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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Rösti-Törtchen mit Sekt-Sauerkraut und geräucherter Forelle

18 Kommentare

Beim Besuch von Verwandten wurde ich an den Brauch erinnert, an Neujahr Sauerkraut zu essen damit das Geld – und das Glück – nicht ausgeht. Beides kann man schließlich immer brauchen! Passenderweise verehrte mir meine Mutter eine frisch geräucherte Forelle, die sie von ihrem Nachbarn geschenkt bekommen hat. Und wie ich aus dem Elsass noch in guter Erinnerung habe, passen Sauerkraut und geräucherter Fisch schließlich perfekt zusammen. Zur Feier des Tages darf an Neujahr selbst Sauerkraut durchaus etwas schicker sein – wie praktisch, dass von gestern abend noch Sekt übrig war! Zusammen mit den Kartoffelröstis, dem Himbeercoulis und dem Apfelmus ergab sich eine perfekt austarierte Kombination, die selbst Sauerkrautskeptikern schmecken müsste. Das Knusprige der Rösti ergänzte sich perfekt mit der weichen Konistenz des Sauerkrauts. So edel kommt Sauerkraut selten daher…

Rösti-Törtchen mit Sauerkraut und geräucherter Forelle

Für zwei hungrige Personen braucht ihr:
Für das Sauerkraut:
500g gutes (Bio-)Frischkostsauerkraut, gut abgetropft
1 klein gehackte Zwiebel
1/2 EL Honig
2 EL Cranberries
100ml (Riesling-)Sekt
etwas Kümmel
Olivenöl

Für das Apfelmus:
1 süß-säuerlicher Apfel (ich: Sorte Topaz)
1/2 EL Zucker
10g Butter
ein Schuss Weißwein
ein paar Tropfen Limette
1/2 Anisstern
1 Nelke

Für den Himbeercoulis:
3 EL gefrorene Himbeeren (aufgetaut)
1 Prise Salz
etwas Langer Pfeffer

Für die Rösti:
500g mehlige Kartoffeln
Salz

Dazu:
1 geräucherte Forelle, filetiert
etwas gemischter Salat (ich: Feldsalat, Rauke und Radicchio)

Die Zwiebel dünstet ihr in etwas Olivenöl glasig und lasst anschließend den Honig damit karamelisieren. Nun gebt ihr das Sauerkraut dazu, gießt den Sekt auf, rührt den Kümmel und die Cranberries unter und lasst das Sauerkraut ungefähr 20 Minuten zugedeckt dünsten. Wenn der Sekt verdunstet ist, gebt ihr noch etwas Wasser dazu, damit es nicht zu trocken wird und nicht anbrennt.

Nun schält ihr den Apfel und schneidet ihn in Stücke. Den Zucker lasst ihr mit der Butter karamelisieren. Sobald der Zucker flüssig und leicht bräunlich ist, gebt ihr die Apfelstücke und die Gewürze dazu, gießt es mit dem Wein auf und gebt den Limettensaft dazu. Zugedeckt lasst ihr den Apfel köcheln bis er weich ist und püriert ihn zum Schluss.

Die Himbeeren püriert ihr durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Dann schmeckt ihr sie mit etwas Langem Pfeffer und einer klitzekleinen Prise Salz ab.

Für die Rösti schält ihr die Kartoffeln, reibt sie grob und mischt sie mit einer Prise Salz. In reichlich Olivenöl backt ihr kleine runde (ca. 8cm) ungefähr 5 mm dicke Fladen aus.

Nun müsst ihr nur noch hübsch schichten und dekorieren. Auf ein bisschen Salat legt ihr die untere Rösti. Darauf kommt eine Lage Sauerkraut, darauf wieder eine Rösti und dann wieder eine Lage Sauerkraut. Den Abschluss bildet ein Stück geräucherte Forelle. Darum herum dekoriert ihr das Apfelmus und den Himbeercoulis. Euch allen ein frohes Neues Jahr und lasst es euch schmecken!

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18 Kommentare zu “Rösti-Törtchen mit Sekt-Sauerkraut und geräucherter Forelle

  1. Sauerkraut mit Cranberries hört sich spannend an – ich tue oft was Apfelsaft dran, der ist ja auch süßlich. In Kombination mit Rösti und Räucherfisch kann ich mir das sehr gut vorstellen.
    Den Brauch Sauerkraut an Neujahr zu essen kannte ich gar nicht. Bei uns gibt’s nur den obligatorischen Hefezopf 😉 Frohes Neues!

    • Mit Apfel habe ich es auch schon öfter gekocht. Aber ich fand die Kombination Sekt und Cranberries im Kraut und Apfelmus und Himbeercoulis dazu noch feiner 🙂 Auch dir ein frohes Neues Jahr, liebe Tring!

  2. Sind die Cranberries dann getrocknete? (will es morgen mal probieren, klingt köstlich und sieht top aus!)

    • ja, die Cranberries waren getrocknet. Viel Spaß beim Nachkochen!

      • Also das Kraut war erst gar nicht mein Fall! Viel zu sauer! Aber vllt kommt das auch auf den Sekt drauf an? Das Apfelmus habe ich dann untergemischt. Jetzt bin ich begeistert!!!

      • Komisch, bei uns war es ganz mild! Ich vermute nicht, dass es am Sekt lag, denn unserer war brut, also sehr trocken. Was hast du denn für ein Sauerkraut verwendet? Das Frischsauerkraut ist meiner Erfahrung nach häufig weniger sauer als länger haltbares Sauerkraut. Und durch den karamelisierten Honig und die gezuckerten Cranberries (waren deine ungezuckert?) wird es eigentlich ja auch weniger sauer…Das hast du beides auch verwendet oder?

  3. Mich musst du nicht überzeugen – ich liebe Sauerkraut! 🙂 Sieht sehr fein aus, dein Türmchen!
    Und nochmal ein wundervolles neues Jahr!
    Liebe Grüße,
    Eva

  4. Männo, den Brauch mit dem Sauerkraut kannte ich nicht! Bin ich verloren, finanziell ruiniert? Ich hatte bloß rote Unterwäsche an…?
    Aber im Ernst: Wer so lecker beginnt, der hat Glück und alles verdient und das wünsche ich dir von ganzem Herzen!!
    Super lecker schaut das aus und da ich Sauerkraut in der Kombination mit Fisch sehr liebe, wird das ganz sicher nachgekocht.
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  5. Was für ein hammerschönes Foto!

  6. Wow, das schaut fantastisch aus! Eine echte Aufwertung für oft stiefmütterlich behandeltes Sauerkraut! Schade, dass Sylvester schon vorbei ist, das hätte perfekt für den Kater am nächsten Tag gepasst 😀

  7. Wahnsinn – das sieht ja köstlich aus, und das, obwohl ich eigentlich kein Sauerkraut mag. Richtig toll. Und noch ein spannender Geldmehrungs-Brauch – Emma schrieb von Erbsensuppe an Silvester, muss ich mir für den nächsten Jahreswechsel beides merken ;-). Nochmals ein wunderbares neues Jahr für Dich!

    • Vielleicht wäre es ja ein gute Rezept, um sich an Sauerkraut zu gewöhnen, du darfst nur kein zu saures kaufen (ich hatte das Frischsauerkraut aus der Biocompany, das ist sehr mild).

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