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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Pasta con le sarde – Pasta mit Sardinen, Sardellen, Fenchel, Rosinen und Pinienkernen

11 Kommentare

Als ich dieses Rezept zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich es unbedingt nachkochen musste. Zum Glück ist es bei uns auch nicht schwer auf dem Markt frische Sardinen zu bekommen, sie sind zwar kleiner als die im Rezept dargestellten und lassen sich deshalb etwas umständlicher entgräten, aber geschmacklich sind sie wunderbar. Leider konnte ich aber nirgends das sizilianische Tomatenmark Strattu aus sonnengetrockneten Tomaten finden. Die Pasta war aber trotzdem wie erwartet wunderbar ausgewogen mit ihren herzhaften, frischen, süßen und nussigen Aromen und zaubert sofort Sommergefühle auf den Tisch! Eigentlich sollten man als lange Röhrennudeln, die sizilianischen U Piraciatu oder Bucantini verwenden. Bei dem kleinen aber feinen italienischen Feinkostgeschäft Oliobiscotti gab es dieser aber nicht, so dass ich mich für Longheroni entschied. Die nahmen die Sauce auch wunderbar auf, sind aber etwas unpraktisch zu essen…Bei der Zubereitung habe mich an einer Mischung aus den Rezepten von Giorgio Locatelli und aus Marcella Hazans klassischer italienischer Küche orientiert, das hat super funktioniert.

Pasta con le sarde

Für zwei Personen (als Hauptgericht) braucht ihr:

4 Sardellenfilets in Öl
50 g Semmelbrösel
4 EL natives Olivenöl extra
1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
50 ml Weißwein
2 EL ‘strattu oder 1 EL Tomatenmark
1 EL gehackte getrocknete Tomaten (falls kein strattu zur Hand)
2 EL Tomatenmark
250 g frische Sardinenfilets (zur Not auch aus der Dose)
30 g Sultaninen
30 g Pinienkerne
1 kräftige Prise Safranfaden (etwa 20 Stück)
3 wilde Fenchelzweige, fein gehackt, oder 1 TL Fenchelsamen (gemörsert) und fein gehacktes Fenchelgrün von zwei Fenchelknollen
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
200 g Pasta, z.B. Bucatini (ich: Longheroni)

Als erstes entgrätet ihr die Sardinen. Dazu dreht ihr den Kopf ab und zieht dabei auch einen Teil der Eingeweide mit heraus. Nun fahrt ihr mit dem Daumenagel die Bauchhöhle an der Gräte entlang und klappt so die Sardine auf. Mit Daumen und Zeigefinger hebt ihr oben das Rückgrat an und zieht es mit einem Ruck mitsamt dem Schwanz ab. Die Filets spült ihr ab und legt sie zur Seite.

Die Sardellenfilets lasst ihr gut abtropfen. Die Semmelbrösel röstet ihr in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze bis sie goldbraun sind.

In einem Topf erhitzt ihr 2 EL Olivenöl und dünstet die Zwiebel weich. Dann fügt ihr die Sardellen hinzu und rührt bis sie zerfallen.

Nun gießt ihr mit dem Wein auf und lasst ihn aufkochen.Jetzt rührt ihr das ‘strattu oder Tomatenmark und so viel Wasser ein, dass die Mischung eine saucenartige Konsistenz bekommt und fügt die Sardinenfilets, Sultaninen, Pinienkerne, Safran und wilden Fenchel oder Fenchelgrün und Fenchelsamen hinzu. Alles mischt ihr vorsichtig durch, salzt vorsichtig, lasst die Sauce 10 Minuten köcheln und schmeckt am Schluss nochmals mit Salz und Pfeffer ab..

Währenddessen bringt ihr in einem Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen, salzen und gart die Pasta al dente. Abgießen und die Pasta zur Sardinensauce geben und durchmischen. Die Pasta beträufelt ihr mit dem restlichen Olivenöl und bestreut sie mit den gerösteten Semmelbröseln. Buon appetito!

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11 Kommentare zu “Pasta con le sarde – Pasta mit Sardinen, Sardellen, Fenchel, Rosinen und Pinienkernen

  1. Liebe Melanie,
    Zitat: Als ich dieses Rezept zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich sofort, dass ich es unbedingt nachkochen musste.
    So wollte ich den Kommentar anfangen… Also das sieht ja mal so top aus! Und dann hab ich die Zutaten gelesen… Also wenn nicht für mich, für wen ist es dann gemacht?
    An frische Sardinen komme ich wohl leider nicht ran, aber „normale“ werden es auch tun:)

  2. Ich liebe die sizilianische Küche…. womöglich könnte ich in der Version sogar den Fenchel essen mögen. Strattu allerdings hab ich auch noch nicht gefunden, muß mal richtig nachforschen. Bei den vielen Sizilianern hier in der Gegend müßte das irgendwo zu finden sein.

  3. Strattú habe ich leider auch noch nicht auftreiben könne und zum selber machen bin ich zu faul. Deine Mischung aus Tomatenmark und getrockneten Tomaten klingt aber auch vielversprechend – fehlen nur noch die Sardinen. 🙂

  4. Ein klasse Rezept, da schliesse ich mich Toni an und gestehe, dass muss ich -wohl nicht gleich sofort- aber unbedingt bald mal nachkochen! Da sind eigentlich nur Zutaten drin, die ich über alles schätze 🙂 Sardinen kriege ich frische, aber bei dem Tomatenmark wird’s wohl auch bei mir schwierig… Aber deine Alternative kommt dem wohl ganz nah! Ausserdem liebe ich ja Bucatini 😀

  5. Hab ich vor gefühlten Jahrhunderten in Frankreich gegessen und es hat sich tief in meinem Gedächtnis eingebrannt. Vielleicht ist das ein Wink, es jetzt endlich mal selbst zu kochen?

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