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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Urlaub auf dem Teller: Pescado a la Veracruzana

11 Kommentare

Susanne von Magentratzerl wünschte sich zu ihrem ersten Bloggeburtstag ein paar Urlaubsgefühle und rief zu einem Blogevent mit kulinarischen Urlaubserinnerungen auf. Man könnte meinem für mich ein leichtes Unterfangen, aber gleichzeitig doch gar nicht so einfach, da ich so viele schöne Erlebnisse und Gerichte schon verbloggt habe. Aber dann fiel mir ein, dass ich zwar schon einen Artikel zu Essen in Mexiko geschrieben, aber euch bisher weder die wunderschöne Küste von Oaxaca vorgestellt habe, noch mein dortiges Lieblingsrezept: Pescado a la Veracruzana. Pescada a la Veracruzana als Erinnerung an Oaxaca? Das ist ein bisschen wie Erinnerungen an Spätzle in Berlin – aber darf ich zu meiner Verteidigung vorbringen, dass ich meinen ersten Pescado a la Veracruzana auch wirklich im Bundesstaat Veracruz gegessen habe? Einen wunderbaren, ganzen Huacinango (Red Snapper), unglaublich köstlich!

Dafür ist die Pazifikküste von Oaxaca deutlich schöner – zumindest als der Teil der Golfküste bei Papantla, den ich kennengelernt habe. Und auch dort gab es wunderbaren Pescado a la Veracruzana, meist mit Thunfisch, den es dort noch wie Sand am Meer zu geben scheint. Ich weiß nicht mehr wie oft ich Pescado a la Veracruzana in den zehn Tagen im Mazunte gegessen habe – ok, manchmal waren es auch Garnelen a la Veracruzana oder Tintenfisch a la Veracruzana 😉 Immer in den Palapas, den einfachen Restaurants direkt am Strand, mit Blick auf das unendliche Blau und dem Rauschen de Wellen als Hintergrundmusik.

Wenn mich heute mal wieder mein Mexiko Heim- bzw. Fernweh plagt, dann ist ein Fischfilet a la Veracruzana immer ein guter Weg mich wieder ein bisschen wie am mexikanischen Strand zu fühlen.

Pescado (Thunfisch) a la Veracruzana

Pescado (Thunfisch) a la Veracruzana

Für zwei Personen braucht ihr:

200g frischer Thunfisch (ich: Gelbflossenthunfisch, laut WWF Fischratgeber akzeptabel…)
(alternativ: weißer, fester Fisch)
300g Tomaten, gehackt
1 grüne Paprika, in größere Stücke geschnitten
3 mittelgroße Zwiebeln, in Streifen geschnitten
12 grüne Oliven ohne Kern (ich: schwarze Oliven)
einige Jalapeños oder Pepperoni
optional: ein paar Kapern
getrockneter Oregano und Majoran
Olivenöl oder Sonnenblumenöl an
Salz und Pfeffer

Die Zwiebeln bratet ihr in Olivenöl an und lasst sie einige Zeit schmoren bis sie weich sind. Dann gebt ihr die Paprika und die Tomaten dazu und lasst die Sauce auf kleiner Flamme ungefähr eine Viertelstunde köcheln. Dann gebt ihr die Kapern, die Oliven und die Jalapeños bzw. Pepperoni dazu und schmeckt mit den Gewürzen und Salz und Pfeffer ab.

Den Thunfisch salzt ihr leicht, bratet ihn scharf in einer Pfanne mit etwas Öl an und lasst ihn auf niedriger Flamme bis er gerade durch, aber noch nicht trocken ist. Zum Schluss gebt ihr die Sauce auf den Thunfisch und serviert ihn mit weißem Reis. Alternativ könnt ihr den Thunfisch auch scharf anbraten, dann in eine ofenfeste Form geben und mit der Sauce bedeckt ungefähr 10-15 Minuten bei 190 Grad im Ofen backen. Buen provecho!

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11 Kommentare zu “Urlaub auf dem Teller: Pescado a la Veracruzana

  1. Que rico se ve 🙂 bin gerade in Nordspanien und von einer ausgiebigen Tapas-Tour zurück…und trotzdem, die Fotos sind echt mundwässernd! Mexiko und Indien gehören (insbesondere in kulinarischer Hinsicht) zu den Ländern, die ich unbedingt mal noch bereisen möchte…

    Vor einigen Jahren war ich immerhin mal in Baja California campen… Auch ich weiss daher: was bei uns als vermeintlich mexikanisch auf dem Teller landet, hat mit echter cocina mexicana reichlich wenig gemein! Dein Rezept gehört ganz bestimmt nicht dazu 😉

    • Tapas sind natürlich auch sehr lecker und Nordspanien wunderschön!
      Ich liebe die mexikanische Küche (zumindest die ohne Fleisch…) sehr, deshalb gibt es ja auch schon ziemlich viele Rezepte auf dem Blog. Und eine Reise nach Oaxaca, das Land der sieben Moles lohnt sich kulinarisch auf jeden Fall 😉

  2. Jetzt hast Du mich mit Deinem feinen Rezept und Deinen schönen Fotos direkt nach Mexiko katapultiert – vielen Dank!

  3. Wenn ich so das Meer sehe und deinen Teller dazu, dann kann ich das Salz in der Luft förmlich riechen! Mit Thunfisch habe ich allerdings bislang keine guten Erfahrungen gemacht. Der war immer trocken, egal, wie kurz ich ihn angebraten habe…

    • Ja, Thunfisch neigt immer dazu etwas trocken zu werden, so frisch und saftig wie in Mazunte habe ich ihn auch noch nie hinbekommen. Ich wollte es eigentlich mal mit Niedrigtemperaturgaren versuchen. Lachs wird dadurch ja unglaublich saftig. Gestern hatte ich dann aber nicht mehr den Nerv dazu…Aber du kannst für den Pescado a la Veracruzana auch jeden etwas festeren weißen Fisch verwenden.

  4. Bei mir schlummert noch ein Stück Thunfisch (natürlich „politisch korrekter“) im Tiefkühler. Mein Tipp, um ihn wirklich saftig auf dem Teller zu haben: Kaufe das dickste Stück, dass Du bekommen kannst, paniere es in grob geschrotenem Pfeffer, bei hoher Hitze in Öl in der beschichteten Pfanne braten, und zwar von jeder Seite wirklich nur kurz! Dann ca. 10 min ruhen lassen – KEIN Deckel auf die Pfanne! Er wird in der Mitte noch roh sein. Salzen, mit Zitronensaft beträufeln und fertig.
    Er wird in der Mitte noch roh sein! Daher unbedngt Fisch in Sushi-Qualität besorgen. Und falls er Dir wirklich zu roh sein sollte, das Innere nochmal in Sekunden in die Bratpfanne geben und sekundenschnell wenden.

  5. Hättest du evtl einen vegetarischen Ersatz für Thunfisch oder einer der Leser?

    • Da ich nicht so der Fan von Ersatzprodukten bin, kann ich dir leider nicht sagen, ob es ein gutes Ersatzprodukt für Fisch gibt. Zu der Sauce passen aber sicherlich auch viele andere Beilagen. Ich könnte mir zum Beispiel gut Polentaschnitten oder Reiskroketten vorstellen. Oder auch gegrillter Haloumikäse oder Feta. Das ist dann zwar nicht mehr sehr mexikanisch, aber sicherlich lecker. Falls du etwas mexikanisches kochen willst, findest du auch mehrere vegetarische Rezepte auf dem Blog. Liebe Grüße Melanie

  6. Pingback: Urlaub auf dem Teller – Zusammenfassung und Gewinner | magentratzerl

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