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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Fregola sarda con arselle – Fregola sarda mit Venusmuscheln

16 Kommentare

Fregola sarda sind kleine, geröstete Kügelchen aus Hartweizengrieß, die in der Küche Sardiniens beheimatet sind. Traditionell werden sie von Hand gerollt und auch einige Bloggerkolleg_innen haben sich schon an der Herstellung versucht, zum Beispiel Robert oder Claudia. Meditation und Geduld sind jetzt nicht so meine großen Stärken, daher habe ich es mir einfach gemacht und auf gekaufte Fregola sarda zurückgegriffen. Eines der typischten Rezepte für Fregola sarda ist mit Venusmuscheln – was für ein Glück, dass es diese am Wochenende auf dem Markt gab. Ein Gläschen im Sommer eingekochte ofengeröstete Tomaten hatte ich auch noch – das konnte ja nur köstlich werden! Und so war es – es gab wirklich überhaupt nichts auszusetzen. Wir hörten regelrecht das Meer an unserem Esstisch rauschen!

Fregola sarda mit Venusmuscheln

Für zwei Personen braucht ihr:

500g frische Venusmuscheln (vongole veraci)
200g ofengeröstete Tomatensauce (oder gute Tomaten oder Tomatenpassata aus der Dose)
250g Fregola Sarda
eine Knoblauchzehe
1/2 Peperoni
100 ml Weißwein
ca. 400 ml Fisch- oder Muschelbrühe (ich: von Ariake)
eine Handvoll gehackte Petersilie
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Venusmuscheln legt ihr für mindestens eine Stunde in kaltes Wasser, um sie zu säubern, damit möglichst wenig Sand in ihnen hängen bleibt. Die Muscheln, die offen bleiben, obwohl ihr sie zusammendrückt schmeißt ihr weg, da sie tot sind.

Dann bringt ihr den Wein mit der Muschel- oder Fischbrühe zum Kochen, schmeißt die Venusmuscheln hinein und wartet bis sie sich öffnen. Dann gießt ihr die Flüssigkeit ab und stellt sie beiseite. Ich habe aus Sicherheit die Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, weggeschmissen. Marcella Hazan schreibt aber, dass man dies nicht müsste, sondern diese Muscheln, die am längsten geschlossen bleiben, die lebendigsten seien…

Die Knoblauchzehe lasst ihr in Olivenöl gelb (aber nicht zu dunkel) werden, gebt die Peperoni dazu und gießt mit der Tomatensauce und der Hälfte der Muschelbrühe auf. Sobald die Sauce kocht, gebt ihr die Fregola Sarda dazu und lasst sie mitköcheln. Wenn die Sauce fast aufgesogen ist, gebt mehr Brühe dazu bis die Fregola weich sind. Am Schluss sollte die Sauce die Fregola sämig umschließen und weder zu flüssig noch zu trocken sein.

Während die Fregola köcheln, puhlt ihr die Muscheln aus den Schalen, bis auf einige, die ihr zur Dekoration übrig lässt.

Wenn die Fregola al dente sind, rührt ihr die Muscheln und die Petersilie unter und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Die zur Dekoration beiseite gelegten Muscheln setzt ihr darauf. Buon appetito!

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16 Kommentare zu “Fregola sarda con arselle – Fregola sarda mit Venusmuscheln

  1. Liebe Melanie, wieder noch so spt unterwegs und wie gemein, gerade wo ich am Rechner sitze UND Appetit habe. Das klingt ja wieder groartig und Fregola sarda kannte ich bisher nicht. Werd ich jetzt im Sptkauf bei Kaisers auch nicht mehr kriegen daher muss der lang gereifte Ziegengouda und ein paar Grissini dran glauben. Ein paar der Spezialiten meines Urlaubsortes (Bormio, Valtellina) wrden Dich sicher auch anregen, neben dem tollen Bresaola sind sie dort bekannt fr alle mglichen Speisen mit Buchweizen, ob Polenta oder Nudeln, der ist berall dabei und sorgt fr eine schne Kernigkeit der Gerichte. Sieht brigens auch wieder groartig aus das Foto und Du musst mir bei Gelegenheit erklren was eingekochte, ofengerstete Tomaten sind, das klingt auch recht wrzig, hm, okay, ich muss jetzt nochmal an den Khlschrank glaub ich (in meiner – juhu – NEUEN Kche 🙂 Gute Nacht und einen schnen Wochenstart, Nicole

  2. Sehr schön und nach meinem Geschmack. Sehr ähnliche Muscheln gibt es hier, aber ich müsste auf andere kleine Pasta ausweichen, was dem Gericht aber vermutlich nichts antun würde, so lange die Pasta wirklich klein sind. Bulgur, weder groben noch feinen, habe ich auch noch nicht gefunden.

  3. Das selber Rollen ist gar nicht soo aufwendig, ich spreche aus Erfahrung. 😉

  4. Das ist ein wunderschönes Bild … und mitgegessen hätte ich auch gerne 😉
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  5. Fregola sarda kannte ich gar nicht, spannend. Das klingt wirklich nach meinem Geschmack, tolles Rezept.

  6. Ach, die Fregola, die stehen auch noch auf der Wunschliste der Dinge wenn es mal viiiel Zeit gibt- ich hab ja ein Pillendrehbrett mit dem das prima klappen müßte.

  7. Wie schön das anzusehen ist, Melanie! Und lieben Dank für’s Verlinken auf alte Le-bonheur-goûteux-Tage ;-).

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