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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Eintopf und Salat in einem: mexikanischer vegetarischer Pozole

18 Kommentare

Bei diesem Wetter wächst in mir die Sehnsucht nach fernen, warmen Gefilden, gleichzeitig aber auch nach wärmendem Essen im Magen. Der mexikanische Pozole verbindet beides perfekt: Pozole ist eine Mischung aus mexikanischem Eintopf und Salat. Hört sich komisch an? Schmeckt aber gar nicht komisch, sondern vielmehr seeeehr lecker! Mischung aus Eintopf und Salat, da jeder am Tisch in seine Suppenschüssel alle möglichen rohen Zutaten werfen kann: Salat, Radieschen, Zwiebeln, Avocados…diese Kombination aus Wärme und Frische ist einfach nur großartig! Pozole gibt es in Mexiko in den unterschiedlichsten regionalen Varianten. Die Basis ist immer Mais Cacahuazintle, eine sehr große Sorte der durch Nixtamalisation die Schale entfernt wird, (findet man hier leider nur in mexikanischen Supermärkten und Onlineshops). Die bekannteste Version wird mit getrockneten, kaum scharfen Chiles (Chiles Guajillos) und normalerweise mit Hühnchen- oder Schweinefleisch gekocht. Neben diesem roten Pozole, der seine schöne Farbe von den Chiles hat, gibt es zum Beispiel auch ein grüne Variante mit mexikanischen grünen „Tomaten“ (Tomatillos) – die stelle ich euch vielleicht ein anderes Mal vor. Aber heute gibt es eine vegetarische Variante des roten Pozole, in dem das Fleisch durch Champignons und Shiitake-Pilze ersetzt wird. So habe ich ihn auch schon in Mexiko gegessen und ich finde das Fleisch fehlt überhaupt nicht! Das Rezept habe ich leicht verändert von dieser mexikanischen Webseite genommen.

Mexikanischer vegetarischer Pozole

Für zwei Personen braucht ihr:

25g Chiles Guajillos (3 Stück)
250g Champignons (ich: und Shiitake-Pilze)
1 Zehe Knoblauch
500ml Gemüsebrühe, möglichst selbstgemacht
1/2 kleine Zwiebel
ein paar Blätter Epazote (das für Mexiko vielleicht typischte Kraut, optional)
400g (eine halbe Dose) Mais für Pozole (Sorte: Cacahuazintle mit sehr großen Maiskörnern)
1/4 grüner Salatkopf (mit möglichst festen Blättern, z.B. Romana)
5 Radieschen
1,5 Avocados, Sorte Hass
1 frischer Chile, mittelscharf
1 Limette
Oregano
Pflanzenöl
Mais-Tostadas (fritierte oder gebackene Maistortillas)
 

Zuerst säubert ihr die Chiles Guajillos und bringt sie mit einem halben Liter Gemüsebrühe und dem Knoblauch zum Kochen. Wenn die Chiles weich sind, püriert ihr sie im Mixer und stellt sie beiseite.

In Öl bratet ihr die Zwiebel mit den Champignons an. Wenn sie weich sind, gebt ihr die Chilisauce darüber, gebt noch etwas Wasser dazu (ca. 300ml) und rührt den Mais unter. Nun lasst ihr den Eintopf 15 Minuten kochen. Falls die Sauce zu dickflüssig wird, gebt ihr noch etwas mehr Wasser daran. Frischen Epazote gebt ihr am besten erst am Schluss dazu, er verliert sonst schnell an Aroma. Getrockneten Epazote gebt ihr etwas früher bei.

Währenddessen wascht ihr den Salat und schneidet ihn in ca 1cm breite Streifen. Die Radieschen schneidet ihr in feine Scheiben, die Zwiebel hackt und die Limette halbiert ihr (um den Saft am Tisch über den Salat zu pressen). Die Avocado schneidet ihr in dünne Schnitze, den frischen Chile in feine Streifen. All diese Zutaten legt ihr in Schüsselchen oder auf ein Schneidebrett.

Am Tisch gibt jeder die Zutaten nach Gusto in den Pozole. Dazu passen Tostadas. Buen provecho!

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18 Kommentare zu “Eintopf und Salat in einem: mexikanischer vegetarischer Pozole

  1. Das klingt ja herrlich…ich könnte glatt nachher ein Schälchen zum Frühstück vertragen…..die Zutaten müsste ich wohl online bestellen….mir ist tatsächlich in München noch kein mexikanischer Laden untergekommen.

  2. Das klingt ja super! Würde ich gerne mal ausprobieren. Vorher muss ich allerdings wohl noch den mexikanischen online shop stürmen.

    • Falls du mal in Forchheim vorbeikommst, dort gibt es eine Filiale des mexikanischen Onlineshops Mex-al. Und online bestellen geht natürlich auch immer 🙂 Viel Spaß beim Nachkochen!

  3. Geniale Kombi, ich stelle fest, ich kenne mich mit der mexikanischen Küche noch nicht gut genug aus – habe aufgegeben, als ich mir beim Tortillabacken die Pfanne ruiniert habe… 😉

  4. Es ist interessant, Rezepte zu lesen, die in einem mexikanischen Restaurant im Exil, zB hier, nie und nimmer auf der Karte sind. Laien wie ich kennen nur die üblichen Gerichte, wie das halt so ist als Reisender, auch wenn ich mehrmals in Mexiko war. Toll, über fremde Küchen zu lernen, auch wenn ich dieses Gericht höchstwahrscheinlich nie nachkochen werde. Danke.

  5. Ich würde wohl Hühnchen anstelle von Chamoignons verwenden (wegen der Verträglichkeit) – das gefällt mir ganz gut, so ein Essen bei dem man nach Geschmack sich seins selber komponieren kann.

  6. Tolles Rezept – da kann man ja richtig kreativ werden! Epazote habe ich mal selbst angebaut in einer Art Wintergarten. Hat gut geklappt und ebenso geschmeckt. Jetzt habe ich zwar einen Riesengarten, aber keinen Wintergarten mehr.

    • Frisch ist er natürlich am leckersten! Auf meinem Balkon würde er aber vermutlich auch nicht überleben. Zumindest bekommt man bekommt ihn getrocknet in mexikanischen Supermärkten und Onlineshops…

  7. So ein wärmendes Süppchen, klasse! Ich merke gerade, dass ich mich mit meikanischer Küche viel zu wenig auskenne..
    Schönen Sonntag wünsche ich dir
    Cheriechen

  8. Eine super Suppe, die macht es mir so richtig an. Mit frischen Tortillas dazu noch. Klasse Idee. Die mexikanischen Gerichte finde ich eh toll, einfach, bodenständig und immer sehr lecker. Die Suppe ist schon auf der Nachkochliste gelandet. Ich glaube dass die Zugabe von ein bisschen Achiote Paste kann nicht schaden richtig? Macht das ganze noch ein bisschen erdiger im Geschmack.

  9. Erst jetzt zufälligerweise über dieses Rezept gestolpert! Als Chili-Aficionado genau mein Ding 🙂 Schön authentisch! Gefällt mir noch besser als die Variante mit den Tomatillos!

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