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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Rote Bete-Bohnen-Bouletten mit Granatapfel-Feldsalat

15 Kommentare

An Essen spare ich eigentlich grundsätzlich nicht, ein großer Teil meines monatlichen Einkommens geht dafür drauf. Das heißt jetzt nicht, dass wir täglich von Hummer und Trüffel leben, aber wir kaufen viel Bio, regional und allgemein Zutaten in guter Qualität ein und das hat natürlich meist seinen Preis. Als ich von Peters Blogevent „Satte zwei für weniger als Fünf“ las, das zum Ziel hat leckere, günstige Blogrezepte zusammenzutragen, hat es mich sofort gereizt daran teilzunehmen. Ich habe mir schon oft überlegt, wie viel Bio und überhaupt gute Zutaten man sich leisten kann, wenn man nicht so viel Geld zur Verfügung hat. Als ich noch Studentin war, habe ich mir Bio nur bei Milch und Eiern und ab und zu mal auf dem Markt oder im Discounter geleistet. Aber ich habe mir auch wenig Gedanken darüber gemacht, welche Gerichte und Zutaten so günstig sind, dass ich sie mir auch in Bioqualität hätte leisten können. Deshalb wollte ich bei diesem Event ein Gericht beitragen, dass auch in (großteils) Bioqualität noch innerhalb des gesteckten Rahmens bleibt. Wie passend, dass unser letztes Sonntagsessen in diese Kategorie fiel! Wenn ihr dagegen die Preise in meinem türkischen Supermarkt (in dem ich auch ab und zu ganz gerne einkaufe) zugrunde legt, würde die Rechnung natürlich noch viel niedriger ausfallen. Aber es geht auch so 🙂

Rote-Bete-Bohnen Bouletten mit Granatapfel-Feldsalat

Für zwei Personen braucht ihr:

Für die Bouletten:
100g getrocknete schwarze Bohnen (0,36€)
zwei frische rote Bete (0,65€)
1 Ei (0,45€)
je 1 EL frische Minze und Petersilie (0,30€)
3 EL Semmelbrösel (aus altem Brot selbstgemacht, 0,07€)
etwas Mehl (0,02€)
Olivenöl (0,14€)
Salz und Pfeffer (0,05€)

Für den Salat:
100g Feldsalat (1€)
1/2 Granatapfel (nicht bio, 0,25€)
Olivenöl (0,14€)
Granatapfelsirup aus dem türkischen Supermarkt (nicht bio, 0,10€)
alter Balsamico oder Vincotto (0,50€)
Salz und Pfeffer (0,05€)

insgesamt: 4,07€

Einen halben Tag vorher weicht ihr die Bohnen in Wasser ein.

Für die Bouletten schält ihr die roten Bete,raspelt sie und bratet sie unter regelmäßigem Rühren in etwas Olivenöl an bis sie weich sind und lasst sie abkühlen.

Die Bohnen bedeckt ihr mit Wasser und kocht sie weich, so dass sie aber noch Biss haben. Nun mixt ihr sie grob (ich habe sie nur mit der Gabel zerstoßen, das war aber etwas mühsam, da die Bohnen ja noch recht knackig waren, ein Stabmixer ist da vermutlich hilfreicher).

Dann vermischt ihr die Bohnen und die Roten Bete, gebt die gehackten Kräuter dazu und rührt das Ei, etwas Salz und Pfeffer und die Semmelbrösel darunter. Dann knetet ihr noch etwas Mehl darunter, so dass eine nicht zu klebrige Masse entsteht, die sich gut formen lässt. Diese formt ihr zur Kugeln, drückt sie flach und bratet die Bouletten in Olivenöl knusprig. Ich hatte den ersten Teil der Bouletten etwas länger braten lassen als den zweiten und fand die kürzer gebratene Variante deutlich saftiger. Eventuell wäre sogar frittieren einen Versuch wert!

Den Salat wascht und trocknet ihr. Für die Vinaigrette mischt ihr etwas Granatapfelsirup und Olivenöl im Verhältnis 1:2, rührt einen Tropfen Vincotto oder alten Balsamico darunter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Ich verrühre die Vinegrette immer mit meinem batteriebetriebenen Milchschäumer zu einer Emulsion, aber eine Gabel und Muskelkraft tut es auch. Aus dem Granatapfel entfernt ihr einige Kerne und gebt sie auf dem mit der Vinaigrette verrührten Feldsalat. Nun dekoriert ihr noch die Rote-Bete-Bohnen Bouletten darauf und lasst es euch schmecken!

Blogevent Satte ZWEI für weniger als 5

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15 Kommentare zu “Rote Bete-Bohnen-Bouletten mit Granatapfel-Feldsalat

  1. Hallo Melanie,
    freue mich über Deine Teilnahme mit so einem interessanten Rezept, das sogar teilweise Bio-Produkte enthält.
    Die ganze Mischung finde ich sehr spannend. Rote Bete und Schwarze Bohnen…. das muss ich auch ausprobieren!

    Mit leckerem Gruß, Peter

    • Mir hat die Mischung sehr gut geschmeckt. Manche Gemüsesorten sind ja sogar in Bioqualität ganz bezahlbar, teuer sind dann vor allem die ganzen anderen Zutaten wie Eier, Salat etc…

  2. Mich fasziniert Peters Event auch und so haben du und ich heute sogar am gleichen Tag unseren Beitrag gepostet.
    Ich finde es schwieriger als erst gedacht mit dieser Summe auszukommen, ich war z. B. geschockt, was Paprika in manchen Geschäften kostet.
    Deine Rote Bete-Bohnen-Bouletten finde ich sehr interessant und hoffe, dass ich sie bald mal nachkochen kann.

    • Ja, Paprika im Winter können sehr teuer sein (in Bio fast unerschwinglich), aber der Sommer kommt ja auch mal wieder…Aber ich war bei meinem heutigen Essen auch erstaunt, dass es leicht über fünf Euro für zwei lag, obwohl es mir so einfach vorkam…

  3. Schönes Rezept. Das mit den angegebenen Kosten finde ich eine tolle Idee.

    • Ich fand es gar nicht so einfach, die Kosten zu berechnen, vor allem bei Zutaten wie Öl, Essig etc…Aber es ist mal ganz interessant auszurechnen wie viel man immer unbedacht ausgibt.

  4. Ha, ich habe noch ein halbes Päckchen Feldsalat, weiche gleich die Bohnen ein und Rote Bete sind immer da. 🙂 Dazu dann Pastinaken Gnocchi und ich werde im 7. Himmel schweben. Und ich bin sehr glücklich, dass meine, zwar nicht Bio, aber aus privater Haltung, Eier frei Haus kommen (ansonsten würden sie 20 ct pro Stück kosten – sonst würde die Backerei doch recht kostspielig werden. 😉

  5. Zwar kein Gericht das ich so mögen würde…. aber die Verwendung von Bio finde ich sehr schön in diesem Rahmen.

  6. Bin entzückt. Habe nämlich bei Peters Event auch sofort gedacht, das kriege ich auch in Bio hin. Und ich bin begeistert, dass es außer mir noch andere Menschen gibt, die 45 ct für ein Ei ausgeben! Deine Buletten gefallen mir sehr und sie haben mich noch mehr motiviert, ebenfalls zwei satt zu machen mit höchstens 5 Euro.

  7. das ist ja eine tolle Idee Bohnen mit Rote Bete zu kombinieren. Habe ich mir gleich mal vorgemerkt. Und das Dressing ist auch eines meiner liebsten mit dem Granatapfelsirup.

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