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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Gemüselasagne

8 Kommentare

Am Wochenende hatten wir eine Familie mit drei kleinen Kindern zu Gast, da hatte ich doch ein bisschen Bammel. Ein Essen zu finden, das allen drei Geschwistern und auch noch den Erwachsenen schmeckt, keine leichte Aufgabe! Da Nudeln bei Kindern meistens auf Begeisterung stoßen und Lasagne eine äußerst gastgeberfreundliche Nudelform ist, da man nicht bis zum Schluss in der Küche stehen muss, war die Entscheidung dann doch schnell gefallen. Und welch ein Glück: kein Gejammere und Genöle, Klein und Groß waren alle zufrieden und satt!

Die Lasagne ist unsere Standardgemüselasagne, wir mögen sie so gerne, dass ich sie nur ungern variiere. Einmal habe ich im Winter versucht saisongerecht Pastinaken hineinzuschmuggeln, das kam bei meinem Herrn Gastrokritiker gar nicht gut an…Daher bekommt ihr das Rezept heute in erprobter Klassikerqualität 😉

Gemüselasagne

Für vier Erwachsene und drei kleine Kinder (beziehungsweise 5-6 Erwachsene) braucht ihr:

Für den Lasagneteig:
300g Weizenmehl und 100 g Hartweizengrieß oder 400g Weizenmehl (normalerweise mische ich, aber diesmal habe ich es vergessen und es hat uns nicht gestört, die Lasagneplatten waren trotzdem sehr lecker)
4 Eier
5 EL Wasser

Für die Gemüsefüllung:
2 Zucchini
1 mittlere Aubergine
3 Karotten
150g Champignons
1 Paprika
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen

Für die Tomatensauce:
400g gehackte Tomaten (aus der Dose)
frischer Thymian
Salz und Pfeffer

Für die Bechamelsauce:
ungefähr 2 EL (Weizenvollkorn)Mehl
ungefähr 200-300 ml Milch
Olivenöl
Salz Pfeffer

zum Überbacken:
50g geriebener Parmesan

Das Mehl, die Eier und das Wasser verknetet ihr gut – am besten in der Küchenmaschine – zu einem festen, elastischen Teig. Diesen lasst ihr mindestens eine halbe Stunde, gerne auch länger (ich habe ihn über Nacht im Kühlschrank gelagert) ruhen, damit er geschmeidiger wird. Dann rollt ihr den Teig mit einer Nudelmaschine zu dünnen Nudelplatten (bei meiner Nudelmaschine zweimal auf Stufe 5) aus. Zur Not geht dies auch mit einem Nudelholz, ist aber ziemlich schwierig und anstrengend. Wer keine Nudelmaschine hat und sich den Kraftakt sparen möchte, kann natürlich auch zu fertigen Lasagneplatten greifen, das ist aber bei weitem nicht so lecker.

Für die Füllung schneidet ihr das Gemüse in kleine Stücke (die Champignons in feine Scheiben) und hackt die Zwiebel und die Knoblauchzehen. Zwiebel und Knoblauchzehen dünstet ihr in Olivenöl an und gebt das Gemüse dazu. Dann schmeckt ihr es mit Salz und Pfeffer ab und lasst die Mischung fast weich kochen. Sie sollte jedoch noch etwas Biss haben, damit sie im Backofen nicht verkocht. Erst kurz vor Ende gebt ihr den Thymian darunter, damit er nicht zu viel Geschmack verliert.

Für die Tomatensauce mischt ihr die Dosentomaten mit frischem Thymian und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab. Die Zwiebel und der Knoblauch sind ja schon am Gemüse, deshalb kann hier darauf verzichtet werden.

Für die Bechamelsauce erhitzt ihr das Olivenöl, schwitzt darin das Mehl an (ich verwende immer Vollkornmehl, da es weniger leicht verklumpt) und gießt es  mit Milch auf. Rührt fleißig mit dem Schneebesen, damit die Masse nicht klumpt! Ihr lasst die Sauce kochen bis sie etwas eindickt. Falls sie zu dick wird, müsst ihr noch etwas mehr Milch dazugeben.

Jetzt heizt ihr den Backofen auf 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober- und Unterhitze vor. Nun legt ihr eine Lage Nudelteig auf den Boden einer Auflaufform und legt darauf ein Drittel des Gemüses. Darauf gebt ihr ein Drittel der Tomatensauce und ein Viertel der Bechamelsauce. Dann legt ihr eine weitere Lage Lasagneplatten darauf und verfahrt genauso, ebenso bei der dritten Lage. Die vierte und letzte Lage ist der Abschluss auf den nur noch etwas Bechamelsauce und der geriebene Parmesan gegeben wird.

Die Lasagne schiebt ihr ungefähr 20-25 Minuten in den Backofen bis sie schön goldgelb ist und sich die oberste Schicht leicht wellt. Buon appetito!

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8 Kommentare zu “Gemüselasagne

  1. Schön 🙂 so ähnlich mache ich meine normale Gemüselasi auch.

    • Das Rezept ist ja auch sehr klassisch. Wichtig finde ich die Kombination aus Tomatensauce UND Bechamel. In den meisten Rezepten findet sich entweder die eine oder die andere. Und richtig lecker wird sie nur mit beiden 😉

  2. Lasagne ist immer lecker. Sehr beliebt bei uns ist auch die Version mit Blattspinat.

  3. Wovon ich besonders begeistert bin ist das Foto! Bei mir sieht Lasagne auf dem Teller meistens anders aus ;-), aber super, richtig schön appetitlich und dekorativ! 🙂 das es geschmeckt hab, da bin ich mir sowieso sicher 🙂

    • Das war Glück genau mit der richtigen Abendsonne. Beim richtigen Tageslicht ist so viel einfacher appetitliche Fotos zu schießen. Leider schaffe ich es oft nicht noch bei Tageslicht zu kochen…

  4. Ich muss doch direkt mal googeln, wie man glutenfreie Pasta selbst macht (ich vermute, ohne stehenlassen). Und dann mache ich mir vllt. mal die Ausrollarbeit mit dem Nudelholz! Die gekauften passen nie so richtig in der Größe …
    Hach, ja, auf Lasagne hab ich auch mal wieder Lust!!

    • Viel Erfolg mit der glutenfreien Pasta. Verträgst du nur keinen Weizen, aber z.B. Einkorn oder Emmer? Damit habe ich schon sehr leckere Pasta hergestellt (wenn auch mit Weizen gemischt, aber das geht sicherlich auch ohne).

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