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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Bärlauchpasta mit Löwenzahn

8 Kommentare

Simone feiert mit ihrem wunderschönen Blog S-Küche ihren ersten Blog-Geburtstag. Zur Feier des Tages wünscht sie sich regionale, saisonale Gerichte. Der April ist ja nicht gerade der dankbarste Monat, um regional zu kochen. Aber zumindest die ersten Frühlingsboten fangen an zu spriesen und man muss sie nur draußen einsammeln. Zwei davon habe ich in meinem Rezept verwendet: die Pasta selbst bekam durch etwas Bärlauchpesto eine schöne Farbe und ein herzhaftes Aroma. Das Pesto stammte bei mir zwar noch vom letzte Jahr (und ist nichtmal selbstgemacht, sonder von meiner Mutter), aber die neue Bärlauchsaison läuft ja schon auf Hochtouren…Der Löwenzahn wirkt sowohl äußerlich als auch mit seiner Bitternote wie die kleine Schwester der italienischen Puntarelle (die ja in älterem Stadtium ohne die Spitzen auch in den türkischen Supermärkten als Löwenzahn verkauft wird), was mich dazu verführt hat, ihn ähnlich zu verarbeiten. Eine gute Entscheidung! Löwenzahn wird in Zukunft sicherlich häufiger gesammelt und zu Pasta serviert!

Pasta mit Löwenzahn

Für zwei Personen braucht ihr:
Für die Pasta:
170g Mehl
50g Hartweizenmehl
2 Eier
1 EL Bärlauchpesto (alternativ: mit etws Öl pürierter Bärlauch)

Für die Sauce:
150-200g Löwenzahn
1 Knoblauchzehe
1/2 Zwiebel
2 Sardellen
2 TL Strattù (sizilianisches Tomatenmark)
ein paar getrocknete Tomaten, in Streifen geschnitten
100ml Weißwein
Rosinen
Mandeln (alternativ: Pinienkerne)
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Parmesan

Für die Pasta verknetet ihr die Zutaten und verarbeitet sie in der Pastamaschine (ich: Casarecce-Pastaaufsatz der Kenwood).

Für die Sauce wascht ihr den Löwenzahn mehrmals gut und schneidet ihn in 2-3 cm lange Stücke. Falls noch Knospen darin versteckt sind, schneidet ihr sie vorsichtig heraus und legt sie beiseite. Ein 2-3 cm langes Stück der Wurzel schält ihr und hackt sie fein.

Dann schält und hackt ihr die Knoblauchzehe und die Zwiebeln und dünstet sie in Olivenöl an. Dann gebt ihr die kleingeschnittenen Sardellen dazu und lasst sie zerfallen. Die Löwenzahnknospen und die Wurzel lasst ihr kurz anbraten.

Nun gießt ihr mit dem Weißwein auf, rührt das Strattù und die getrockneten Tomaten unter und lasst es kurz einköcheln. Dann rührt ihr den Löwenzahn und Rosinen unter und lasst ihn kurz weichkochen.

Währenddessen röstet ihr die Manden oder Pinienkerne und kocht die Pasta in Salzwasser al dente und gießt sie ab.

Zum Schluss rührt ihr die Pasta unter die Löwenzahnsauce, lasst sie kurz ziehen und serviert sie mit den Mandeln und Parmesan. Buon appetito!

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

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8 Kommentare zu “Bärlauchpasta mit Löwenzahn

  1. Toll, Melanie! Da bin ich dir sehr dankbar dafür..
    Als Salat esse ich den Löwenzahn ja in Unmengen, im Brot war er schon, die Knospen habe ich in Essig eingelegt, aber zu Pasta –
    das war noch eine echte Lücke im Wildkräuterspeiseplan …
    Liebe Grüße und eine schöne Woche
    Cheriechen

  2. Ein wenig beneide ich dich ja um den Pastaaufsatz. Bist du mit ihm zufrieden?
    Und Löwenzahn? Mhmmm, klingt gut. Mal sehen, ob ich nicht doch ein hundefreies Eckchen finde. 😉
    Liebe Grüße,
    Eva

  3. die sizilianische Anmutung gefällt mir gut…. Löwenzahn hab ich noch keinen verarbeitet bis jetzt.

  4. Vielleicht bin ich bloed, aber ich sah die gruenen Dinger im Bild vor dem Lesen als gruene Bohnen, waere vielleicht auch lecker, schmunzel.

  5. Ich bewundere immer wieder die Ergebnisse Deiner diversen Pastaformen-Aufsätze. Da kann meine kleine Handkurbel-Nudelmaschine nicht ganz mithalten ;-).

  6. @ Houdini: Ich auch!!! Ist ja witzig. Auf den zweiten Blick hat mich dann die Nudelform sehr beeindruckt. Mit Löwenzahn habe ich ebenfalls noch nie gekocht und Nudelmaschine besitze ich auch keine… NOCH nicht. Aber irgendwann entwachse auch ich den Foodie-Kinderschuhen noch… vielleicht. 😉 Frohe Ostern allerseits. 🙂

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