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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Sultans Freude: scharfer Oktopus

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Jetzt habe ich es doch noch auf den letzten Drücker geschafft, für den von Ninive ausgerichteten Blogevent „Aus Sultans Küchen“ auf Aka Kochtopf einen Beitrag zu zaubern. Nachdem mein türkisches Leibgericht „Imam Bayildi“ verständlicherweise schon von Kochbuch für Max und Moritz gekocht worden ist, musste ich mir was Neues ausdenken. In meinem türkischen Lieblingsrestaurant Defne in Berlin gibt es ein grandioses Gericht, das scharfer Oktopus heißt, für das ich aber nirgends ein Rezept finden konnte. Daher habe ich hier versucht es aus meiner Erinnerung mit all meiner Fantasie nachzukochen. Und ich muss sagen, es kam ziemlich gut an das Original heran und ich bin mir sicher, der Sultan wäre vom Geschmack der Soße entzückt gewesen! Nur den Oktopus hätte ich noch etwas länger kochen lassen können, um damit er noch etwas zarter wird, aber nach eineinhalb Stunden war mein Hunger einfach zu stark. Eines habe ich auf jeden Fall gelernt: entweder lässt man Oktopus nur kurz oder ewig kochen, dazwischen wird er zäh wie Gummi!

scharfer Oktopus

Für zwei Personen braucht ihr:

400g gekochten, in Scheiben oder Stückchen geschnittenen Oktopus (ich habe einen tiefgekühlten, schon gekochten und geschnittenen gekauft, sonst müsstet ihr ihn noch dünsten, wie von Chili und Ciabatta hier beschrieben)
400g gestückelte Tomaten (aus der Dose oder frisch)
150 ml trockener Weißwein
150g Champignons, geviertelt
2 türkische grüne Paprika, in Stücke geschnitten
eine Handvoll schwarze Oliven in Scheiben
1 EL Kapern
1 große gewürfelte Zwiebel
2 gehackte Knoblauchzehen
eine Handvoll Petersilie
100g Feta
Kirmizi Biber (türkisches scharfes Paprikagewürz), als Ersatz Chili
1 1/2 TL süßes Paprikapulver
Salz
Olivenöl

In einer ofenfesten Casserole bratet ihr in etwas Olivenöl die Zwiebel und den Knoblauch einige Minuten an und gebt dann die grünen Paprika dazu. Scharfer OktopusNach 2-3 Minuten fügt ihr die Tomaten und den Weißwein hinzu und schmeckt die Soße mit dem Kirmizi Biber, dem Paprikapulver und etwas Salz ab. Dann kommt der Oktopus dazu und wird auf niedriger Flamme ungefähr zwei Stunden bei regelmäßigem Umrühren köcheln gelassen. Falls die Soße zu sehr eindickt, müsst ihr etwas Wasser dazugeben. Ich habe zuerst etwas Panik bekommen, da der Oktopus nach einiger Zeit zäh wie Schuhsohle wurde, das gibt sich aber wieder, wenn man ihn nur lange genug köcheln lässt. Nach eineinhalb Stunden, war der größte Teil des Oktopus butterweich, nur einige Stückchen, die vermutlich an einer ungünstigen Stelle gelegen sind, waren noch etwas hart. Ich gehe davon aus, dass nach spätestens zwei Stunden, dieses Problem definitiv behoben wäre. Ungefähr eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit gebt ihr die Champignons, die Oliven, die Kapern und die Petersilie dazu. Ganz zum Schluss legt ihr den zerstückelten Feta darauf und schiebt den Topf noch einige Minuten in den vorgeheizten Backofen. Afiyet olsun!

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4 Kommentare zu “Sultans Freude: scharfer Oktopus

  1. Oktopus, ich bin begeistert, das ist mein liebstes Meerestier! Danke!

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