenn ich die Vanillenote sehr dezent fand. Im Ursprungsrezept wird das Risotto mit Buchweizen gekocht, ich habe ihn durch roten Camarguereis ersetzt, vielleicht sticht die Vanillenote beim Buchweizen stärker hervor. Ein echtes Risotto entsteht damit natürlich nicht, dazu fehlt die Cremigkeit – aber der nussige rote Reis passt perfekt zu dem weißen Spargel! Und auch wenn man es vielleicht nicht Risotto nennen sollte, empfehlen möchte ich euch diese Kombination auf jeden Fall! Nächstes Mal würde ich vielleicht Evas Tempurateig ausprobieren, denn ich hätte ihn mir noch etwas knuspriger gewünscht.

Für zwei hungrige Mäuler (oder für vier Personen in einem Menü) braucht ihr:
Für den Spargel:
500g weißen Spargel
Salz und 1 Prise Zucker

Für das Risotto:
1 Schalotte oder kleine halbe Zwiebel, fein gewürfelt
ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
200g roter Camarguereis
100ml Weißwein
ca 500ml Spargelfond (aus den ausgekochten Abschnitten und Schalen)
50g geriebener Parmesan
25g Butter (ich: weggelassen)
Saft einer 1/2 Zitrone
1/2 TL feine Speisestärke
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Tempurateig:
50g Mehl
115ml Wasser
2 TL Olivenöl
Schale 1/2 unbehandelten Zitrone
Mark einer halben Vanilleschote
1 TL Salz

Spargelsprossen und Limettenkresse zum Dekorieren (ich: weggelassen)

Für den Tempurateig verrührt ihr alle Zutate und lasst ihn eine Stunde ruhen. 2-3 Stangen Spargel halbiert ihr und stellt sie zum Frittieren beiseite. Den restlichen Spargel dünstet ihr in ihr mit einem Schluck Wasser und Salz und einer Prise Zucker in einer zugedeckten Pfanne bissfest. Dann schneidet ihr ihn klein und stellt ihn beiseite.

Für das Risotto dünstet ihr die Schalotte mit dem Vanillemark in Olivenöl an, gebt dann den Reis dazu und lasst ihn unter Rühren kurz mitdünsten. Nun löscht ihr mit Weißwein ab und lasst ihn einkochen.

Dann gebt ihr eine Kelle Brühe dazu und lasst den Reis unter rühren köcheln. So verfahrt ihr weiter bis der Reis bissfest ist. Damit das Risotto etwas cremiger wirkt, habe ich etwas geschummelt und einen halben TL Stärke dazugefügt. Zum Schluss rührt ihr Parmesan, ggf. Butter und die Spargelstücke darunter und schmeckt mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab.

Kurz bevor das Risotto fertig ist, erhitzt ihr das Öl auf 170 Grad, zieht die restlichen Spargelstangen durch den Tempurateig und frittiert sie im heißen Öl bis sie goldbraun sind. Dann lasst ihr sie auf Küchenpapier abtropfen.

Zum Schluss gebt ihr das Risotto auf einen Suppenteller, setzt die Spargeltempura darauf und garniert falls vorhanden mit Spargelsprossen und Limettenkresse.

Lasst es euch schmecken!

Quelle: Tanja Grandits: Gewürze, AT Verlag

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12 Kommentare zu “Mein erster Frittierversuch: rotes Risotto mit Spargel und Vanille

  1. Das ist ein Gericht, dass auch ich sofort nachkochen würde. Roten Reis mag ich sehr gern – auch als Risotto. Damit es ein cremiges Risotto wird, braucht man allerdings sehr viel Zeit, Geduld und viel Flüssigkeit – der Reis schluckt ordentlich was weg. Aber es klappt dann auch mit der Cremigkeit.

    • Ich fand ihn ja auch sehr lecker, aber er gibt einfach nicht so viel Stärke ab wie normaler, weißer Risottoreis. Deshalb würde es vermutlich bei echten Italienern nicht als Risotto durchgehen. Aber Hauptsache es schmeckt 🙂

  2. Freut mich, dass ich bei der Überwindung der Phobie behilflich sein konnte. 🙂
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. Wenn nur die Bude nach dem Frittierspass nicht tagelang wie bei McDo riechen würde… und es genialerweise sogar gesund wär… 😉

    Aber ja, Spargel frittiert, das möchte ich auch gerne mal ausprobieren! Mit rotem Reis bin ich allerdings bisher noch nie richtig warm geworden. Vielleicht habe ich ihn aber auch bloss nie richtig zubereitet gegessen…

  4. Aufregend lecker klingt das und schaut es auch aus! Die Spargelzeit läuft schon so langsam davon, mal sehn, ob ich es dieses Jahr noch schaffe…
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  5. Ihr habt eine Fritteuse, richtig? Da leider keine Fritteuse werde ich wohl erst mal keinen Spargel frittieren, obwohl das von Dir hier so lecker frittierte Gericht so aussieht als ob man es unbedingt mal nachfrittieren sollte…

    • Wir haben auch keine Fritteuse, es reicht ein einfaches Back-/Kochthermometer und ein Topf bzw. für die langen Spargel besser eine Pfanne und 1 Liter Öl. Du musst nur darauf achten, dass das Öl heiß genug ist. Bei mir hat leider das Thermometer den Geist aufgegeben, aber mit dem Kochlöffeltest (es müssen Bläschen am Holzstiel aufsteigen) hat es auch geklappt…Liebe Grüße Melanie

  6. Spargel-Tempura, sehr spannend! Und wo um Himmels willen bekommt man denn Spargel-Sprossen ;-)? Deine Frittierversuche sehen jedenfalls alle prima aus, wie ich finde (und Deine Angst vor dem Frittieren teile ich absolut, auch wenn ich mich hin und wieder überwinde 😉 ).

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