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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Kärntner Kasnudeln mit Steckrüben

14 Kommentare

Der Sommer ist endgültig vorbei und jetzt heißt es sich mit den gefühlten 10 Monaten kulinarischer Herbst und Winter abzufinden (mal ganz abgesehen vom Wetter – grrrr). Ich habe diesmal aber vorgesorgt und mir das neue GU Kochbuch „Herbst, Winter, Gemüse!“ besorgt. Die ausführliche Rezension kommt noch sobald ich noch etwas mehr Rezepte ausprobiert habe, aber heute bekommt ihr schon mal einen Vorgeschmack mit den leckeren Kärtner Kasnudeln. Sogar meiner besseren Hälfte, der normalerweise weder ein Steckrüben noch ein Quarkfan ist, hat es sehr gut geschmeckt – zumindest solange er nicht genau wusste, was sich in den leckeren Nudeltaschen versteckte ;-).

Kärntner Kasnudeln mit Steckrüben

Für vier Personen braucht ihr:

Für den Teig:
300g Mehl
3 Eier (Größe M)
1 EL Öl

Für die Füllung:
300g Steckrübe
1 altbackenes Brötchen
50 ml Milch
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
je 1/2 Bund Minze und Petersilie
1 EL Butter
250g Topfen oder Magerquark (ich: Magerquark)
frisch geriebene Muskatnuss
Salz und Pfeffer

100g Butter zum Servieren (ich: deutlich weniger)

Mehl, Eier und Öl verknetet ihr zu einem glatten Teig. Falls er zu trocken ist, gebt ihr noch 1-2 TL Wasser dazu. Den Teig formt ihr zu einer Kugel und wickelt ihn in Frischhaltefolie oder ein Küchentuch ein und lasst ihn bei Zimmertemperatur ruhen.

Die Steckrübe schält ihr und schneidet sie in große Würfel. Diese kocht ihr in etwas Salzwasser oder im Schnellkochtopf (ich) weich und püriert sie anschließend.

Die Brötchen würfelt ihr, begießt sie mit Milch und lasst sie einweichen. Die Zwiebel und den Knoblauch sowie die Kräuter hackt ihr fein. Dann zerlasst ihr die Butter und dünstet darin die Zwiebel und den Knoblauch an, gebt die Kräuter dazu und lasst sie nur kurz zusammenfallen.

Das Brötchen drückt ihr aus und zerpflückt es. Dann gebt ihr es mit der Zwiebelmischung, dem Quark und den Steckrüben in eine Schüssel, mischt alles gut und schmeckt mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab.

Den Teig wallt ihr – wenn möglich mit einer Nudelmaschine – dünn aus (ich: zweimal Stufe 5). Dann stecht ihr Kreise von ca. 10 cm aus (ich mit Hilfe eines großen Glases). Auf jeden Kreis gebt ihr einen gehäuften Teelöffel Füllung, feuchtet die Kreise am Rand an, klappt sie zusammen, drückt sie mit den Zinken einer Gabel gut zusammen und legt sie auf einen mit Hartweizengrieß bestäubten Teller.

Die Kasnudeln kocht ihr in einem großen Topf mit Salzwasser ca. 4 Minuten bissfest. Währenddessen zerlasst ihr die Butter und lasst sie leicht bräunen. Die Kasnudeln schöpft ihr mit einem Schaumlöffel ab und schwenkt sie kurz in der Butter. Mir schmeckten sie besonders gut mit Parmesan – auch wenn dieser nicht wirklich aus Kärnten kommt…Guten Appetit!

Quelle: Cornelia Schinharl, Herbst, Winter, Gemüse! GU Themenkochbuch, ISBN: 978-3-8338-3438-7
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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14 Kommentare zu “Kärntner Kasnudeln mit Steckrüben

  1. Das ist mal eine Idee: olle Steckrübe einfach in der Nudel zu verstecken und hey, das Buch taucht nun schon zum 2. Mal auf (-> Kochfrosch), scheint einen Blick wert zu sein! Und tröste dich, in spätestens 5 Monaten ist der Spuk wieder vorbei. 😉

    • fünf Monate, du bist aber optimistisch…Ich war wirklich erstaunt über die Steckrüben. Man schmeckte sie deutlich heraus, aber in der Kombination sehr angenehm. Man darf sich nur davor nicht vom Geschmack der kalten Masse abschrecken lassen, die fand ich nicht so lecker…

  2. Das Buch habe ich auch; und außerdem eine einsame Steckrübe im Kühlschrank….

  3. Schöne Idee! Mir ist zwar dieses Jahr bislang noch keine Steckrübe untergekommen, aber die wird die nächsten Wochen sicher noch häufiger in meiner Gemüsekiste liegen… Bin gespannt auf deine Rezension zu dem Buch – Gemüsekochbücher kann man ja nie genug haben; erst recht nicht für „Wintergemüse“.

  4. Man sollte vor dem Mittagessen keine Foodblogs lesen … lechz 🙂
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  5. Also Quark finde ich ja immer prima, Steckrüben- da weiß ich nicht ob ich lieber was anderes zu dem Quark getan hätte. Die Nudeln sehen jedenfalls klasse aus – und auf die Buchbesprechung freue ich mich.

    • Du kannst die Steckrüben sicherlich auch gut durch Pastinaken oder Petersilienwurzeln ersetzen, wenn du die lieber magst. Aber ich fand die Steckrüben haben sich wirklich gut in dieser Kombination geschlagen – und ich hatte ja nicht mal Beschwerden am Abendbrottisch 🙂

  6. Hhhmm… Quarkfan. Check. Nudeltaschenfan. Check. Steckrübenfan. Naja. Aber fein säuberlich im Nudelteig versteckt… wer weiss… als Kind ist man schliesslich auch immer auf solche Tricks reingefallen 😉

  7. Oh, das ist etwas nach meinem Geschmack und Herzen! Kasnudeln gibt’s ja in Österreich in allen Varianten, ich kenne die noch aus den Tirol-Urlauben meiner Kindheit. Mit Steckrüben bestimmt großartig, tolles Rezept!

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