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Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Jakobsmuscheln mit Pastinaken-Kartoffel-Gratin und Weißweinsauce

2 Kommentare

Gestern habe ich es mal wieder auf den Markt bei uns um die Ecke geschafft, auf dem es nicht viel, aber einen guten und günstigen Fischstand gibt. Schon hatte ich Meerbarben gekauft, da fiel mein Blick auf ein paar Jakobsmuscheln, die mich aus einer Ecke der Fischtheke anlachten. Jakobsmuscheln! Ich liebe die Noix de Saint Jacques seitdem ich sie zum ersten Mal in Frankreich probiert habe. Deshalb gibt es sie auch fast jedes Mal, wenn ich in Frankreich bei meinen Schwiegereltern zu Besuch bin (hiermit dafür ein großes Dankeschön!) und ich könnte mich jedes Mal hineinlegen…Hier ist es leider immer schwer, sie in einer frischen und guten Qualität zu bekommen. Nachdem mir die Verkäuferin aber versicherte, dass es sich um frische Jakobsmuscheln aus Frankreich handele, wanderten sie auch noch in meinen Einkaufsbeutel. Wir haben es nicht bereut, es waren die geschmacksvollsten Jakobsmuscheln, die ich seit langem in Deutschland bekommen habe! Und das obwohl sie nicht einmal teuer waren. Dazu gab es ein Pastinaken-Kartoffel-Gratin und eine Weißẃeinsoße, die beide sehr gut harmonierten.

Jakobsmuscheln mit Pastinaken-Kartoffel-Gratin

Für zwei Personen braucht ihr:

Für das Pastinaken-Kartoffel-Gratin:
200g Pastinaken
400g Kartoffeln
100 g Schmand oder Crème fraîche
ca. 300 ml Milch
etwas frischer Thymian
Salz und Pfeffer

Für die Jakobsmuscheln und die Soße:
200 g Jakobsmuscheln (ca. 6-7 Stück)
ca. 150 ml trockener Weißwein
1 Schalotte oder kleine Zwiebel
etwas Butter
2-3 EL Schmand oder Crème fraîche
Salz und Pfeffer

Für das Gratin schält und schneidet ihr die Pastinaken und die Kartoffeln in dünne Scheiben. Dann mischt ihr den Schmand und die Milch und schmeckt die Mischung mit Salz, Pfeffer und Thymian ab. Ihr könnt natürlich auch mehr Schmand verwenden, ich mag es immer nicht so fett. Dann schichtet ihr abwechselnd die Kartoffeln und die Pastinaken in eine ofenfeste Form und gebt nach jeder Lage etwas von der Milch-Schmand-Mischung darüber. Die Flüssigkeit sollte das Gratin fast bedecken. Das Gratin schiebt ihr für mindestens eine Stunde bei 180 Grad Umluft auf der untersten Schiene in den Ofen bis es goldbraun und ganz weich ist.

Ungefähr eine Viertelstunde bevor das Gratin fertig ist, beginnt ihr mit der Sauce. Dafür dünstet ihr die Schalotte in etwas Butter an und löscht sie mit dem Weißwein ab. Dann rührt ihr den Schmand ein, schmeckt mit Salz und Pfeffer ab und lasst die Sauce so lange auf niedriger Flamme einkochen bis sie nicht mehr zu stark nach Weißwein schmeckt und schön sämig ist. Falls die Sauce aufgrund der kleinen Menge zu schnell einkocht, müsst ihr nochmal ein bisschen Wasser dazugeben. Zum Schluss die Jakobsmuscheln in einer Pfanne ohne Öl (angeblich tritt mehr Wasser aus den Muscheln aus, wenn sie in Öl gebraten werden) von beiden Seiten 1-2 Minuten anbraten bis sie nicht mehr glasig und leicht braun sind. Lasst sie nicht zu lange braten, sonst werden sie zu trocken. Dazu trinkt ihr den Rest des Weißweins, in unserem Fall ein Helios vom Ökoweingut Rothe aus Franken, den wir auf der Berliner Weinmesse vor zwei Wochen erstanden haben. À la vôtre!

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2 Kommentare zu “Jakobsmuscheln mit Pastinaken-Kartoffel-Gratin und Weißweinsauce

  1. Ich liebe Jakobsmuscheln, habe sie noch nie in er Kombi zu Gratin gegessen…ist das nicht zu dominant oder passt das so gut wie es aussieht? 🙂

    • Wir fanden, dass es wunderbar zusammenpasste. Es ist ja ein sehr leichtes Gratin und die Süße der Pastinaken harmoniert sehr gut mit dem Geschmack der Jakobsmuscheln.

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