mangoseele

Vom (vegetarischen) Essen und Reisen

Allgäuer Kässpätzle

3 Kommentare

Eines der wenigen Gerichte, die wirklich so gut wie jedem schmecken (außer den wenigen Käse-Hassern) und das ich daher besonders gerne koche, wenn ich Ausländern deutsches Essen nahe bringen will, sind Allgäuer Kässpätzle. Deshalb ist mein Spätzlehobel weit gereist, er war genauso in Paris dabei wie in Barcelona und Mexiko, auch wenn es in Mexiko durchaus schwierig darstellte, geeigneten Käse zu finden. Spätzlehobel sind seitdem auch in alle möglichen Herren Länder exportiert worden 🙂 Die Form der Spätzle ist eines der wenigen Dinge bei denen ich noch heimatverbunden bin, für mich sind nur die kurzen Knöpfle die echten Spätzle. Und Spätzle mit schlechtem, billigem Käse gehen gar nicht, deshalb bin ich bisher in Berlin mit Spätzle im Restaurant noch nie wirklich glücklich geworden…

Kässpätzle

Für 4 Personen braucht ihr:
400g Mehl
4 Eier
Salz
ca. 1/8 Liter Leitungswasser oder Mineralwasser, vielleicht auch etwas mehr, ich messe es nie ab…
ca. 5.8 Zwiebeln (es können nie genug sein ;-))
etwas Butter
ca. 200-250 g Käse (am besten kräftiger Bergkäse und Emmentaler gemischt)
50g Weißlacker (ein sehr kräftiger Käse, den es nur im Allgäu gibt, als Ersatz geht auch Limburger oder Romadur)
Salat als Beilage
Pfeffer

Zuerst schneidet ihr die Zwiebeln in Ringe  und lasst sie in Butter langsam bräunen. Am besten schmecken sie, wenn sie langsam karameliseren, das kann dauern! Dann reibt ihr den Käse und mischt ihn gut. Während die Zwiebeln vor sich hinschmoren, verrührt ihr das Mehl mit den Eiern und etwas Salz und fügt langsam so viel Wasser hinzu bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der reißend vom Löffel fällt. Der Teig sollte so lange geschlagen werden bis er Blasen bildet. In der Zwischenzeit wärmt ihr die Auflaufform im Backofen an.

Das Wasser wird in einem großen Topf erhitzt bis es siedet (nicht kocht!) und dann wird der Teig portionsweise mit dem Spätzlehobel ins Wasser gehobelt (im Allgäu auf keinen Fall mit der Spätzlepresse, Allgäuer Spätzle sind Knöpfle, d.h. kleine, runde Spätzle ;-)). Sobald sie oben schwimmen, können sie abgeschöpft und in die Auflaufform gelegt werden. Über jede Lage Spätzle wird eine großzügige Lage Käse gelegt (traditionell auch noch jede Menge Butter, aber dann wird’s wirklich heftig, deshalb lasse ich das weg…). Wenn der gesamte Teig und Käse verarbeitet ist, kommen die geschmorten Zwiebeln obendrauf, dann kurz die Auflaufform in den Ofen, damit der Käse gut schmilzt (Achtung, hier scheiden sich die Allgäuer Geister, ob man das darf oder ob der Käse allein aufgrund der heißen Form schmelzen muss!). Auf dem Teller solltet ihr nicht vergessen frisch gemahlenen Pfeffer darüber zu streuen. Dazu serviert ihr einen Salat. An Guada! (guten Appetit auf Allgäuerisch)

Auch wenn mein Blogbeitrag schon etwas älter ist, darf ich mit meinen geliebten Kässpätzle noch beim April-Blogevent von Ofenlieblinge „Lieblingsrezepte aus der deutschen Küche“ mitmachen.

Advertisements

3 Kommentare zu “Allgäuer Kässpätzle

  1. Ich liebe Kässpätzle! Ich darf nur keine Eier essen und teste mich gerade durch sämtliche Spätzle-Rezepte ohne Ei…
    Aber KÄSE – I love 🙂

  2. Sehr lecker! Ich liebe Käsespätzle 😀

    Liebe Grüße Trina ♥

  3. Oder? Wie kann man Käsespätzle nicht lieben?!
    Aber es soll ja tatsächlich Verweigerer von geschmolzenem Käse geben, wie etwa Zorras Y. – du siehst, ich staune immernoch darüber 🙂
    viele liebe Grüße….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s