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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Emmerpasta mit Zucchini und Lachs

7 Kommentare

Mit meiner Mühle ist auch etwas mehr Vollkorn in meine Küche eingezogen, sie muss sich schließlich lohnen und man kann außerdem wunderbar neue Getreidesorten damit ausprobieren. In meiner Kindheit gab es zu Hause nur Vollkorn, die 80er Jahre waren da extremer als der Bionade Biedermeier von heute: Weißmehl (und Zucker) waren komplett aus dem Haushalt verbannt. Komischerweise habe ich trotzdem nie eine Abneigung dagegen entwickelt. Das muss wohl an den Backkünsten meiner Mutter gelegen haben! Aber zurück zum Rezept. Obwohl ich Vollkornpasta eigentlich mag, hatte ich bisher nie versucht sie mit meiner Pastamaschine selbst herzustellen. Dafür gab es heute eine doppelte Premiere, denn ich habe gleich auch noch eine neue Getreidesorte ausprobiert: Emmer. Emmer ist wie Einkorn, aus dem ich ja vor Kurzem die Brötchen gebacken habe, eine alte Getreidesorte, die jetzt langsam wiederentdeckt wird. Emmer eignet sich wegen seiner Verwandschaft zum Hartweizen angeblich besonders gut zur Nudelherstellung. Ich habe für die Pasta 3/4 Emmer und 1/4 hellen Hartweizengries verwendet. Die Pasta hatte ein leckeres, nussiges Aroma und harmonierte sehr gut mit den Zucchini und dem Lachs.

Emmerpasta mit Lachs und Zucchini

Für zwei Personen braucht ihr:

Für die Pasta:
150g Emmervollkornmehl
50g heller Hartweizengrieß
2 Eier

Für die Sauce:
2 Zucchini
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
125g Lachs (ich hatte tiefgefrorenen MSC-Wildlachs)
geriebene Schale einer halben Orange
etwas frischer Thymian
2 EL Crème fraîche
etwas Olivenöl
Salz und Pfeffer

Für den Teig knetet ihr alle Zutaten zusammen (für meine Kenwood-Pasta-Fresca sollte er noch stückig sein, für alle anderen Maschinen glatt). Falls ihr eine normale Nudelmaschine habt oder den Teig selbst ausrollt, lasst ihr ihn mindestens eine halbe Stunde ruhen. Dann bereitet ihr nach Anleitung der Nudelmaschine die Pasta zu oder rollt sie mit dem Nudelholz aus und schneidet sie.

Für die Sauce schneidet ihr die Zucchini in Stücke, die Zwiebel in Würfel und hackt den Knoblauch fein. In Olivenöl bratet ihr den Knoblauch und die Zwiebel an, gebt dann die Zucchini und die Orangenschale dazu und schmeckt mit Salz ab. Zugedeckt lasst ihr sie etwas schmoren. Den Lachs schneidet ihr in gut 1 cm große Würfel. Da ich Tiefkühllachs verwendet habe, der schnell trocken wird, habe ich ihn im Ofen sanftgegart, d.h. ich habe ihn für 10-15 Minuten bei 100 Grad in den Ofen gesteckt bis er eine schöne Farbe bekam und etwas Fett austrat. So blieb er wunderbar saftig. Wenn die Zucchini weich sind, rührt ihr die Crème fraîche und den Thymian unter und schmeckt mit Pfeffer und gegebenenfalls Salz ab. Den Lachs salzt ihr leicht und mischt Pasta, Sauce und Lachs zusammen. Buon appetito!

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7 Kommentare zu “Emmerpasta mit Zucchini und Lachs

  1. Was für ein genialer Zufall: Ich habe erst kürzlich recherchiert, mit welchen Vollkornmehlen außer Weizen und Dinkel man denn besonders gute Ergebnisse erzielen könne (im Sinne von feiner in der Textur) und bin auf Einkorn und eben Emmer gestoßen. Wie verarbeitet Emmer sich denn so? Und wie hast Du Deine Pasta so schick geformt?

    • Der Emmer hat sich super verarbeiten lassen. Ich habe ja ein bisschen Hartweizengrieß daruntergemischt, ich weiß nicht, ob es mit 100% Emmer genauso gut funktioniert. Die schöne Pastaform verdanke ich dem Pastaaufsatz „Pasta Fresca“ meiner Kenwood-Küchenmaschine.

  2. Macht Deine Nudelmaschine tatsächlich solche Pasta, die innen hohl ist? Irre……:-)

    • Beim Pastaaufsatz „Pasta Fresca“ der Kenwood Chef kann man verschiedene Einsätze für unterschiedliche Formen verwenden. Ich habe den für Rigatoni und Pappardelle.

  3. Sehr gute Idee – mit Vollkorn werden Hohlnudeln bestimmt knackiger. Das werde ich dir nachmachen!
    Hast du vielleicht die gleiche Pasta-Maschine (mit Handkurbel) wie ich? Oder direkt gefragt: wie sieht sie denn aus, deine Pasta-Maschin?

    ….viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    • Ich habe den Pasta Fresca Aufsatz für meine Kenwood Pastamaschine, da erspare ich mir das Kurbeln 😉 Ein sehr praktisches Teil, man muss nur oben den Teig einfüllen und dann die Nudeln in der richtigen Länge abschneiden…
      Ich habe gesehen, du hast mich in deine Blogroll aufgenommen. Da fühle ich mich aber geehrt!

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