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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Schupfnudeln mit Apfelsauerkraut

3 Kommentare

Immer wenn es laut Saisonkalender überhaupt kein Saisongemüse mehr gibt, kommt bei uns mindestens einmal im Jahr Sauerkraut auf den Tisch. Die traditionelle Zubereitung mit Speck kommt natürlich nicht in Frage und Schinkenersatz ist nicht so mein Ding, deshalb haben wir uns heute für eine süßsaure Variante entschieden. Traditionell isst man in Süddeutschland gerne Krautschupfnudeln, die mit Speck zubereitet werden. Mit Apfelsauerkraut schmecken sie aber mindestens genauso gut! Das Schupfnudelrezept habe ich von meiner Mutter. Schupfnudeln waren eines der Lieblingsessen meiner Kindheit (auch wenn es sie damals normalerweise mit Fleisch gab) und bis heute zählen sie zu meinen absoluten Favoriten, auch wenn sie bei mir (fast) nie so gut werden wie meiner Mutter!

Schupfnudeln mit Apfelsauerkraut

Für zwei Personen braucht ihr:
500g mehlige Kartoffeln
1 kleines Ei
100-120g Weizenmehl Typ 550
Salz
Olivenöl oder Butter zum Anbraten
500g frisches Sauerkraut (etwas weniger reicht auch)
1 Apfel
2 TL Apfelgelee
1 gehäufter TL Zucker
einige Wachholderbeeren
ein guter Schuss Weißwein
etwas Butter

Für die Schupfnudeln kocht ihr die Kartoffeln in der Schale im Dampfkochtopf Schupfnudeln15-20 Minuten weich. Die warmen Kartoffeln werden geschält und sofort durch die Kartoffelpresse gedrückt. Sobald sie nicht mehr heiß sind, gebt ihr das Ei dazu (falls die Kartoffeln nicht sehr trocken sind, gebt nur das Eigelb dazu, sonst wird der Teig zu weich). Dann gebt ihr soviel Mehl dazu, dass ein Teig entsteht, der nicht mehr an den Fingern klebt.

Den Teig formt ihr zu einer länglichen Rolle, die flach gedrückt ungefähr 5cm breit ist. Diese schneidet ihr in Streifen von einem halben bis einem Zentimeter. Daraus lassen sich schnell die Schupfnudeln formen.

Sobald die Schupfnudeln geformt sind, gebt ihr sie in einen großen Topf gesalzenes siedendes (nicht kochendes!) Wasser. Nach kurzer Zeit steigen die Schupfnudeln an die Wasseroberfläche auf. Ihr lasst sie noch kurz durchziehen, schöpft sie dann aus dem Wasser und lasst sie auf einem Küchenpapier abtropfen.

Während sie abtrocknen, kümmert ihr euch um das Sauerkraut. Zuerst schneidet ihr den Schupfnudeln mit ApfelsauerkrautApfel in Scheiben. Ihr erhitzt etwas Butter in einer Pfanne, gebt den Zucker und das Apfelgelee dazu und lasst die Apfelscheiben etwas karamelisieren. Dann gebt ihr das Sauerkraut, die Wachholderbeeren, den Weißwein und etwas Wasser dazu und lasst es zugedeckt dünsten bis es weich ist.

Kurz bevor das Sauerkraut fertig ist, bratet ihr die Schupfnudeln von beiden Seiten in Olivenöl oder Butter an, bis sie goldgelb und knusprig sind. Guten Appetit!

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3 Kommentare zu “Schupfnudeln mit Apfelsauerkraut

  1. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich Schupfnudeln (hihi, wir sagen immer Bubespitzle) schon mal selbstgemacht habe, aber bei dir klingt es so einfach, dass ich es bestimmt (noch?) mal probiere. Wie passend, dass ich noch so viel selbstgekochtes Apfel-Quittengelee vorrätig habe, das probiere ich dann mal zum Sauerkraut.

    • Es ist auch nicht kompliziert, wichtig ist nur wirklich mehlige Kartoffeln zu nehmen, sonst wird der Teig zu feucht und man muss zu viel Mehl verwenden (bzw. besser auf das Eiweiß verzichten). Das Apfel-Quittengelee passt sicherlich gut dazu! Ich vermute die Spätzlepresse müsste auch gehen oder sind die Löcher sehr groß?

  2. Statt Kartoffelpresse könnte man doch bestimmt auch eine Spätzlespresse nehmen, oder?

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