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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Sehnsucht nach Griechenland: Oktopus Stifado

12 Kommentare

Nach unserem Abstecher nach Frankreich reisten wir am Sonntag noch kulinarisch weiter nach Griechenland. Ich hatte am Samstag spontan auf dem Markt einen halben Oktopus erstanden und wollte endlich mal ein Oktopus Stifado ausprobieren. Die klassischste Stifado-Variante mit Lamm kommt für mich natürlich nicht in Frage, daher habe ich Stifado bisher immer mit Auberginen gekocht (auch sehr empfehlenswert!). Da ich Oktopus sehr liebe, wollte ich aber auch schon lange diese Variante ausprobieren. Das Rezept habe ich von Tobias kocht größtenteils übernommen. Nur zwei Dinge habe ich leicht abgeändert: statt der zwei Tomaten und dem Tomatenpüree habe ich ein kleines Glas meiner im Sommer nach Michas Rezept eingeweckten ofengerösteten Tomaten (ohne Gewürze) verwendet und als Gewürze habe ich das in Griechenland erstandene Stifadogewürz hinzugefügt. Es enthält neben den von Tobias angegebenen Zutaten Zimt, Lorbeer und Chili auch Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom, Fenchelsamen, verschiedene Pfeffer und Nelken (vielleicht habe ich auch noch was übersehen…) und war eine große Bereicherung für das sowieso schon wunderbare Schmoraroma!

Oktopus Stifado

1 Oktopus (1 kg)
3/4 Kilo möglichst kleine Zwiebeln
150 ml ofengeröstetes Tomatenpüree oder 2 Tomaten und 1 EL Tomatenpaste
4 El Accetto Balsamico
150 ml trockenen Weisswein
1 EL Stifadogewürz oder
eine kleine Stange Zimt, 2 Lorbeerblätter, etwas getrockneter Chili (optional etwas Koriander, Kreuzkümmel, Kardamom, Fenchelsamen, verschiedene Pfeffer, Nelken)
etwas Olivenöl
Salz und Pfeffer
knapp 2 El Zucker

Den Oktopus lasst ihr vom Fischhändler fachgerecht zubereiten bzw. entfernt selbst die Kauwerkzeuge. Den Oktopus gebt ihr in einen Topf ohne Wasser und lasst ihn auf kleiner Flamme ungefähr 30 Minuten zugedeckt köcheln. Dann nehmt ihr den Oktopus heraus und stellt ihn beiseite. Die im Topf entstandene Flüssigkeit bewahrt ihr auf.

In den selben Topf lasst ihr die geschälten Zwiebelchen in etwas Olivenöl leicht bräunen. Nach einigen Minuten gebt ihr den Zucker dazugeben und lasst es unter Rühren leicht karamelisieren. Nun gebt ihr den Essig dazu, so dass eine dicke Sauce entsteht und rührt die die Gewürze und etwas Salz und Pfeffer darunter. Dann gebt ihr die Tomaten dazu und gießt mit dem Weißwein auf. Die Kochflüssigkeit vom Oktopus schüttet ihr dazu und lasst das Ganze für 20 Minuten zugedeckt kochen.

In der Zwischenzeit schneidet ihr den Oktopus In Stücke. Den Oktopus gebt ihr in die kochende Sauce und lasst alles für mindestens etwa 40 Minuten (Angabe von Tobias, bei mir hat es über eine Stunde gedauert) auf kleiner Flamme köcheln bis der Oktopus weich wird. Es ist normal, wenn der Oktopus zunächst immer zäher wird, das gibt sich irgendwann und dann wird er zart wie Butter! Die Flüssigkeit sollte gut einkochen, so dass ihr den Deckel gegebenenfalls nach einem Teil der Zeit entfernen müsst, damit sie gut einkocht. Dazu gab es bei uns das leckere Fava Püree und Brot. Kali orexi!

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12 Kommentare zu “Sehnsucht nach Griechenland: Oktopus Stifado

  1. ohh, ich liebe Oktopus, und mit diesen Gewürzen schmeckt das sicher ganz fantastisch. Nächstes Mal…. für jetzt ist noch ein halber bereits gekochter im Eis, der muß zu irgendwas anderem werden.

  2. An den habe ich mich bislang noch nicht herangetraut. Wie ist denn der Eigengeschmack von Oktopus? Eher in die Krustentierrichtung, leicht süßlich oder eher in eine Fischrichtung?

    • schwer zu beschreiben. Am ehesten würde ich ihn mit dem Geschmack von Kalamar/Sepia vergleichen. Du musst ihn einfach mal ausprobieren, er ist ja einfach zu kochen, er braucht nur genügend Zeit, damit er zart wird! Ich mag ihn sehr und auch unserer Besuch war begeistert!

  3. Ich auch….ich liebe Oktopus auch. Und Stifado. Dein Beitrag schickt einen glatt in den Urlaub!

  4. Du bekommst einfach so auf dem Markt Oktopus? Klasse….

  5. oh… klingt sehr fein. Und Oktopus habe ich schon (gefühlt) ewig nicht mehr gegessen.

  6. Oh, das klingt köstlich, liebe Melanie! Und das um die Zwiebel drappierte Oktopus-Ärmchen sieht aus wie ein kleines Perlen-Collier :-).

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