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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Mein erster selbstgemachter Sauerteig: Weizensauerteigbrötchen

4 Kommentare

Ich hatte bisher immer großen Respekt vor Sauerteig. Nachdem ich aber dauernd die ganzen wunderbaren Rezepte aus der Blogosphäre vor Augen hatte, musste ich mich jetzt doch einmal an einen Sauerteig wagen. Und es war gar nicht so schlimm und kompliziert wie gedacht! Ich habe mich an die Anleitung von Pöt gehalten und über fünf Tage jeden Tag den Sauerteig zweimal gut durchgeschlagen und einmal mit einer Handvoll Mehl und Wasser gefüttert. Da ich irgendwo gelesen habe, dass Sauerteig aus Vollkornmehl für Anfänger leichter zu züchten ist, habe ich Weizenvollkornmehl verwendet. Ich hatte etwas Bedenken, da es bei uns in der Wohnung keinen Ort gibt, der immer warm ist, aber es hat auch so funktioniert. Ich habe den Sauerteig abends, wenn die Heizung an war, auf einem Korkuntersetzer auf die Heizung gestellt und über Nacht und tagsüber in den Backofen, den ich zweimal am Tag leicht angewärmt habe. Diese Wärme scheint meinem genügsamen Sauerteig ausgereicht zu haben. Er fing schnell an zu blubbern und einen säuerlichen Geruch zu verströmen. Nach drei Tagen roch er zwar ziemlich streng (was aber scheinbar normal ist), am fünften Tag war der Geruch jedoch wieder sehr angenehm und nur noch leicht säuerlich.Weizensauerteigbrötchen

Da der Sauerteig an einem Wochenende fertig wurde, beschloss ich aus dem ersten Teig Brötchen zu backen. Ich verwendete dazu das Rezept von Pöt, formte jedoch Brötchen daraus. Die Brötchen hatten einen wunderbar säuerlichen, aromatischen Geschmack, eine krosse Kruste und eine saftige Krume. Sie hätten höchstens noch etwas weniger kompakt sein können. Vielleicht hätte ich die Teiglinge noch etwas länger gehen lassen oder etwas mehr Hefe dazugeben müssen (der Sauerteig entwickelt seine volle Triebstärke ja erst nach mehrmaligem Auffüttern). Auf jeden Fall ein Rezept, das ich mir merken werde!

Zutaten:

450g Sauerteig aus WeizenvollkornmehlOLYMPUS DIGITAL CAMERA
450g Weizenmehl Typ 1050
200g lauwarmes Wasser
1g Trockenhefe
1 gestrichener EL Salz

Mit der Küchenmaschine verknetet ihr alle Zutaten gut bis ein elastischer Teig entsteht und lasst diesen ungefähr drei Stunden an einem warmen Ort ruhen. Dann entgast ihr den Teig vorsichtig und teilt ihn in gleichmäßige Stücke. Diese drückt ihr nochmals vorsichtig flach und faltet jeweils die Ecken in die Mitte des Teigstückes, so dass der Teigling etwas Spannung bekommt. Dann dreht ihr die Teiglinge um und wirkt sie vorsichtig rund. Zur Gare legt ihr sie für ungefähr eine Stunde (ich hatte für die erste Fuhre nur noch eine halbe Stunde Zeit, mehr wäre besser gewesen) umgedreht auf ein Bäckerleinen und deckt sie gut ab, damit sie nicht austrocknen. Dann heizt ihr den Backofen auf 250 Ober- und Unterhitze (220 Grad Backstufe) vor. Die Teiglinge schneidet ihr auf der Oberseite kreuzweise ein, schiebt  in den Ofen und gebt Dampf zu. Nach 10 Minuten lasst ihr den Dampf ab und lasst sie noch weitere fünf Minuten fertigbacken. Guten Appetit!

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4 Kommentare zu “Mein erster selbstgemachter Sauerteig: Weizensauerteigbrötchen

  1. Toll! Sauerteig steht schon seit langem auf meiner To-do-Liste – aber irgendwie habe ich mich noch nicht rangetraut. Die Bilder werden auch immer besser! Gruß Diana

  2. Mich hat es auch gepackt, aber leider habe ich keinen Dampfofen ! geht es auch mit einer Schüssel Wasser die man in den ofen stellt?

    • Am besten geht es entweder mit einer sprühflasche wasser an die heißen backofenwände zu spritzen oder eine hitzefeste form voller lavasteine oder schrauben mit aufzuheizen und darauf dann etwas wasser zu schütten. Und das brot zu besprühen hilft auch immer. Lg melanie

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